Lanckoroński, Karl [Editor]
Städte Pamphyliens und Pisidiens (Band 2): Pisidien — Wien, 1892

Page: 173
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Fig. 143. Säulen in der Nähe des Stadion.

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elge wurde im Jahre 1842 bald nach einander von Schönborn (siehe
Ritter S. 505) und Daniell (siehe Spratt, Lycia II, S. 22) besucht;
dreissig Jahre später waren Ilirschfeld (1875, S. 135) und Egbert
dort. Wir haben uns, doch ohne Architekten, auch ohne einen Geo-
meter von der Hingebung des wackeren Hausner, gegen Ende Sep-
tember des Jahres 1884 acht Tage daselbst aufgehalten. In der anschau-
lichen, von einem österreichischen Genieofficier entworfenen Terrainskizze ist zweckmässig
auch die Umgebung einbezogen, von alten Resten aber nur Weniges angedeutet.

Wie Schönborn und Hirschfeld sind auch wir vom Eurymedon im Südosten herauf-
gezogen auf dem Wege, welchen zuletzt der Herausgeber dieses Werkes I, S.XYI beschrieben
hat; nur v. Luschan kam, wie Daniell, von Westen her über das Gebirge. Wo von der
malerischen zweiten Eurymedonbrücke (siehe Fig. 145) her heute nur ein Naturweg besteht,
gab es vor alters eine Kunststrasse, von welcher man ab und zu Spuren zu sehen glaubt.
Nur ein Theil derselben, der um eine Felshöhe, wie deren genug zu erklimmen sind, sich
emporwand, kann mit dem Namen Koy'hiv.c (Wendeltreppe) bei Zosimos benannt sein, schwer-
lich, wie Hirschfeld (1875, S. 134) meinte, der ganze Aufweg.

In das engere Stadtgebiet von Selge (siehe S. 175) tritt man durch eine Lücke im Höhen-
ringe von Osten her ein, überrascht, plötzlich eine fruchtbare Ebene, halbmondförmig, so plan

Zu

gange.
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