Universitätsbibliothek Heidelberg [Editor]; Miller, Matthias [Oth.]; Zimmermann, Karin [Oth.]
Die Codices Palatini germanici in der Universitätsbibliothek Heidelberg (Cod. Pal. germ. 304 - 495) — Wiesbaden, 2007

Page: 362
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Cod. Pal. germ. 418

spiritu paraclito/ Qui regnat sine termino/ Inperhenni Gaudio/ Benedicamus domino/
Incelo et inseculo Amen. >Finito lihro sit laus et gloria Christo<. Text (jeweils nach dieser
Hs.): Sanct Alexius Leben in acht gereimten mittelhochdeutschen Behandlungen, hrsg.
von Hans Ferdinand Massmann, Quedlinburg (u.a.) 1843 (BiblNLit. 9), S. 4f. (Textan-
fang und -ende); Merzdorf, S. 147-159. Zum Text vgl. Hans-Friedrich Rosenfeld, in:
VL 2 1 (1978), Sp. 226-235, bes. Sp. 228f. (mit weiterer Überlieferung). - 127 v—131 ;:' v leer.

KZ

Cod. Pal. germ. 418

Ps.-Engelhart von Ebrach: Das Buch der Vollkommenheit

Papier • 65 Bll. • 19,2 x 14,2 • Ostfranken/Thüringen • 2./3. Viertel 14. Jh.

Lagen: I 1 (mit Spiegel) + (IV-1) 7 + 7 IV 66 (ohne Bll. 63-65) + I 67 (mit Spiegel). Bll. der ersten Lage mit einigen
Rissen, durch Falze verstärkt. Foliierung des 17. Jhs.: 1-62, 66, Bll. 1 ::', 67 ::' mit moderner Zählung. Wz.: zwei
Kreise übereinander, darüber einkonturiges Kreuz (Bll. 1-15), ähnlich Piccard, WZK, Nr. 22.453 (Bologna
1335); Buchstabe M (Bll. 16-66), vergleichbar Briquet 8.323. Schriftraum (rundum blind geritzt bzw. mit Tinte
begrenzt): 14-15 x 10-11; 15-25 Zeilen. Ältere gotische Kursive von einer Hand. Häufig Korrekturen (Durch-
streichungen) bzw. Verschreibungen (Doppelungen u.ä.). 66 v Federprobe von der Hand des Schreibers (Brief-
einleitung). Am Rand wenige Notabenevermerke und Notizen eines späteren Benutzers. Rote Lombarden über
eine bis vier Zeilen. 66 v ornamentale Zeilenfüllung am Ende des Textes. Wenige Paragraphzeichen. Übliche
Rubrizierung. Bll. der ersten Lage stark gebräunt und verschmutzt; leichter Wurmfraß. Brauner Kalblederein-
band über Holz auf drei Doppelbünden mit blinden Rollenstempeln sowie Platten- und Einzelstempeln in Gold
von Jörg Bernhardt (?) für Kurfürst Ottheinrich von der Pfalz. Vorderseite vergoldete Platte mit Bildnis Kur-
fürst Ottheinrichs in Kartusche, oben O.H. [Ottheinrich], unten P.C. [Pfalzgraf Churfürst]; Jahreszahl: 1S58\
Rückseite vergoldetes Wappen der Pfalz in Kartusche (Haebler 2, S. 71, Nr. V, VII, Nr. 2/6, 3). Reste eines
Farbschnitts (gelb). Blau-weiß-rotes Kapital. Messingbeschläge, zwei Riemenschließen (obere ergänzt). Restau-
rierung 1962 (Hans Heiland/Stuttgart), dabei Rückenschild abgelöst und auf den Hinterspiegel geklebt,
Rückentitel: 418; 1300/ Preces ad/ Sanctissimam Triadem et B. Mariam Virginem (17. Jh.), vgl. auch Vatikan
BAV Cod. Vat. lat. 13220, 37 r.

Herkunft: Datierung nach dem Schriftbefund, Lokalisierung nach der Schreibsprache. Hs. der älteren Schloß-
bibliothek aus dem Besitz Kurfürst Ottheinrichs von der Pfalz (zum Einband s.o.), zweimal verzeichnet bei der
Katalogisierung 1556/59: Vatikan BAV Cod. Pal. lat. 1932, 46 r [Theologie, dt.; 4°]: Ein Buchlein von guter Lehr
der demütigkait geschriehen auf Papir; 60 r [Theologie, dt. 4°] Gutt Lehr der demutt geschrieben Papier. V der im
Zuge der Katalogisierung eingetragene Bibliothekstitel: Guet leer der diemuetigkhait. Vorderdeckel Capsa-
nummer: C. 1; alte römische Signatur: 1316. l ::' r Capsanummer: C. 1.

Schreibsprache: ostfränkisch mit zahlreichen ostmitteldeutschen Formen (Schneider, Pseudo-Engelhart, S. XVIf.:
südrheinfränkisch).

Literatur: Bartsch, Nr. 232; Wilken, S. 471; Texte aus der deutschen Mystik des 14. und 15. Jahrhunderts,
hrsg. von Adolf Spamer, Jena 1912, S. 211; Eva Lüders, ‘Meister Eckehartes Wirtschaft’ und eine Stockholmer
Handschrift derselben, in: Studier i modern spräkvetenskap 19 (1956), S. 85-124, bes. S. 89 Nr. 15 (Sigle He3);
Schneider, Pseudo-Engelhart, S. XV-XVII (Sigle H); Hs. verzeichnet im ‘Marburger Repertorium’; Digitalisat:
http://digi.ub.uni-heidelberg.de/cpg418.

l r-66 v PS.-ENGELHART VON EBRACH, DAS BUCH DER VOLLKOMMEN-
HEIT (Fassung A; unvollständig). Die Hs. enthält nach der Zählung von Schneider,
Pseudo-Engelhart, S. XVII, 146 Sprüche vom Anfang der Sammlung und bricht mit Nr. 147
ab. Die Kleintexte der Spruchsammlung sind in unterschiedlicher Vollständigkeit und

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