Kalning, Pamela; Miller, Matthias; Zimmermann, Karin; Universitätsbibliothek Heidelberg [Editor]
Die Codices Palatini germanici in der Universitätsbibliothek Heidelberg (Cod. Pal. germ. 496 - 670): bearb. von Pamela Kalning, Matthias Miller und Karin Zimmermann ... — Wiesbaden, 2014

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Cod. Pal. germ. 532

Cod. Pal. germ. 532

[Modestin Fachs:] Probierbuch • Regula allegationis • Rechenbuch für
Münzmeister

Papier -117 Bll. ■ 21 x 15,5 • Hessen (?)/Thüringen (?) • wenig vor 1565

Lagen: (II-2) 2* (mit Bl. H) + 5 III 30 + 2 III 42 + 16 II 104 (mit Bll. 42a ::‘ und 72a ::') + III 110" + (II-l) 113/ vorne und
hinten je ein modernes Vorsatzbl., ungezählt, Spiegel ebenfalls modern. Nach Bl. 42 drei Bll. herausgeschnitten.
Bl. 46 Rand abgeschnitten. Foliierung des 17. Jhs.: 1-104; Bll. 1 :% 2 :;', 42a :;', 72a ::', 105 ::'-113 ::' mit moderner
Zählung. Wz.: Adler mit Buchstabe F auf der Brust (ähnlich in Cod. Pal. germ. 177/XVI), Briquet 149
(Heidelberg 1565). Schriftraum: I. V—42 r (rundum durch rote Striche begrenzt): 13, 7 x 10; 18-19 Zeilen; II. 43 r-
104 r: Schriftraum und Zeilenzahl variierend. Deutsche Kursive des 16. Jhs. von zwei Händen: I. 1 r—42 v; II. 43 r-
104 r. Hand I: Überschriften in Auszeichnungsschrift, lat. Begriffe in Minuskel. Kalligraphische Initialen, z.T.
links der Schriftraumgrenze. 40 v Anmerkungen von einer weiteren Hand. Brauner Kalbledereinband über drei
Bünden, mit Rollen- und Plattenstempeln, Goldpressung. Vorderseite Plattenstempel: Hessisches Wappen,
darüber Initialen: WLZH (Wilhelm Landgraf zu Hessen), darunter Jahreszahl: 1565. Rückseite Plattenstempel:
Simson; darüber: WGBBV (Was Gott beschert bleibt unverwehrt), darunter Bibelzitat (Ri 14,14): SPEIS GENG
VOM FRESSER VND SVSSIGKEIT VOM STARCKEN IVDIC. (Zitat auch auf dem Wappen der
evangelischen Universität Helmstedt). Vorne und hinten Rollenstempel: vier Evangelisten, figürliche Dar-
stellungen. Restaurierung 1972.

Herkunft: Handschrift aus dem Besitz des Landgrafen Wilhelm IV. zu Hessen-Kassel, vgl. Einband. Datierung
anhand der Angabe auf dem Einband.

Schreibsprache: hochdeutsch mit spezifisch mitteldeutschen Formen.

Literatur: Wille, S. 77; Wilken, S. 504; Digitalisat: http://digi.ub.uni-heidelberg.de/cpg532.

l r—42 r [MODESTIN FACHS,] PROBIERBÜCHLEIN. (1. l r-10 v) Kap. 1-5. >Wie man
einen Probier ofen recht außteilen vnnd machenn soll<. Einn gerechter vnd gewisser
probier offenn ... - (2. ll r-24 v) Kap. 6-23. >... wie man die Ertz mitt Ihrenn zusetzen
probierenn soll<. - (3. 25 r-27 v) Kap. 24 und 25. >... wie du die gewichtt versiehen solt im
probiren<. - (4. 28 r-42 r) Kap. 26-34. >... wie man dieselben Metall auß den Ertzen
gemachtprobiren soll. Wie volgett<. ... 42 r... kanstu es gebrauchen zu denn golttproben.
Modestin Fachs war Münzmeister in Leipzig; frühester erhaltener Nachweis: Probier
Büchlem [...] zum ersten mal in Druck verfertiget/ Durch weylandt H. Modestm Fach-
sen/ Fürstlichen Anhaldischen gewesenen Müntzmeister; vnd Wardien zu Leipzig [...]
Fachs, Modestinus, Leipzig: Zacharias Bärwald, 1595 (VD 16, F 542). Text geprüft an der
Ausgabe Amsterdam 1669, digitalisiertes Exemplar der SLUB Dresden; darin Vorrede
datiert: 1567. - 42 v-42a ;:' v leer.

43 r-72 r REGULA ALLEGATIONIS. (1. 43 r-57 v) >Regula allegationis<. Erstlich ist zu
wissenn, daß man muß haben zu einer Jdenn beschieckung ein gewißen satz ... 57 V... Vsus
et magistra rerum experientia docebunt Religua. Regel, Rechenexempel, Probe. - (2. 58 r-
64 v) >Muntz schlag Richtpfennig zu findenn<. Erstlich muß ich haben, ein Muntzgewicht
das gar inst [?] gewicht sey, aus der Colnischen marck ... 64 v... das kleinen zu leichte. - (3.
64 v-69 v) >Saluatio<. Saluatio ist ein Regell, das man mag wiessenn, was ein muntz sey so
die fur kumpt wert sey vnnd wie theur man sie sall außgeben vnd Innemen ... Erläuterung

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