Miller, Matthias; Zimmermann, Karin; Kalning, Pamela; Universitätsbibliothek Heidelberg
Die Codices Palatini germanici in der Universitätsbibliothek Heidelberg (Cod. Pal. germ. 671-848) — Wiesbaden, 2016

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Cod. Pal. germ. 696

II.
BH. 49-71:i-, Lage: (XII-l)71*, nach Bl. 70* ein leeres Bl. herausgeschnitten. Auf den Versoseiten am unteren Rand
Ziffern in einer Schrift des 15. Jhs. (Foliierung?): 1 (49r), 2, 5-20 (68'). Wz.: Lilie, Piccard, WZK, Nr. 127.514
(Solothurn 1418). Schriftraum (rundum durch Striche oder blind begrenzt): 13,5-14,5 x 8-9,5; 17-21 Zeilen.
Bastarda von einer Hand. 49r, 52r cadellenartige Initiale. 49r, 52r, 54v, 60v rote Initialen über 2 Zeilen. Initialen
der Rezeptanfänge regelmäßig vergrößert. Spärliche Rubrizierung. Überschriften rot umrandet. Gelegentlich
Zeilenfüllungen in Rot, tintenfarbige Blümchen. 56v Kreuz am Rand. Blätter stark gebräunt und verschmutzt,
Bl. 49 beschädigt. Ränder unregelmäßig.
Herkunft: Datierung nach Schrift und Wasserzeichenbefund, Lokalisierung nach der Schreibsprache.
Schreibsprache: südrheinfränkisch.
Literatur: Keil, Branntweintraktat, S. 78-81.
49r-69r BRANNTWEINTRAKTAT. >Von gebrantem wine vier gancze Capitdel die do
uß gezeichent sint worden an dry en enden vz dryn buchern<. - (1. 49r-51v) >DJs buch seit
war zu gebrant win gut sy<. Er ist gut für alle die siechtagen ... 51v... wyne sie kument zu
hant wider. - (2. 52r-54r) >Diß ist daz ander Capidtel von gebrantem wyn<. Wißent daz
die hohen meister schribent von dem gebranten wyn vnd zu dem ersten daz er heilet die
siechtum des heubtes ... 54r... Essig gut zu machen der verdorben ist. - (3. 54v-60r) >Dis ist
daz dritte Capitel von den togenden dez gebranten wynes der uß rotem win wirt ge-
brant<. Aqua vite ist zweyerley daz eyn wirt gemäht von win ... 60r... daz habe ich allez
bewert. - (4. 60v-69r) Dis ist daz vierde Capitdel vnd daz leste ... Zum ersten won sin ey-
nes notdürftig ist zu den äugen ... 69r... in gußet als recht ist. etc. Text (nach dieser Hs.):
Keil, Branntweintraktat, S. 81-89. - 69v-72*v leer.

PK

Cod. Pal. germ. 696
Sammelhandschrift
Papier • 316 Bll. • 22 x 16,1 • verschiedene Orte • um 1420 - um 1590
Hs. aus 30 Faszikeln zusammengesetzt (I. Bll. 1-2; II. Bll. 3-12; III. Bll. 13-36; IV. Bll. 37-40; V. Bll. 41-68; VI.
Bl. 69; VII. Bll. 70-79; VIII. Bll. 80-81; IX. Bll. 82-89; X. Bll. 90-101; XI. Bll. 102-113; XII. Bll. 114-137; XIII.
Bll. 138-141; XIV. Bl. 142; XV. Bll. 143-144; XVI. Bll. 145-146; XVII. Bll. 147-154; XVIII. Bll. 155-170; XIX.
Bll. 171-174; XX. Bll. 175-178; XXL Bll. 179-186; XXII. Bll. 187-192; XXIII. Bll. 193-204; XXIV. Bll. 205-240;
XXV. Bl. 241; XXVI. Bll. 242-250; XXVII. Bll. 251-290; XXVIII. Bll. 291-294; XXIX. Bll. 295-312; XXX. Bll.
313-315). Lagen: I1 (mit Spiegel) + ... + I316’ (mit Spiegel). Foliierung des 18. Jhs.: 7-5, 77 [= Bl. 13], modern
ergänzt: 6-316*, Bl. 1* ebenfalls mit moderner Zählung. Wz.: AMG/ SERAFINI/ FABRIANO in Ornament-
rahmen, 17./18. Jh., vgl. Kat. Heidelberg, UB 11, S. XIV; Lilie in Doppelkreis (identisch im Vorsatz von Cod.
Pal. germ. 302 und 745), nicht nachweisbar. Pergamenteinband des 18. Jhs. (römisch), Rückentitel goldgeprägt:
696. Gelb-rosa Kapital. Rundes Signaturschild, modern: Pal. Germ. 696.
Herkunft: Zur Herkunft einzelner Faszikel s.d. Capsanummern und alte römische Signaturen bei den einzelnen
Faszikeln. Bibliothekstitel des 18. Jhs. von der Hand Hieronymus Schimmelpfennigs, der in den 1720er Jahren
mit der Katalogisierung der deutschsprachigen Palatina-Handschriften in Rom betraut war, vgl. seine beiden

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