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Meder, Joseph; Dürer, Albrecht [Ill.]
Dürer-Katalog: ein Handbuch über Albrecht Dürers Stiche, Radierungen, Holzschnitte, deren Zustände, Ausgaben und Wasserzeichen — Wien, 1932

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https://doi.org/10.11588/diglit.25797#0140
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Kupferstiche

113

104 PHILIPP MELANCHTHON 1 (1497—1560). Monogramm und 1526.

B. 105 H. 1056 R.265 Mi. 102 K. 101 Bw.91 D. 102 Fr. 116 W. 172.

Nur Plattenrand.

— a Vor der punktierten, vertikalen Schramme auf seinem r. Stirnhöcker. Erste Drucke mit

Ton und Grat (z. B. Stuttgart und Akademie Wien). Wz. 158 Krüglein.
b Ebenso, 1. vom Kopf ein Stichelglitsch. Wz. ebenso.

- c Mit der Stirnschramme, die auch oft beseitigt wird (Schabspuren). Sehr deutlich bei D. 102.
Vor und mit dem Kratzer r. von der Jahrzahl und der Vertikalen in der Luft r.; Wz. ebenso.

— d Sanfte Drucke, im Hintergrund r. mehrere Vertikale, im oberen Eck drei Horizontale.

Wz. ebenso.

— e Ebenso, obige Wischspuren verschwunden. Wolken ungleich. O.Wz.

— f Leer und grau, mit neuen Wischspuren.

NEUDRUCKE wurden nach der in Gotha erhaltenen und gerahmten, wieder polierten und
brauchbar gemachten Platte ausgegeben. Abzüge ohne Gegensätze, mit scharf ein-
gepreßtem Plattenrand und abgestumpften Ecken auf breitrandigem Papier ohne
Wasserlinien.

105 ERASMUS VON ROTTERDAM2 (f 1536), nach h, Monogramm und MDXXVI.

B.107 H.1047 R.266 Th.II, 62 Mi. 103 K.102 Bw.93 D.104 Fr.115 W.173.

Mit Platten-rand, Einfassungslinie nur unten (2 mm davon Fassette).

Drucke auf Atlas (Wien, Berlin).

— a Erste Qualität, gegensatzreich, mit schmutzigem Plattenrand.3 Wz. 314 Wappen mit L und b

oder 15 8 Krüglein.

— b Etwas dünner. Wz. 158 Krüglein.

— c Noch gut, hart, bräunlich, ohne Leuchtkraft. Wz. 39 Bischöfliches Wappen.

— d Dünn, weniger gleichmäßig. Kratzer durch die zwei übereinander stehenden M oben 1.

Wz. 263 Großes Stadttor.

— e Mäßig, Ärmel monoton, viele Kratzer, einer über das Buch, eine lange Vertikale in der

Schrifttafel bis zum Monogramm. Um 1570. Wz.260 Großes Stadttor.

— f Gut, noch rein, leere Stelle 1. von der Schrifttafel. Um 1570. Wz. 195 Schrobenhauser

Wappen.

— g Gut. Wz. 46 Bekröntes Wappen, um 1550—1590.

— h Gleichmäßig, weniger kräftig, auch flau. Um oder nach 1600. Wz. 214 Wa.ppen mit Baslerstab.

— i Schwach, Rückenkontur hervortretend, 17. Jahrhundert. Wz. 215 Großer Adler.

1 Federstudie in Florenz (Dürer-Soc. X, 23).

2 Vgl. die Briefstelle des Erasmus an Pirkheinter vom Jahre 1528 bei Th. II, 298. Nach mündlicher Mitteilung
der Frau Dr. Blasius ("f 1930) die Platte bei Friedenstein in Gotha. — Zeichnung vom Jahre 1520 im Louvre (L. 361).
Literatur über die Entstehung des Stiches siehe Dodgson, S. 137.

3 Exemplar, Auktion Hollstein und Puppel 1930 (Katalog XLIII, Nr. 354), verkauft um 62.000 Mark.

Meder, Dürer
 
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