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Universitätsbibliothek Heidelberg [Editor]; Miller, Matthias [Oth.]; Zimmermann, Karin [Oth.]
Die Codices Palatini germanici in der Universitätsbibliothek Heidelberg (Cod. Pal. germ. 304 - 495) — Wiesbaden, 2007

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https://doi.org/10.11588/diglit.28979#0371
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Cod. Pal. germ. 398

1 l—88 r HARTMANN VON AUE, IWEIN. [l r Text unleserlich, s.u.] l' wal So manich
güt ritter also da/ Oh wart in da zehohe gegeben ... 88 r oh ih darahe Gesagen niwet mere/
wane got gehe vns salde vnde ere. Amen. Text (jeweils mit dieser Hs.): Benecke/
Wolff 1, S. 1/V. 1-S. 167/V. 6.925, S. 170/V. 7.075-S. 196/V. 8.166 (Lesarten Bd. 2, S. 13-
221 [Sigle A]; zur Fehlerhaftigkeit der Ausg. von Benecke/Wolff vgl. Henrici, bes.
S. 254-256; Ergänzungen und Berichtigungen der Lesarten bei Schröder, Iwein, S. 92-
140); Benecke/Cramer, S. 1-159 (mit nhd. Übersetzung). Text von Bl. l r, der durch den
Einsatz von Schwefelammonium vorübergehend lesbar gemacht wurde, abgedruckt bei
Karl Bartsch, Die erste Seite der Iweinhandschrift A, in: Germania 31 (1886), S. 122f.
Textlücke, vermutlich aufgrund Blattverlustes in der Vorlage: 84 v (V. 6.926-7.074). Zum
Text vgl. Christoph Cormeau, in: VL 2 3 (1981), Sp. 500-520, bes. Sp. 514-517. Text auch
in Cod. Pal. germ. 316 (Sigle c) und Cod. Pal. germ. 391 (Sigle b). - l ;:' r-3 ;:' v, 88 v-91 ;:' v leer.

KZ

Cod. Pal. germ. 398

Konrad von Ammenhausen: Schachzabelbuch

Papier • 139 Bll. • 28,5 x 20,5 • Schlettstadt • 1365

Lagen: I 1 (mit Spiegel) + 5 XII 120 + (X-3) 137 + I 138' (mit Spiegel). Kustoden: die ii - die vi. Blattsignaturen jeder
Lage: i-xxiiij. Foliierung des 17. Jhs.: 1-137, Bll. 1 :% 138 ::' mit moderner Zählung. Wz.: zwei Varianten Horn
(Bll. 1-48), darunter ähnlich Piccard 7,11/182 (Wesel 1382); Vogel, taubenähnlich (Bl. 49/72), ähnlich Piccard,
WZK, Nr. 42.057 (Hagenau 1379); verschiedene Varianten Stern (Bll. 50-71, 73-137), darunter ähnlich Bri-
quet 5.998 (Zürich 1379-1380). Schriftraum (Spalten rundum blind geritzt begrenzt): 23-24 x 17-18; zwei Spal-
ten, 34-38 Zeilen. Text versweise abgesetzt. Bastarda von einer Hand (Reinbolt Süsse) mit teilweise an eine Ur-
kundenschrift erinnernden Oberlängen in der ersten Zeile. Lat. Mariengebet (137 vb) von späterer Hand. Häufig
Korrekturen von der Hand des Schreibers. Rote, selten rot-blaue Überschriften, l ra in Textura; Vorschriften am
Rand häufig erhalten. Rote und blaue Lombarden iiber eine (selten) bis zwei Zeilen, selten mit einfachen Fleu-
ronneeausläufern (u.a. 5 ra). Übliche Rubrizierung (die ersten Buchstaben jeder Zeile rot gestrichelt). An den
Rändern beschädigte Bll. teilweise mit angefasertem Papier ausgebessert. Pergamenteinband des 17. Jhs. (rö-
misch), Rückentitel: 398/ [19. Jh.: Conrat/ von/ Ammen-I husen/ Schach-/ spiel/ 1363]. Rückentitel des 17. Jhs. war:
398 Poema antiquum de uarijs uirtutihus scientijs, precibus, et de eclipsis etc. (vgl. Vatikan BAV Cod. Vat. lat. 13220,
33 v). Farbschnitt (gelb). Gelb-grünes Kapital. Rundes Signaturschild, modern: Pal. Germ. 398.

Herkunft: Die Hs. wurde laut Schreibereintrag 137 vb (s.d.; Abb. 13) 1365 von dem Johanniterbruder Reinbolt
Süsse im Auftrag des Schaffners der Schlettstadter Johanniterkommende, Hug Ribisin von Colmar, in Schlett-
stadt In der stuhen vf dem tormenter [Schlafgemach der Ordensleute, lat. dormitorium] geschrieben (vgl. Ba-
ckes/Geiss, s. Lit., S. 433 Anm. 27). Hs. der älteren Schloßbibliothek, verzeichnet bei der Katalogisierung 1556/
1559: Vatikan BAV Cod. Pal. lat. 1937, 95 r [Historiographi et Cosmographi S in foliis]: Schachzabel reymen
weifi auf Papir gcschrieben moral (gleichlautend Cod. Pal. lat. 1941, 75 v). l r der im Zuge dieser Katalogisierung
1556/59 eingetragene Bibliothekstitel: Schachzabel. Danach bei der Katalogisierung 1581 im Inventar der Hei-
liggeistbibliothek verzeichnet: Vatikan BAV Cod. Pal. lat. 1956, S. 58 [2°]: Schachzabel, reymen Papir, bretter,
rot leder bucklen (gleichlautend Cod. Pal. lat. 1931, 307 r). l r Signatur: 398 (17. Jh.). Vorderspiegel Eintrag des
19. Jhs.: Signatur und Blattzahl. Eingelegter Zettel mit Notiz des 19. Jhs.: Die Hs. wurde 1880 in Straßburg von
dem Germanisten Edward Schröder für seine 1882 erschienene Edition ‘Das goldene Spiel von Meister Ingold’
verglichen. 70 ra am Rand neuzeitliche Zählung des dritten Textteils mit Bleistift.

Schreibsprache: westliches Niederalemannisch (elsässisch).

Literatur: Bartsch, Nr. 219; Adelung, Nachrichten, S. 32; ders., Gedichte, S. 143-150; Wilken, S. 466; Das
Schachzabelbuch Kunrats von Ammenhausen, Mönchs und Leutpriesters zu Stein am Rhein. Nebst den Schach-

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