Minst, Karl Josef [Übers.]
Lorscher Codex: deutsch ; Urkundenbuch der ehemaligen Fürstabtei Lorsch (Band 3): Schenkungsurkunden Nr. 819 - 1999, Wormsgau — Lorsch, 1970

Seite: 106
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übergeben. Zu dessen Seelenheil schenke, übergebe und übertrage ich ihn als immerwähren-
des Eigengut. Der Besitzwechsel ist damit vollzogen. Geschehen im Kloster Lauressam
(Lorsch) am 7. Oktober im 3. Regierungsjahr (771) unseres Herrn, des Königs Karl. Hand-
zeichen des Sigimund, welcher gewünscht hat, daß diese Schenkungsurkunde ausgestellt
werde. Samuel hat sie geschrieben.

URKUNDE 1074 (2. Februar 828 — Reg. 3227)
Schenkung des Berber im gleichen Dorf unter Kaiser Ludwig und Abt Adalung

Im Namen Gottes mache ich, Berher, eine Vergabung. Ich entbiete sie dem heiligen
Märtyrer Nazarius, dessen Leib im Kloster Lauressam (Lorsch) ruht, dem der ehrwürdige
Adalung als Abt vorsteht. Es ist mein Wille, daß meine Gabe auf immer hingegeben sei.
Ich schenke in pago wormatiense (im Wormsgau), und zwar in der Gemarkung

Carlobach (Karlbach, G-, K-, sö. und s. Grünstadt/W.) eine Hof reite und 15 Morgen
Land. Mit Rechtswirkung vom gegenwärtigen Tag schenke, übergebe und übertrage ich
dies alles als ewiges Eigentum. Der Vertrag wird hiermit gefertigt. Geschehen im Kloster
Lorsch am 2. Februar im 15. Regierungsjahr (828) des Kaisers Ludowig. Handzeichen des
Bernhard, welcher gebeten hat, daß diese Schenkungsurkunde ausgestellt werde. K\(t)w'm
hat sie geschrieben.

URKUNDE 1075 (11. April 768 [?] — Reg. 269)
Schenkung des Fridehelm im gleichen Weiler unter König Ludwig und Abt Adalung

In Christi Namen, am 11. April im 12. (?) Regierungsjahr (76718?) des Königs Pipin,
mache ich, Fridehelm, eine Stiftung. Ich wende sie, mit dem Wunsche ewiger Dauerhaftig-
keit, dem heiligen Märtyrer Nazarius zu, dessen Leib in dem in pago rhenense (im Ober-
rheingau) gelegenen Kloster Lauressam (Lorsch) ruht, dem der ehrwürdige Herr Gunde-
land als Abt vorsteht. Ich schenke, übergebe und übertrage einen Weinberg in pago wor-
matiense (im Wormsgau), in der Gemarkung

Carlobach (Karlbach, G.-, K-, sö. und s. Grünstadt/W.) aus meinem in das Eigentums-
und Herrenrecht des Hl. Nazarius. Möge er ewiges Eigentum bleiben. Die Schenkung ist
damit in Rechtskraft erwachsen. Geschehen im Kloster Lorsch. Tag und Zeit wie oben.
Handzeichen des Fridehelm, welcher ersucht hat, daß diese Schenkungsurkunde ausgestellt
werde.

URKUNDE 1076 (April 770 — Reg. 481)
Schenkung des Reginhcr in demselben Dorf unter König Karl und Abt Gundeland

Im Namen Gottes verabfolgen wir, Reginher und Adela, meine Gattin, eine fromme
Spende. Wir entbieten sie dem heiligen Märtyrer Nazarius, dessen Leib in dem in pago
rhenense gelegenen Kloster Lauressam ruht, dem der ehrwürdige Herr Gundeland als Abt
vorsteht. Mit dem Wunsche, daß unsere Gabe von ewiger Beständigkeit sei, schenken wir
all unser Eigentum in pago wormatiense (im Wormsgau), alles das, was wir in

Ciricheim (Kirchheim a. d. Eck s. Grünstadt/W.) und

Carlobach (Karlbach, G.-, K-, sö. und s. Grünstadt/W.) besitzen, nämlich eine halbe
Hofreite mit allen darauf stehenden Bauten, nämlich Wohnhaus und landwirtschaftlichen
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