Minst, Karl Josef [Transl.]
Lorscher Codex: deutsch ; Urkundenbuch der ehemaligen Fürstabtei Lorsch (Band 3): Schenkungsurkunden Nr. 819 - 1999, Wormsgau — Lorsch, 1970

Page: 156
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freiwillig gereicht wird. Ich schenke in pago wormatfiensi — im Wormsgau), und zwar in
der Gemarkung

Bruniheim (Bornheim nw. Alzey/Selz nw. Worms/R.) eine Hofreite, drei Weingärten
und überhaupt alles, was ich bisher dort besessen habe. Vom gegenwärtigen Tag an
schenke, übergebe und übertrage ich dies alles im Namen Gottes als immerwährendes
Eigentum. Urkund dessen untenstehende Fertigung. Geschehen in monasterio laurissamensi
(im Lorseber Kloster) am 13. Juni im 30. Regierungsjahr (798) des Königs Karl. Hand-
zeichen von Herwin, der diese Schenkung durchführte und deren schriftliche Festlegung
erbat.

URKUNDE 1208 (um 800 — Reg. 2825)

Schenkung des Gozhelm in der Monsheimer Gemarkung unter König Karl

Ich, Gozhelm, übereigne im Namen Gottes ein Geschenk an den heiligen Märtyrer Na-
zarius, dessen Leib im Lorscher Kloster in pago renensi (im Oberrheingau) ruht. Meine
Zuwendung sei auch ausgerichtet an jene Knechte Gottes, welche ebendort unter dem ehr-
würdigen Abt Richbodo (784—804) ihrem Dienst nachkommen. Ich wünsche, daß meine
Gabe immerdar in Kraft bleibe und erkläre, daß sie durchaus freiwillig gereicht wurde.
Ich schenke in pago wormat(iensi — im Wormsgau), in der Gemarkung
Munnesheim (Monsheim w. Worms), und zwar in der sogenannten
Masanza (nicht mehr feststellbare Monsheimer Flur) einen Weingarten. Ich schenke,
übergebe und übertrage ihn als ewiges Eigengut. Vertraglich abgeschlossen. Geschehen in
monasterio laurissamensi (im Lorseber Kloster). Tag und Zeit wie oben. Handzeichen des
Gozhelm, welcher diese Schenkung gemacht und veranlaßt hat, daß sie beurkundet werde.

URKUNDE 1209 (4. März 792 — Reg. 2361)

Schenkung des Er(l)olf im gleichen Weiler unter König Karl und Abt Ridibod

Ich, Erlolf, bringe im Namen Gottes am 4. März im 24. Regierungsjahr (792) des
Königs Karl eine Opfergabe dar. Ich wende sie dem heiligen Märtyrer Nazarius zu, dessen
Leib in dem in pago renensi (im Oberrheingau) errichteten Lorscher Kloster ruht, bezie-
hungsweise jener in Heiligkeit lebenden Mönchsgemeinschaft, welche ebendort unter ihrem
Abt, dem ehrwürdigen Richbodo ihrem Dienst nachkommt. Es ist mein Wille, daß meine
Gabe für ewige Zeiten dargereicht sei, und ich bestätige, daß sie durchaus freiwillig
gegeben wird. Ich schenke in pago wormatfien.« — im Wormsgau), in der Gemarkung

Munnesheim (Monsheim w. Worms) eine Hof reite, 30 Joch Ackerland, vier Weinberg-
stücke und (fünf) Leibeigene, nämlich

Zeizlüb und Lübrecht,

deren Kinder Lambrecht und

Richolf, Ratgart.
Mit Rechtswirkung vom gegenwärtigen Tage schenke, übergebe und übertrage ich dies alles
im Namen Gottes als immerwährendes Besitztum. Von heute an und für alle Zukunft
soll es, gestützt auf diese vertragliche Ubereinkunft, jener Stätte als Vermögenszuwachs
dienen. Geschehen in monasterio laurissamensi (im Lorscher Kloster). Tag und Zeit wie
oben.
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