Minst, Karl Josef [Übers.]
Lorscher Codex: deutsch ; Urkundenbuch der ehemaligen Fürstabtei Lorsch (Band 3): Schenkungsurkunden Nr. 819 - 1999, Wormsgau — Lorsch, 1970

Seite: 189
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URKUNDE 1302 (20. März 782 — Reg. 1736)
Schenkung von (Roduin und) Wildergoz ebenda unter König Karl und Abt Gundeland

Wir, Roduin und Wildergoz, meine Gemahlin, machen im Namen Gottes eine Schen-
kung an den heiligen Mätryrer Nazarius, welcher in monasterio laurissamensi (im Lorscher
Kloster) ruht, dem Gundeland als Abt vorsteht. Wir geben auf ewig zu eigen in

Wacchenheim (Wachenheim w. Worms) sechs Leibeigene, ein Bauerngut, eine Hof reite
mit Wohn- und Wirtschaftsbauten und alles, was wir dort an Ländereien besitzen. Darauf-
hin erfolgt feierliches Handgelöbnis. Geschehen im Lorscher Kloster am 20. März im
14. Jahr (782) des Königs Karl.

URKUNDE 1303 (28. August 770 — Reg. 541)
Schenkung des Irminfrid in Wachenheim unter Karl dem Großen und Abt Gundeland

In Christi Namen, am 28. August im 2. Jahr (770) des Königs Karl. Ich, Irminfrid,
wende dem heiligen Märtyrer Nazarius eine Gabe zu. Sein Leib ruht im Lorscher Kloster,
dem der ehrwürdige Gundeland als Abt vorsteht. Es ist mein Wunsch, daß meine Stiftung
von ewiger Dauer sei, und ich erwähne ausdrücklich, daß sie aus völlig freiem Willen
erfolgt. Ich schenke in pago wormatfz'ensz — im Wormsgau), und zwar in der Gemarkung

Wackernheim (Wachenheim w. Worms) zwei Leibeigene, nämlich Blitmar undGibelint,
seine Gemahlin, eine Hofreite und alles, was jener Knecht dort besessen hat, Ackerland,
Wiesen und Weinberge. Vom gegenwärtigen Tag an schenke, übergebe und übertrage ich
dies alles im Namen Gottes auf ewig zu eigen. Das Abkommen ist damit rechtswirksam
geworden. Geschehen in monasterio la.nrish.(amensi ~ im Lorscher Kloster). Tag und Zeit
wie oben.

URKUNDE 1304

(Die nachfolgenden Aktennotizen 1304 a bis 1304 o sind Listenbruchstücke eines nicht
chronologisch geordneten Registers mit fehlerhaftem Verzeichnis der Schenkungen im
Ufgau; irrtümlich unter die Wormsgauer Urkunden geraten.)

1304 a (12. Juni in der Zeit zwischen 779 und 783 — Reg. 1894; Vgl. Urk. Nr. 3546.)
Schenkung des Feracher.

Feracher in Lincanheim (Linkenheim n. Karlsruhe) gab eine Hofreite und 15 Mor-
gen Land.

1304 b (30. Dezember 785 — Reg. 1950; Vgl. Urk. Nr. 3547.)
Schenkung des Dymo.

Dimo in Lincanheim (Linkenheim n. Karlsruhe) gab 20 Morgen bebauten und
unbebauten Landes.

1304 c (27. August in der Zeit zwischen 769 und 778 — Reg. 1524; Vgl. Urk. Nr. 3543.)
In Linkenheim.

Hildefrid gab in Lincanheim (Linkenheim n. Karlsruhe) zwei Morgen Land.
1304 d (1. März 792 — Reg. 2359; Vgl. Urk. Nr. 3549). Im gleichen Dorf.

Fruduin gab in Lincanheim (Linkenheim n. Karlsruhe) zehn Morgen Land.
1304 e (13. Juni 766 — Reg. 56; Vgl. Urk. Nr. 3550). In Eggenstein.

Harbo und Rudlind gaben alles, was sie in Eccansten (Eggenstein n. Karlsruhe)

besaßen.
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