Hildebrandt, Adolf Matthias [Oth.]; Siebmacher, Johann [Bibliogr. antecedent]
J. Siebmacher's großes und allgemeines Wappenbuch: in einer neuen, vollständig geordneten u. reich verm. Aufl. mit heraldischen und historisch-genealogischen Erläuterungen (Band 2,3): Der Adel des Königreichs Sachsen — Nürnberg, 1857

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S/ECIISISCHER ADEL. FREIHERREN.

ein gekrönter halber # Adler *) und 4. in B. eine s.
Rebe mit zwei Trauben und gr. Blättern**). — Drei
Helme: I. (mit r, s. Wulst): eine wachsende r., s.-ge-
spaltene Jungfrau, welche einen gr. Kranz vor sich hält.
Auf dem Haupt hat sie ein r. Barett mit sieben s. Federn
geziert, hinter denen sieben Fähnlein abwechselnd r. und

s. hervorkommen (Burkersroda), II. ein offener Flug b.,
g. übereck schräggetheilt, in jedem b. Plaz ein g. Stern,
(ursprünglich Zech’sches Kleinod), III. drei Federn s.,
b., s. und IV. ein wachsender g. Löwe. — Decken:
I. und IV. r., s., II. b., g. und 111. b., s.

/ r t i 1) e v r e it.

Apel. (Tafel 6.)

Friedrich August Ferdinand Apel, Bürgermeister zu
Leipzig und Besizer der Rittergüter Crostewitz und Traut-
schen, wurde vom Könige von Sachsen d. d. Dresden 9.
Februar 1811 in den Freiherrnstand erhoben. Im König-
reich angesessen.

Wappen: Geviertet mit Herzschild. Dieser ist g. und
hat auf b. Kugel sizend eine # Dohle mit einem g. Fin-
gerring im Schnabel. 1. in B. und 4. in R. ein acht-
strahliger g. Stern. 2. in G. ein Löwe und 3. in S.

ein geharnischter Arm mit einem Schwert. — Drei
Helme: I. der Löwe wachsend, II. zwischen offenem
b., r. Fluge ein g. Stern, III. der Arm wachsend. —
Decken: I. #, g!, II. b., g., III. r., g. — Schildhal-
ter: rechts ein Adler, links ein g. Löwe.

JSac’laofr (Tafel 6.)

von Echt, niederrheinischer Adel, erhielt 1532 vom Kai-
ser Karl V. eine Wappenbestätigung, 1683 den Reichs-
adel und 1691 die Freiherrnwürde. Eine Linie wurde
auch in der Person des dänischen Gesandten Johann
Friedrich Frhrn. ß. von E. am 24. März 1752 in den
Rcichsgrafenstand erhoben. Im Herzoglhuin S.-Allenburg
angesessen.

Wappen: In B. auf gr. Dreiberg schreitend ein s.
Lamm. — Auf dem Helm dasselbe wachsend. — De-
cken: b. und s.

aSeaasii^sj-MareosasBay, (Tafel 6.)
scheinen ein Zweig des 1762 erloschenen Geschlechtes
Chastillon zu sein.

Das Wappen ist dasselbe. Die Familie ist aus Olden-
burg in weimar’sche Hofdienste gekommen.

Wappen: In R. unter g., Schildeshaupte drei s. Pfähle
mit gestürzten Eisenhütlein. Dieselben kommen auch ge-
geneinander gesezt vor — Auf dem Helm ein b., r.,
g. Pausen, darauf ein g. Drachenkopf mit s. Flügen. —
Decken: b., r, g. — Schildhalter : Zwei g. Leopar-
den. — Feldgeschrei: Chastillon !

(Tafel 6.)

aus Oldenburg und resp. Hannover in sächs. Staatsdienste
gekommen. Die F'amilie soll ursprünglich aus Schwaben
stammen und wurde in der Person des grossh. Oldenb.
Kabinetsministers v. Berg, 29. August 1834 (alias 1838)
vom Kaiser von Oesterreich in den Freiherrnsland erhoben.

Wappen: In b.-bordirtem s. Schild auf gr. Dreiberg
stehend eine n. (#) Gemse. — Auf dem Helm wach-
send. — Decken: b. und s»

. (Tafel 6.)

hessischer und thüringischer Uradel, der ursprünglich aus
Mähren stammen soll, Erbkäinmerer in Hessen. Im König-
reich Sachsen angesessen.

Stammwappen: In G. fünf, 2.2.1, gr. Sittiche mit
r, Waffen und Halsbändern. -— Auf dem Helm mit r.,
g. Wulst, zwei r. Stabe, jeder mit einer s. Kugel, darauf
sieben Hahnenfedern besteckt. (Letzner, im Stamm-
buche der v. B. 1592, nennt diess Kleinod »zwei rothe
Küriss-Prügel, deren jeder einen Schneebali mit sieben
schwarzen Ilanenfedern auf sich hat.»)

Diess Stammwappen ist um die Mitte des XVI. Jahr-
hunderts mit dem eines andern f Geschlechtes v. Ber-

*) Gnadenwappen für den 1716 geadelten Bernhard Zech.

**) Ursprüngliches Wappen des ebengenannten Bernhaid Zech.

lips oder Berlepsch, weiches in # drei g. Sparren
zeigt, geviertet worden. Dazu kommt noch ein II.
Helm mit # Hörnern, deren jedes dreimal mit G.
schräggebändert ist. — Die Decken dieses Helmes: #
und g.

, (Tafel 6.)

desselben Stammes wie die oben aufgeführten Grafen.
Joachim Friedrich v. B., k. dänischer Staatsminister (geh.
1696, t 1771), erlangte daselbst die Freiherrnwürde. Der
im S.-Altenburgischen angesessenen Linie scheint der
freiherrliche Titel stillschweigend zuerkannt worden zu
sein, ln Baden erhielt eine Linie durch grossh. Reskript
vom 29. April 1856 diesen Titel ordentlicherweise aner-
kannt. In Bayern wurde ein Glied des Geschlechtes 1828
in der Klasse der Edelleute eingetragen (siehe bayr.
Adel S. 69).

Wappen: Von R. und S. fünfmal gespizt, so dass
sich die unterste Linie in den Schildesfuss verläuft (den
nederste gior en skiev skioldfod wird es im dänischen
Adelslexikon bezeichnet). — Auf dem Helm eine wach-
sende r.-gekleidete Jungfrau, »um den Leib und Arm mit
s. Bändern«, auf dem Haupt einen Kranz von r. Rosen
und in jeder Hand ein r.-eingefasstes Panner, das mit der
Figur des Schildes bezeichnet ist. — Decken: r. und
s. — Wahlspruch: Nil admirari.

(Tafel 6.)

fränkischer reichsunmittelbarer Rilteradel, dessen Stamm-
schloss bei Meiningen ist. Daselbst angesessen. Frei-
herrn 3. August 1698.

Die Wappenzeichnung auf der Tafel ist nach einem
geschnizten Originale aus der zweiten Hälfte des XV.
Jahrhunderts im v. Bibra’schen Hause zu Nürnberg.

fiSi<‘«Iet’8äaa*aa». (Tafel 6.)

Der kurs. geh. Rath Dr. Traugott Andreas B., Sohn
des gleichnamigen kurs. Generalinspektors und Sindikus
B. in Annaberg, erhielt von K. Franz II. 23. Juni 1802
den Freiherrnsland. Im Königreich angesessen.

Wappen: Von # und S. gespalten mit zwei Rosem
in verwechselten Farben *). — Drei Helme: I. und 111.
ein s., j^-gctheilter Flug. 11. ein wachsender Mann, die
Kleidung gespalten und zweimal getheilt von ^ und S.
in verwechselten Farben ; auf dem Haupt ein s.-ge-
spaltener Hut, und in jeder Hand eine Rose mit gr. Stiel
und Blättern haltend, die rechts s., die andere #. —
Decken: s. — S childha 1 ter : Zwei Frauen (Jüng-

linge, Engel) in b., mit g. Sternen bestreuten Gewändern,
in der äussern Hand ein Banner in Farben und Figuren
des Schildes haltend.

äSieSSVS«fi. (Tafel 6.)

Der preuss. Legationsrath Jakob Friedrich B. aus
Hamburg, gestorben als Herr auf Treben und Haselbach
im Herzogthum S.-Altenburg, wurde 2. April 1748 in den
preuss. Freiherrnstand erhoben. Die Familie soll auf dem
Erlöschen stehen.

Wappen: G.-bordirt und geviertet. 1. und 4. in S.
ein # Flug mit einer halben g. Kleeblattsichel belegt,

2. und 3. von B. und S. gelheilt, oben zwei, auf der
Theilung eine s. Lilie, unten zwei r. Rosen. — Zwei
Helme: I. der Rumpf eines k. preuss. Adlers, II. ein

*) Vergleiche das Wappen der v. Puechpöckh beim bayr. Adel
Tafel 1^6

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