Werner, Wilfried
Die mittelalterlichen nichtliturgischen Handschriften des Zisterzienserklosters Salem — Wiesbaden, 2000

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COD. SAL. VII 69:1

Salem 18v, von St. Georgen 19r, Komtur des Johanniterordens zu Pleitersheim 19v, zu
Villingen 19v, Dompropst am Stephansstift zu Konstanz 20r, Propst zu Kniepass 20v,
Dechant des Kapitels zu Villingen 21r, Hans Wittendorf, kilchhern oder lütpriester zu
N. 22r, Äbtissin von St. Stephan zu Straßburg über ein neues Altarbild zu 30 Gulden
für Rottenmünster 23v, die Klosterfrauen Ursel, Äbtissin zu Baindt, Plisabeth Priorin
von Kreuznach, Margret Rotin von Baindt 25r, Anne Gräfin von Sulz/ Freigeborene
von Hoewen 25v, Mechtild von Valckenstein in Günterstal 26r, die Meisterin des Klo-
sters zu Hochmauern (Hohenmuren)/ des Hauses zu Bühlingen; Kaiser Friedrich
(IIP) 28r, König Pudwig (XI.) von Frankreich 28v, Pfalzgraf Friedrich (I.) 29r, Karl von
Baden 29r, Ulrich von Württemberg, Johann Graf zu Sulz 29v, Hans Jacob von Valk-
kenstein 28v; an Schwestern aus Rottenmünster werden außer der Äbtissin Agnes ge-
nannt Anna Friburgerin, Priorin, Plsabeth Boilerin, sengenn 22r, Anna Fürerin 23r,
Anna Arnoltin 24v, Margret, Priorin 25r, Eis und Dorothea von Heudorf 25v/26r, Ur-
sula Kellerin 26r, Bärbel und Ursel Bursiererin 27r; erwähnt wird die Hohe schul der
Universität zu Friburg 23r). - Den Brief >An einen Münch< 21v sendet die Äbtissin
Agnes Dem Ersamen Geistlichen her Clausen Schreigen Conventbruder zu Tenne-
bach; dieser hat der Äbtissin ... hie vor ouch gelopt ein Rethorick ze machen schriben
... und daß selb ouch ... vollendet... Ich bit üch ... Schriben oder verschaffen mir das
ander ding (= die Briefmustersammlung?) ouch geschnben ... -. Recht derbe Passagen
wie m diesem Brief (Text bei Sillib, Salemer Handschriften II, S.443) mögen Anlaß
gewesen sein, zahlreiche Blätter zu entfernen.

COD. SAP. VII 69a

Rhetorische Schriften: Augustinus Datus • Guilelmus Fichetus •
Coluccio Salutati • Musterbriefe und Musterpredigten

Papier • 189 BIP • 20,5 x 14,5 cm • Paris (?), um 1475

Bll. 1-189: Papier in 4°, Wasserzeichen im Hauptteil Lilie Typ Piccard I 686 (1478); Bll. 176-
183 Kanne Typ Briquet 12 476 (1471); Bll. 184-189 Einhorn Typ Piccard Fabeltiere III 2076
und III 2134 (1474/77); obere Hälfte von Bl. 125 abgerissen. Lagen: 2 VI24 + 2 V44 + 6 VI116 +
(V-123l)125 + 3 VI161 + VII175 + IV183 + (VI-1896)189; im Hauptteil meist Reklamanten; Kusto-
den in der 4. Lage: d I(-V), Reste in der 7. Lage (g), sonst weggeschnitten; die Texte von Bll. 123-
125 in der Reihenfolge vertauscht (richtig: 124. 125. 123); da die Texte der Vorderblätter 117-121
eine ungestörte Folge aufweisen, muß die Unordnung der Gegenblätter bereits beim Abschrei-
ben entstanden sein; die Korrekturverweisungen 122v und 125v von der Hand des Textschrei-
bers bestätigen dies. Schriftraum imHauptteil 12,8 x 8,2 cm, Begrenzung und Streifenrahmen in
roter Tinte, ebenso die Linien für 24 Zeilen; Bll. 176r-183v Schriftraum 14,5 x 9,5(-10) cm, von
schwachen Bleilinien eingefaßt, 34-37 Zeilen ohne Linien; Bll. 184'-188v Schriftraum 13,5 x 7,8
cm, rote Begrenzungslinien bis zum Rande durchgezogen, 32 Zeilen auf roten Linien; Bl. 189™
vorgesehener Schriftraum 13 x 10,6 cm, vertikal doppelte rote Tintenlinien, beschrieben nur in
einer Breite von 9,5 cm, 26 Zeilen auf roten Linien. Hauptteil Goticoantiqua, mit Rotunda als
Auszeichnungsschrift; Bll. 176r-183v Littera cursiva textualis; Bl. 184r-189v Bastarda. Im
Hauptteil Raum für Initialen ausgespart; Bll. 176r-183v Cadellen, teils mit Gesichtern, Tinte
und Feder wie Textschrift; außer roter Linierung nicht rubriziert.

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