Universitätsbibliothek Heidelberg [Editor]; Miller, Matthias [Oth.]; Zimmermann, Karin [Oth.]
Die Codices Palatini germanici in der Universitätsbibliothek Heidelberg (Cod. Pal. germ. 304 - 495) — Wiesbaden, 2007

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Cod. Pal. germ. 436

Johannes von Neumarkt • Ps.-Aurelius Augustinus

Papier • 110 Bll. • 30 x 21 • I. Ostdeutschland • um 1415 • II. Schwaben • um 1545

Cod. Pal. germ. 436

Hs. aus zwei Faszikeln zusammengesetzt (I. Bll. l-45c ::'; II. Bll. 45d ::'-105 ::'). Lagen: II 3 (mit Spiegel, Bll. 1 ::-
2 ::') + ... Foliierung des 17. Jhs.: 1-99, Bll. l ::'-3 ::", 45a ::'—45e ::', 100 ::'-105 ::' mit moderner Zählung. Wz.: Löwe
senkrecht (vgl. Wz. im Vorsatz von Cod. Pal. germ. 46, 217, 218, 234, 243, 299, 304 und 320 sowie im Text von
Cod. Pal. germ. 235), nicht nachweisbar. Pergamenteinband des 17. Jhs. (römisch), Rückentitel: 436/ Preces/
spiritua/ les et ali\x]/ meditat[iones]. Gelb-grünes Kapital. Zwei Verschlußbänder aus Gewebe. Rundes Signa-
turschild, modern: Pal. Germ. 436.

Literatur: Bartsch, Nr. 239; Wilken, S. 476; Kat. HSA-BBAW, Günther Jungbluth, Oktober 1937, 15 Bll.;
Digitalisat: http://digi.ub.uni-heidelberg.de/cpg436.

I.

Bll. l-45c ::'. Lagen: 4 VI 45c (mit Bll. 45a ::'-45b ::'). Wz.: Glocke (Bll. 1-12), ähnlich Piccard, WZK, Nr. 40.890
(Heidelberg 1413); zwei Varianten Ochsenkopf mit einkonturiger Stange mit Stern (Bll. 13-45c ::'), Piccard 2,
Typ VI/259 (Bruchsal u.ö. 1411-1414), Piccard, WZK, Nr. 67.518 (Hamm 1414). Schriftraum (Spalten rundum
mit Tinte begrenzt): 23,1 x 15,6; zwei Spalten, 17-32 Zeilen. Bastarda von einer Hand mit teilweise an eine
Urkundenschrift erinnernden Oberlängen in der obersten Zeile. Wenige Korrekturen von der Hand des Schrei-
bers. Fehlerhafte Zählung der Kapitel, tintenfarben (erhalten: xxxvj-lxxvj, Ixxviij-ccxx). Raum für Majuskeln der
Kapitelanfänge über eine bzw. drei (l ra) Zeilen. Beginnender Tintenfraß.

Herkunft: Datierung aufgrund des Wasserzeichenbefundes, Lokalisierung nach der Schreibsprache. Da die nicht
ausgeführte Majuskel am Textanfang l ra die einzige ist, die über drei Zeilen gehen sollte, ist es wahrscheinlich,
daß es sich bei der Hs. um einen bewußten Auszug und nicht um eine fragmentarische Überlieferung handelt. Hs.
bei der Katalogisierung 1581 im Inventar der Heiliggeistbibliothek verzeichnet: Vatikan BAV Cod. Pal. lat. 1930,
S. 239: Andacht zu lernen Gott inbrunstiglich anzuruffen geschrieben Papir in fol. eingehefft (gleichlautend Cod.
Pal. lat. 1931, 89 r). Ein Hinweis darauf, ob beide Faszikel zu diesem Zeitpunkt bereits zusammengefügt waren,
fehlt. l r der im Zuge der Katalogisierung eingetragene Bibliothekstitel: Andacht zu Lernen Gott Inbrünstigc-
lichen anzurueffen.

Schreibsprache: ostmitteldeutsch.

Literatur: Klapper, Schriften 2, S. IX (Sigle Hb).

l ra—45 rb ‘EUSEBIUSBRIEF’ [in der Übersetzung des Johannes von Neumarkt] (Auszug;
Kap. 35-119). [V]Nseliger ist yeclicher der sülchen sachen nicht zü herczen nimpt... 45 rb
daz wir in gnaden gotes mit sampt dir in ewigen freuden hlihen etc. Text (mit dieser Hs.):
Klapper, Schriften 2, S. 83-241. Zum Text vgl. Erika Bauer, ‘Hieronymus-Briefe’, in:
VL 2 3 (1981), Sp. 1.233-1.238, bes. Sp. 1.235; Werner Höver, ‘Johann von Neumarkt’, in:
VL 2 4 (1983), Sp. 686-695, bes. Sp. 688f. (Hs. erwähnt);. Text u.a. auch Cod. Pal. germ. 483,
l r-64 r (vollständig). - l :;' r-3 ;:' v, 45 v, 45a’ :' r-45c ::' v leer.

II.

Bll. 45d ::'-105 ::-: VII 57 (mit Bll. 45d ::'-45e ::') + I 59 + V 69 + VI 81 + V 91 + VIII ,05, (mit Spiegel = 2 Bll.). Die Reihen-
folge der Bll. ist durch das Verbinden einiger Lagen gestört (korrekte Reihenfolge: 45d ::'-57, 82-91, 70-81, 58-
69, 92-105 ::'). Vor Bl. 92 fehlt vermutlich eine Lage. Wz.: zwei Varianten Krone mit zweikonturigem Bügel mit

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