Kalning, Pamela; Miller, Matthias; Zimmermann, Karin; Universitätsbibliothek Heidelberg [Editor]
Die Codices Palatini germanici in der Universitätsbibliothek Heidelberg (Cod. Pal. germ. 496 - 670): bearb. von Pamela Kalning, Matthias Miller und Karin Zimmermann ... — Wiesbaden, 2014

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Cod. Pal. germ. 552

34 Rezepte, zahlreiche davon identisch in 186 r—196 v. Text: Sorbello-Staub (s.o. Lit.),
S. 106-174 (Sigle H2). - 204 v leer.

3. 205 r ANLEITUNG ZUM BORTENWIRKEN. >Das lintwurm portlem<. Item wildu
dnngen ein portlein haist ein lintwurm so mussen eur 3 dar czu sein ... Fortsetzung von
114 v.

4. 205 v MEDIZINISCHES REZEPT. >Item ein gutpulfer fvr den stain ...<.

5. 206 r-207 v ROSSARZNEI (Auszug, Fortsetzung von 185 v). (5a. 206 r/v) >Wen ein pferd
stettig ist<. Dem thu dy haut auff vnd spalt im dy haut ... 9 Rezepte. - (5b. 207 r/v) Item
wenn ein pferd das [!] die kelsucht hat nym rethich vnd merrich vnd knoblich ... 3
Rezepte. - 208'' :' leer.

IV.

Bll. 209 ;:'-225 ;:\ Lagen: (VI-3) 2I/ + (V-2) 225". Wz.: Ochsenkopf mit einkonturiger Stange und Blume, darunter
Dreieck, Piccard 2, Typ XII/811 (Augsburg u.a. 1471-1477).

- 209' :'-225' :' leer.

PK

Cod. Pal. germ. 552

Losbuch • Geomantie • Lebensplaneten • Verworfene Tage

Pergament • 58 Bll. • 23 x 16,8 • Grünsfeld ■ 1492

Lagen: 1 (Spiegel) + 2 V 20 + VI 32 + V 40b" (mit Bl. 40a*) + 2 IV 56 + 1 (Spiegel). Pergament mit Fehlern (Löcher,
Nähte), Spiegel aus Papier. Foliierung des 17. Jhs.: 1-56, Bll. 40a*-40b* mit moderner Zählung. Schriftraum (l v-
40 v rundum blind geritzt, 41 r-42 v links, rechts und oben mit Tinte, 44 r-51 v rundum mit Tinte, 52 v, 54 v-55 r links
und rechts mit Tinte begrenzt): 16,2-19,8 x 9,5-14,2; Zeilenzahl variierend. 17 rN0 v Text versweise abgesetzt.
Kalligraphische Bastarda von einer Hand (Heinrich Meise von Würzburg). 41 r-42 v Lombarden in Rot über zwei
bis fünf Zeilen, 52 v Initialen Tintenfarben. 17 r-40 v Paragraphzeichen in Rot und Blau. Überschriften und Texte
in Tabellen zum Teil in Rot. Insgesamt übliche Rubrizierung. Im vorderen Buchdeckel auf der Innenseite eine
drehbare Messingplatte eingearbeitet, darauf ein Engel im Zeigegestus, der auf die darumliegenden Felder der
zwölf Apostel weist. 3 r-4 v, 43 v-51 v Tabellen in Rot und Schwarz (4 V auch Blau), darin zahlreiche geomantische
Figuren in Rot. 53 r und 54 r kreisförmige Schemata zur Ermittlung der Lebensplaneten in Schwarz und Rot. 55 r
Darstellung der verworfenen Tage anhand von Punkten und übergeschriebenen Buchstaben. 5 r-16 v 24 ring-
förmige Schemata zur Ermittlung der Schicksalssprüche, in ihrem Zentrum Darstellungen der jeweiligen
Ringbezeichnungen in Deckfarbenmalerei (Durchmesser 2,9-3,2). Stark beschädigter, ehemals rot eingefärbter
Schweinsledereinband über Holz auf drei Bünden; auf den Schnitten: oben Hylf Sancta Maria Gottes mut[tr],
vorne Jhesus Maria Johannes xre [?] unten Auasilayca [?] Dei miserere mey. Reste einer Schließe (Messingteile
verloren). Rundes Signaturschild, modern: Pal. Germ. 552.

Herkunft: Autograph des Heinrich Meise von Würzburg, der die Hs. im Auftrag des Grafen Asmus (Erasmus)
von Wertheim-Freudenberg (um 1453—1509; EST N.F. 16, Taf. 153; vgl. Joseph Aschbach, Geschichte der

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