Miller, Matthias; Zimmermann, Karin; Kalning, Pamela; Universitätsbibliothek Heidelberg
Die Codices Palatini germanici in der Universitätsbibliothek Heidelberg (Cod. Pal. germ. 671-848) — Wiesbaden, 2016

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Cod. Pal. germ. 695

Cod. Pal. germ. 695
Gespräch zwischen Meister und Jünger über Daniel • Branntweintrak-
tat
Papier • 76 Bll. • I. 21 x 14/11. 20,3 x 14-1. Südbayern / II. Westmitteldeutschland • 1. Viertel
15. Jh.
Hs. aus 2 Teilen zusammengesetzt (I. Bll. 1—48c*; II. Bll. 49-71*)- Lagen: I1’ (mit Spiegel) + ... + I72* (mit Spie-
gel). Foliierung des 17. Jhs: 1, 12, 2-11, 13-69, Bll. 1% 48a*-48c*, 70*-72* mit moderner Zählung. Wz.: AMG/
SERAFINI/ FABIANO, 17./18. Jh., vgl. Kat. Heidelberg, UB 11, S. XIV. Pergamenteinband des 17./18. Jhs.
Rückentitel goldgeprägt: 695. Beige-rotes Kapital. Rundes Signaturschild, modern: Pal. Germ. 695.
Herkunft: lr römische Signatur: 695 P.
Literatur: Bartsch, Nr. 315; Wilken, S. 523; Kat. HSA-BBAW, Günther Jungbluth, September 1938, 5 Bll.;
Digitalisat: http://digi.ub.uni-heidelberg.de/cpg695.

I.
Bll. l-48c*. Lagen: (VI+1-1)11 (Bl. 12 fehlerhaft nach Bl. 1 eingebunden) + 2 VI36 + V46 + (III-l)48c*. Wz.: Glocke,
Piccard, WZK, Nr. 40.473 (Würzburg 1405). Schriftraum (rundum durch Tintenstriche begrenzt): 14,7 x 9,2;
27-28 Zeilen. Bastarda mit Schleifen von einer Hand. Übliche Rubrizierung. lr, 2r, 6V, rote Initialen über 2-3
Zeilen. 8r, 19v, 33v u.ö. am oberen Textrand nach oben verlängerte, rubrizierte Initialen. Regelmäßig am Rand
und interlinear Korrekturen von derselben Hand, 13r am unteren Blattrand: jrsallentz [?]. Korrekturen lr, 36v,
Notiz 13r und Schlussformel 48r rot umrahmt. Fehler im Text regelmäßig tintenfarbig expungiert und in Rot
durchgestrichen (7r/v, 8r, 18v, 23v u.ö.). 17r am Rand: Nota. 20r am Rand Markierung. Bl. 1 und Bl. 25 beschädigt
(kaum Textverlust).
Herkunft: Datierung anhand von Schrift- und Wasserzeichenbefund. lr von einer Hand des 16. Jhs. Titel: 125 [?]
predige die sich anheben Trahe me Post te. lr Signatur: 2143. 25r Capsanummer: C. 90, unten römische Signatur:
948. Hs. vielleicht aus der Augsburger Bibliothek Ulrich Fuggers.
Schreibsprache: südbairisch.
lr-48r GESPRÄCH ZWISCHEN MEISTER UND JÜNGER ÜBER DANIEL. Trahe
mepost te curremus [Ct 1,3] in odorem unguentorum tuorum ... Also stet geschriben in den
Buch der liebe, Czühe mich nach dir... Wir lesen lieber Junger daz die, die da dinten ... 47'
... vnd yn wider setzen, in sein jnners reich. In disen puncten ist die gantz materie beslo-
ßen. Gebet: 47v Nü rüffe ich an, die ewigen Weisheit... 48r... In gantzen gelaße mich zu
kerende, Das vns daz beden widerfare, daz verleihe mir vnd dir got der vatter, vnd der
sone, vnd der heilige geist Amen. >Also diß Buechel hat ein ende, der herre sein vngnade
von vns kere vnd wende:<. Als Autoritäten werden genannt: St. Bernhard (4r, 7V); St. Di-
onyisius (4r/v); St. Augustinus (4V, 30v, 42r); Boethius (5V); Seneca (31r); St. Anselmus (38v);
St. Gregorius (41r)- - 48v-48c*v leer.

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