Hildebrandt, Adolf Matthias [Oth.]; Siebmacher, Johann [Bibliogr. antecedent]
J. Siebmacher's großes und allgemeines Wappenbuch: in einer neuen, vollständig geordneten u. reich verm. Aufl. mit heraldischen und historisch-genealogischen Erläuterungen (Band 2,3): Der Adel des Königreichs Sachsen — Nürnberg, 1857

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SÄCHSISCHER ADEL. EDELLEUTE.

in den Adelstand. Die Anerkennung dieses Adels in
Sachsen erfolgte auf besondere Verwendung des Fürsten
beim Könige und es wurde dieser Umstand bei der Ver-
öffentlichung der Anerkennung besonders hervorgehoben.

Wappen: Getheilt von R. und S. Oben zwei
Feuerräder, welche aus sechs einzelnen in Form eines
fünfeckigen Sternes zusammengestellten g. Rädchen be-
stehen*), unten leer. — Auf dem Helm wachsend ein
g. Löwe, der einen solchen „Krecker" in den Pranken
hält. — Decken: r., g.

Hretsclunann. (Tafel 39.)

Theodor K., früher markgräfl -ansb., dann k. preuss.
Kammerdirektor, zulezt sächsisch-koburg. Staatsminister,
wurde vom Könige v. Preussen geadelt am 8. Juli 1801.

Wappenbeschreibung s. bayr. Adel S. 91.

Kretzscltniar. (Tafel 39.)

Johonn Gottlieb K., sächs. Fahnenjunker der Kava-
lerie. wurde von K. Leopold II. geadelt 28. Juli 1791.

Wappen: In B. ein s. Schrägbalken. — Auf dem
Helm drei Federn #, s., #. — Decken: b., s.

Hreutzburs;. (Tafel 39.)

Geneal. Notiz und Wappenbeschreibung siehe beim
bayr. Adel S. 91.

Ich bemerke hiezu, dass das Wappen dieses K. dem
des uralten thüringischen, im Bauernstände daselbst noch
blühenden, Geschlechtes Kreutzburg sehr ähnlich ist.

Krieger. (Tafel 39.)

Kristof Leopold K., fürstl. schwarzb. Landkammer-
rath und Domainenpäehter, wurde vom Fürsten Günther
von Schwarzburg - Sündershausen am 18. Dezemb. 1815
geadelt.

Im Königreich angesessen.

Wappen: Geviertet von B. und S. mit r. Herz-
schild, darin eine g. Fruchtgarbe (dies* war das von
d. K. bisher geführte Wappen). 1. und 4. ein gehr,
g. Löwe, 2. und 3. ein # Hirschgeweih. (Die Felder
des Hauptschildes enthalten offenbar Gnadenzeichen aus
dem fürstl.-sehwarzb. Wappen, s. d. in diesem Werke
I. Bd., Taf. 99 ff.) — Zwei Helme: I. ein wachsen-
der geharnischter Mann mit blankem Schwerte, II. zwei
Hirschstangen. — Decken: I. r., g., links #, s. —
Schildhalter: zwei geharnischte Männer mit Lanzen.

KropfT. (Tafel 40.)

Valentin K., welcher vom Erzbischöfe Albrecht von
Mainz bereits einen Wappenbrief erhalten hatte, wurde
von Kaiser Ferdinand I. dd. 5. Nov. 1560 mit Vermeh-
rung des Wappens in den Ritterstand erhoben.

Im Herzogthum S.-Altenburg angesessen.

Stamm wappen: In R. ein s. Sparren von drei
s. Ringen beseitet. — Auf dem Helm drei r. Pfähle,
oben durchlöchert und mit s. Ringen durchzogen. —

Das 1560 v e r m e h r t e Wappen s. bayr. Adel
S. 91. — Ich bemerke, dass man als Kleinod hier
nach einem neueren Siegel: drei Fähnchen r., s. getheilt
findet.

Krosigk, (Tafel 40.)

ein ehemaliges Dinastengeschlecht, das, in den niederen
Adel übergegangen, nach dein Sachsenspiegel fränkischen
Ursprungs, in den sächsischen Landen zuerst bei Halle
und im Erzbisthum Magdeburg vorkommt. Abzwei-

fnngen dieser Familie im XIV. Jahrhunderte sind die
722 t v. Köhler und aus dem Winkel 1.

Im Königreich seit 1788 angesessen.

Wappen: In S. drei r. Pflugschaaren übereinan-
der. Auf dem Helm: ein gr. Kranz (zuweilen auch ein
s., r. gewundener Pausch oder auch eine Krone) dar-
auf mit dem Rücken voneinanderslehend zwei r. Pflug-
sehaaren mit einem g. Baude oder Reif« verbunden. —
Decken: r. und s.

*) Diese auf den Namen anspielende klassische heraldische Figur
lässt sich besser zeichnen als beschreiben.

Krug (Tafel 40.)

von Nidda. Melchior Krug erhielt 1605 von K. Ru-
dolph II. den Adel. Kaiser Leopold I. erneuerte 20. Febr.
1703, allen Brüdern und Gevettern Krugv. N. den Adel.
Nach Andern soll das Geschlecht eine alte Baseler
Patrizierfamiiie sein und zu Anfang des XVI. Jahrhun-
derts von K. Max I. d->n R.-Adel erhalten haben. Noch
Andere sagen, die Familie sei im Jahre 1450 als adelich
aus dem Eisass nach Nidda ins Hessen gekommen.

Wappen: In G. ein von B. und S. gespaltener
Stern, mit einem Krug n. Farbe belegt. (Ich finde in
neueren Abbildungen den Stern der Art, dass die Fasse-
ten abwechselnd b. und s. gemalt sind. — Auf dem
Helm ein g., # Flug, der # Theil mit zwei g. Ster-
nen (bald neben-bald übereinander) belegt.— Decken:
g-

Kuntsch. (Tafel 40.)

Dr. Kristof K., f zu Altenburg 1724 als Comes pa-
latinus, Herr auf Kuhndorf und Langenleuba, fürstl. Rath
etc., erhielt den R.-Adel 1707.

Im S.-Altenburgischen angesessen.

Wappen (Farben unbekannt): Geviertet. I. u. 4.
ein Flug, 2. vier übereinander geschrägte Schwerter, 3.
ein gekr. Helm. — Auf dem Helm zwischen offenem
Flug die Schwerter wie im Schild.

KutsclienKacli. (Tafel 40.)

Joh. Gottlieb K. wurde 19. Nov. 1745 geadelt,
ln S.-AJtenburg und reussischen Landen angesessen.
Wappen: Getheilt. Oben von B. und G. gespal-
ten mit einem Sparren in verwechselten Farben; unten
auf gr. Fuss in R. ein schreitender s. Fuchs. — Auf
dem Helm der Fuchs wachsend. — Decken: rechts
r., s., links b., g.

Kul/.ieben, (Tafel 40.)

thüringischer Uradel, mit den v. Reiche und Zen ge
eines Stammes.

Im Grossherzogthum angesessen.

Wappen: In S. schräggelegt eine Säule. —
Auf dem Helm zwischen Hahnenfedern zwei s., #
getheilte Fähnlein. — Decken: s.

Krau, (Tafel 40.)

Uradel aus der Oberlausiz.

Im Königreich angesessen.

Wappen: In # ein g. Flug. — Auf dem Helm
ein doppelter g. Flug. — Decken: #, g.

IzAiid«Y(ist, (Tafel 40.)

ursprünglich voigtländischer, dann thüringischer Adel.

Wappen: In B. ein s. Balken, darauf drei r. Ro-
sen. — Auf dem Helm zwischen zwei b. Fähnlein ein
Schirmbrett in Farben und Figuren des Schildes. —
Decken: b., s.

liitiiKeiin. (Tafel 40.)

altes Geschlecht aus der Neumark, zu Münchhofen ge-
sessen, von da nach Niederlausiz und in das Königreich
Sachsen gekommen. Der schlesische Zweig führte das
freiherrliche Prädikat.

Wappen: Getheilt. Oben in B. wachsend ein g.
Löwe, unten von G. und geschacht. — Auf dem
Helm der Löwe wie im Schild. — Decken: b., g.

linrisclt. (Tafel 40.)

schlesischer Uradel, in einer Linie gräflich.

Wappenbeschreibung (Stammwappen) siehe
beim preuss. Adel.

Iseesen, (Tafel 40.)

kamen in neuester Zeit aus Holstein nach Gotha. Sol-
len nach Einigen aus Böhmen, nach Anderen aus Däne-
mark stammen, finden sich aber im „Lexicon over
adelige Familihr i Danmark, Norge og Hertugdommene“
nicht.
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