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Stolz, Friedrich
Die Erbauung einer Brücke über den Neckar zwischen Schlierbach und Ziegelhausen — Heidelberg, 1897

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voii je 48 m Stützweite überspannt iverden, ivmnit die Lichtweite zivischen
einein Widerlager nnd einem Pfeiler 46,45 m und zwischen den beiden
letzteren 46,2 m beträgt. Der Dnrchflußqnerschnitt für das Hochwasser von
1882 hat hieinit einen Flächeninhalt von 1124 gm, so daß die Wasser-
geschivindigkeit zn etiva 4 m in der Seknnde angenoinmen werden kan».

Entwurf.

Für die nähere Feststellnng nnd Gestaltung der Brücke und ihrer Ab-
inessnngen ist einerseits das räumliche Bedürfnis inaßgebend, andcrerseits
muß auf größte Einfachheit und Beschränkung, besonders beiin Steinban,
Bedacht genonnnen iverden, nm die Kosten in niöglichst niederen Grenzen
zn halten. Auf Grnnd dieser Bedingnngen entstand der in den ange-
schlossenen Beilagen dargestellte Entivnrf.

Hienach erhalt das rechtseitige Widerlager senkrecht znr Vrttckenaxe
gerichtete, niit Abtreppnng versehene Flügel, die sich an den Straßenkörper
anlehnen, ivührend die linksseitige Landfeste thnnlichst nahe an die Land-
straße herangerückt ivird, so daß die an dieselbe sich anschließenden, der
Einfahrt entsprechend gekrüminten nnd niit einsacher stcinerner Brüstnng
versehenen Flügel niöglichst kurz gehalten iverden können. Die beiden Fluß-
pfeiler ivnrden in der Voraussetzung, daß die Schichten ini Schaft dnrchweg
aus verklainmerten Quadern bestehen, in der Breite anf das änßerste Blaß
beschrünkt und crhalten behufs ziveckinäßiger Ein- nnd Ableitnng des Wassers
nnd des Eises dnrch das Vrückenprofil rcchtivinkclig begrenzte Vorköpfe,
deren flußanfwürts gelegene Kante zur Verineidnng von Veschädignngen
mit eineni kräftigen Winkeleisen ansgerüstet ist. Die Verkleidnng der Wider-
lager, ihre Gesinise nnd Abdecknngen, der Sockel nnd die Bekrönnng der
Pfeiler sind in einfachster Weise gestaltet.

Die Straßenfahrbahn liegt niit einer Vreite von 5,2 m zwischen den
Trägerwünden der Brücke, die ini lichten Abstand von 6,2 m angeordnct
sind, so daß zmei beladene Fnhrmerke bequein neben einander Platz sinde».
Anßerhalb der Trägerivände liegen Fnßivege von je l,75m lichter Weite,
die nach anßen hin dnrch ein einfaches Gelünder abgeschlossen sind.

Zur Ueberbrücknng der drei Durchflnßöffnungen ivurden freianfliegende
Halbparabelträger gemählt, die bei gefälliger Forni ein geringeres Gewicht
wie die Parallelträger haben und in den niittleren Feldern eine Höhe er-
halten können, die einen oberen Qnerverband znläßt. Diese Absteifnng der
Hanptträger gcgen einander, die niit Rücksicht auf die Knicksicherheit der
oberen Gurten von Bedeutnng ist, bleibt bei Trügerfornien, die in der
Aiittc niederer sind, als an den Enden, anSgeschlossen nnd könnte bei der
gemählten Spanmveite für Paralleltrüger nnr dnrch Aiinahnie einer größerc»
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