Kalning, Pamela; Miller, Matthias; Zimmermann, Karin; Universitätsbibliothek Heidelberg [Editor]
Die Codices Palatini germanici in der Universitätsbibliothek Heidelberg (Cod. Pal. germ. 496 - 670): bearb. von Pamela Kalning, Matthias Miller und Karin Zimmermann ... — Wiesbaden, 2014

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Cod. Pal. eerm. 588

Cod. Pal. germ. 588

Salomon Codomann: Predigten

Papier • 48 Bll. an Druck • 19,9 x 15,7 • Amberg • 1596

Hs. mit angebundenem Druck (Bll. 43-60). Lagen: II 2 (mit Spiegel [= 2 Bll.], Bll. + ... + II 62 (mit Spiegel

[= 2 Bll.]). Foliierung des 17. Jhs.: 1-60, Bll. 1*—2*, 42a ;:"H-2b*, 61 ;:'-62 ;:‘ mit modernen Zählung. Wz.: Wappen
Pfalz-Bayern, geviert, darüber Buchstabe H, ähnlich Piccard, WZK, Nr. 25.762 (Sulzbach 1591).
Pergamenteinband über Pappe auf fünf durchgezogenen Bünden mit Platten-, Rollen-, Einzelstempeln und
Streicheisenlinien in Rauschel fiir Kurfürst Friedrich IV. von der Pfalz, Vorderseite Platte ‘Kreuzigung’ in
ovalem Lorbeerkranz, oben: F P C [Friedrich Pfalzgraf Churfürst], unten Jahreszahl: 1596, Rückseite Platte
‘Sündenfall’ in ovaler Rollwerkkartusche (zum Einband vgl. Matthias Miller, in: Schlechter, Otthemrich,
Nr. 41; mit Abb. und weiterer Lit.). Blau-weißes Kapital. Zwei Verschlussbänder aus blau-rosa Gewebe, zum
Teil abgerissen. Rundes Signaturschild, modern: Pal. Germ. 588.

Herkunft: Datierung und Lokalisierung aufgrund inhaltlicher Kriterien. Bei der Hs. handelt es sich sehr
wahrscheinlich um ein Widmungsexemplar für Kurfürst Friedrich IV. von der Pfalz, zu dessen 22. Geburtstag
am 15. März 1596 die handschriftlich enthaltene Predigt (l r-42 v) von Salomon Codomann in der Kirche St.
Georg in Amberg gehalten wurde. Vorderdeckel Capsanummer: C. 142 (aus der jüngeren Schlossbibliothek; vgl.
Kat. Heidelberg, UB 6, S. XVI Anm. 33).

Literatur: Wille, S. 80; Wilken, S. 510; Digitalisat: http://digi.ub.uni-heidelberg.de/cpg588.

I.

Handschriftlicher Teil (Bll. l-42b*). Lagen: 11 H 42b‘ (mit Bl. 42a ;:') + [Druck]. Zeitgenössische Paginierung des
handschriftlichen Teils: 1—81 [= Bl. 41]. Regelmäßige Seitenreklamanten. Wz.: zwei Varianten Wappen, geteilter
Schild, unten Rauten, oben halber Adler [Löwe], darüber Buchstabe E (Wappen Schrobenhausen; Bll. 1—24,
26/27), darunter vergleichbar Piccard, WZK, Nr. 25.020; kleine Variante Wappen, geteilter Schild, unten
Rauten, oben halber Adler [Löwe], darüber Buchstabe E (nur schwer erkennbar, Identifikation unsicher;
Bll. 25/28, 29-40), nicht nachweisbar; gespaltener Schild Pfalz-Bayern, im Schildhaupt Krone, im Schildfuß
Reichsapfel (Bll. 41-42b“'), ähnlich Friedrich von Hössle, Bayerische Papiergeschichte, in: Der Papierfabrikant
1927, Heft 29, S. 451 (Papiermühle Oberöhlsbach/Oberpfalz 1597-1618). Schriftraum (links durch Kmcke
begrenzt): 15-16 x 12-12,5; 15-17 Zeilen. Deutsche Kursive des 16. Jhs. von einer Hand. Überschriften und
Bibelzitate im Text in Auszeichnungsschrift, auf Bl. l r die jeweils erste Zeile der Absätze in rotbrauner Tinte.
Am Rand ausgeworfene Betreffe. Stockflecken.

Schreibsprache: unspezifisches Hochdeutsch mit einigen bairischen Sprachformen und Schreibeigentümlich-
keiten.

l r-42 v SALOMON CODOMANN, PREDIGT ÜBER PS. 20, gehalten am 22.
Geburtstag Kurfürst Friedrichs IV. von der Pfalz (15. März 1596) in der Kirche St.
Martin/Amberg. >Christliche Predigt Vber den XX. Psalm Dauidts ... Zu Christlichem
angedencken der frölichen geburtszeit, des Durchleuchtigsten, Hochgebornen Fürsten vnd
Herrn, Herrn FRIDERICHEN IV. Pfaltzgrauen bei Rhein ... als jre Churf. gnaden das
erste mal, in dero Chur vnd Hauptstadt Amberg, jren geburtstag Christlich begangen. ...
Aus vnterthenigster Reuerentz vnd schuldigstem gehorsam, in der Hauptkirchen bei S.
Martin, den 5. Martij im Jar 1596 gehalten, Durch Salomonem Codomanum, Curiensem,
Prediger daselbst bei S. Georgen<. 2 r >Christliche Predigt aus dem XX. Psalm Dauidts<.
Das wir, geliebte im Herrn, vff dißmal nicht bey vnserm gewönlichen text vnd erklärung
der Apostelgeschicht bleiben, sondern diesen angehörten Psalm Dauidts zu erklären

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