Kalning, Pamela; Miller, Matthias; Zimmermann, Karin; Universitätsbibliothek Heidelberg [Editor]
Die Codices Palatini germanici in der Universitätsbibliothek Heidelberg (Cod. Pal. germ. 496 - 670): bearb. von Pamela Kalning, Matthias Miller und Karin Zimmermann ... — Wiesbaden, 2014

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Cod. Pal. eerm. 569

fecisti. Sancti spiritus assit nobis gracia. Text: AH 53 Nr. 70. BENEDICTA SEMPER
SANCTA SIT TRINITAS, Notker Balbulus zugeschrieben (Sequenz zum Dreifal-
tigkeitssonntag). >De sanctissima trinitate<. BEnedicta semper sancta sit trinitas deitas ...
Pater filius sanctus [bricht ab]. Text: Hermann Adalbert Daniel, Thesaurus hymnologi-
cus, sive hymnorum canticorum sequentiarum ... collectio amphssima, Bd. 1, Hildesheim
(u.a.) 1973 (Nachdr. der Ausg. Halle/Leipzig 1841-1846 [3 Bde.]), Bd. 2, S. 49f. Nr. 45.

KZ

Cod. Pal. germ. 569

Fragstücke zur Ubiquität und zum Abendmahl

Papier • 26 Bll. • 21,2 x 16 ■ Kurpfalz (?) • 4. Viertel 16. Jh.

Lagen: (II+l) 4 (mit Bl. 1*) + 4 II 20 + (II+l) 26 (ohne Bl. 21). Vorne und hinten je ein modernes, ungezähltes
Vorsatzbl., Spiegel ebenfalls modern. Unregelmäßige Blattreklamanten. Foliierung des 17. Jhs.: 1-20, 22-26,
Bl. 1* mit moderner Zählung. Wz.: zwei Varianten Wappenschild mit steigendem Löwen (Bll. 9-26; eine

Variante identisch in Cod. Pal. germ. 177, Bl. 15-15a ::", 70-75, in Cod. Pal. germ. 223, Bll. 14-16/19-21, Cod.
Pal. germ. 243, Bll. 74-75/80-80a ;:" und Cod. Pal. germ. 506), nicht nachweisbar; Adler-/Rabenkopf (?) in
Wappenschild (Bll. 5-8), mcht nachweisbar. Schriftraum (links durch Knicke begrenzt): 18—18,5 x 10—13; 18-20
Zeilen. Deutsche Kursive des 16. Jhs. von einer Hand. Überschriften und hervorgehobene Wörter und Zitate in
Auszeichnungsschrift. Moderner Pappband. Rückentitel auf Papierschild: 569 (19./20. Jh.). Rundes
Signaturschild, modern: Pal. Germ. 569.

Herkunft: Datierung nach dem Schriftbefund, Lokalisierung nach der Schreibsprache. Ein Fehler auf Bl. 12 r
(Textwiederholung) belegt, dass es sich bei dem Text um eine Abschrift handelt. l* 1 Capsanummer: C. 74; alte
römische Signatur: 2153; Signatur: N a 569 (19./20. Jh.). l ::" r Bleistifteintrag: Pr. pr. V Federprobe (17./18. Jh.):
amatissime Sig. Emmi.

Schreibsprache: südrheinfränkisch mit mitteldeutschen Formen.

Literatur: Wille, S. 80; Wilken, S. 508; Digitalisat: http://digi.ub.uni-heidelberg.de/cpg569.

l r-26 v FRAGSTÜCKE ZUR UBIQUITÄT UND ZUM ABENDMAHL. >Glaubstu
das vnser Herr Jesus Christus, der wahrer Gott vndt mensch ist allenthalben sey, vndt alle
ortt erfulle, mit seiner gegenwarth?<. Gleich wie ich von hertzen glaube vnd bekenne, aaß
Christus nicht allein mensch, Sondern auch wahrhaftiger vndt vnendlicher Gott sey ... 10 v
vndt allen Irthumben kräftiglich steuren. Amen. >Fragstück von Handel des heyligen
nachtmals vndt sonderlich von den mundtlichen vndt Leiblichn weis, den Leib vndt das
Blutt Christi zu essen zu trincken, so von etzlichen wirdt furgegebenn<. >Woruon ist
heutigs tags der streitt im handell vom nachtmall des herren, zwischen denen, so sich
Luthensch nennen, vndt die man mit nahmen Caluinischen ausrufft?<. Der streitt ist nicht
von dem was im //ey[ligen] Abendtmal vns vom Herren Christo furgesteltt vndt
angebotten werde ... 26 v Ist es aber eine leibliche vndt mundtliche weis, kan es nicht ein
himlische vndt vbernathurliche weis zu eßen sein etc. FINIS. Der Autor des Textes stellt
sich gegen die von der lutherischen Seite angenommene Vorstellung von der leiblichen
Realpräsenz im Abendmahl und von der Ubiquität auch der Menschheit Christi. Diese

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