Universitätsbibliothek Heidelberg [Editor]; Miller, Matthias [Oth.]; Zimmermann, Karin [Oth.]
Die Codices Palatini germanici in der Universitätsbibliothek Heidelberg (Cod. Pal. germ. 304 - 495) — Wiesbaden, 2007

Page: 250
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Cod. Pal. germ. 368

266 va-287 rb ‘DER SÜNDEN WIDERSTREIT’. NV hebe wir daz grusen/ In dem vil obir
zusen ... 287 rb Vnd vnpoten synen rat/ Wy rechte liplich her bat/ An syner susen wisheyt.
Es folgen 5 zusätzliche V.: das wir zu togunden syn bereyt/ Vnd allis in togunden strebin/
vmme das ewige lebin/ das vnz das werde samen/ dorczu so spirchit [!] alle AmenJ Hy
hat dis buch eyn ende/ got vnz syne gnade sende. Text: Der Sünden Widerstreit, s. Lit.,
S. 47-111 (V. 1-3.351). Text auch in Gießen UB Hs. 876, S. 277-366 (Sigle G), Wien ÖNB
cod. 2677, 70 vb-91 va (Sigle W; Kat. Wien, ÖNB Deutsche Hss. 1, S. 99) und zwei Frag-
menten. Zum Text vgl. Dietrich Schmidtke, in: VL 2 9 (1995), Sp. 527-530 (diese Hs. H).

287 rb-287 vb STEFAN VELTSPERGER (Stefan Vohburg), WOLF UND PFAFFE. Eyn
wülf vnd eyn paffe/ yn sulchim wandiÜ die czwene wandertin mit andir ... 287 vb ir habet
mich schone vz gericht/ alz hat der Velschberger geticht. Dicke/Grubmüller, S. 739f.
Nr. 636B. Text (nach dieser Hs.): Hans Ferdinand Massmann, Bemerkungen zum Rein-
hard Fuchs, 1. Zu dem Grimmischen Werke, in: Mone, Anzeiger 4, Sp. 181-185, Textab-
druck Sp. 181-183. Text auch in München BSB Cgm 714, 32 v-35' und Cgm 811, 21 v
(Fragment; Kat. München, BSB 5,5, S. 82 und S. 422). Zu Autor und Text vgl. Kosak,
S. 150-152; Gerd Dicke, in: VL 2 10 (1999), Sp. 203-206 (Hs. erwähnt). - 288 ::' r (bis auf
Eintrag, s.o.), 288 ::' v-293 v leer.

MM

Cod. Pal. germ. 368

Herbort von Fritzlar: Liet von Troye • Heinrich von Veldeke: Eneas

Pergament ■ 3 (Pap.) + 206 + 3 (Pap.) Bll. • 26,4 x 16,8 • Würzburg • 1333

Lagen: II 3 (mit Spiegel) + 14 IV 112 + (IV-1) 119 + 10 IV 199 + (IV-1) 206 + H 209' (mit Spiegel). Kustoden am Lagen-
ende: i—iii, iiii us-v us, vi-xxv. Foliierung des 17. Jhs.: 1-206, Bll. l ::'-3 :% 207 ::'-209 ::' mit moderner Zählung. Ein
Wz., nicht nachweisbar. Schriftraum (rundum mit Tinte begrenzt; Zeilengerüst mit Tinte vorgezeichnet; zum
Teil am Rand Einstichlöcher): 21,6-22,5 x 12,5-13,1; zwei Spalten, 37-40 (meist 39) Zeilen. Text versweise ab-
gesetzt. Textura von zwei Händen: I. 1 ra— 119 vb, 170 rb—206 ra; II. 120 ra-170 ra. Anweisungen für den Rubrikator von
anderer Hand (8 vb secunda distinctio; 50 ra distinctio x; 72 rb xiiii dz'fstinctio]; 85 vb xvi; 90 rb xvii; 97 va xviii; 103 ra
xviiii distinctio; 108' b xx d°). Korrekturen von späterer Hand, 15. Jh. (173 rb, 173 va). 75 ra radierte Federprobe,
15. Jh.: Benedicione perpetua de [bricht ab]. Zu Beginn der Distinctiones blaue und rote Lombarden über drei
Zeilen mit Fleuronneebesatz und Fadenausläufern in den Gegenfarben, sonst Lombarden über zwei (1 ra—8 vb)
bzw. eine Zeile (9 ra-206 ra) in Rot und Blau. Erste Buchstaben der V. rot gestrichelt. Zu Beginn der Distinctiones
bei Hand I häufig eine Zeile freigelassen für Rubriken, diese jedoch nur 50 ra (distinctio x) und 67 vb (distinctio xiii)
ausgeführt. Pergamenteinband des 17. Jhs. (römisch), Rückentitel: 368/ [19. Jh.: Herbort v. Frizlar/ Trojanischer
Krieg./ Heinrich v. Veldekin/ Eneit\/ Poema Hero/ icvm In Lavd[e]m/ Virorv[m]/ Illvstrvm. Farbschnitt (gelb).
Gelb-grünes Kapital. Rundes Signaturschild, modern: Pal. Germ. 368.

Herkunft: Hs. 1333 in Würzburg für den Deutschordensritter Wilhelm von Kirrweiler hergestellt (s. 119 va).
Wilhelm entstammte einem rheinpfälzischen Ministerialengeschlecht der Bischöfe von Speyer (vgl. Meinhold
Lurz, Die Ritter von Venningen. Verwaltung im Amt Kirrweiler. Mit einem Beitrag von Ulrike Schofer, Sins-
heim 1996, S. 165-187) und war 1337 Deutschordenskomtur in Weinheim, 1341 in Speyer, 1342 in Horneck und
1345 wieder in Weinheim (vgl. Heinrich Köllenberger, Der Deutsche Ritterorden im Westteil der Ballei Fran-
ken bis zur Reformation, Diss., Heidelberg 1951, S. 194, 199, 202; Julius Kindler von Knobloch, Ober-
badisches Geschlechterbuch, Bd. 2, Heidelberg 1905, S. 289f.). Eine Herkunft der Hs. aus der Bibliothek des
Bamberger Bischofs Lamprecht von Brunn (um 1320-1399), die König Ruprecht von der Pfalz 1408 kaufte, ist
möglich (vgl. Einleitung, S. XVIf.). l r Capsanummer: C. 70. V'~ r alte Signaturen: 11195 de 42/ 18939-42, 209 v

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