Winkelmann, Eduard [Editor]
Urkundenbuch der Universitaet Heidelberg (Band 1): Urkunden — Heidelberg, 1886

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Vorwort.

Der grosse senat der Universität Heidelberg bekam zuerst im früh-
linge 1880, unter dem prorektorate des unterzeichneten, Veranlassung,
sich mit den Vorbereitungen auf das iubilaeum des iahres 1886
zu beschäftigen, indem eine entscheidung über die literarischen
f'estgaben getroffen werden musste, welche die Universität ihren

gasten und freunden zu bieten

gedachte.

Der senat setzte zur

prüfnng dieser saehe eine kommission ein, welche aus dem prorektor,
dem oberbibliothekar dr. Zangemeister und fünf anderen von den
fakultäten gewählten niitgliedern, nämlich den professoren Gass,
Bluntschli, 0. Becker, Wachsmuth und Quincke, bestand und schon
am 30. iuli bestimmte vorschlage machte, welche dann vom Senate
angenommen und von dem vorgesetzten grossherzoglichen ministerimn
bestätigt wurden. Unter denselben stand in erster reihe die heraus-
gäbe eines urknndenbuchs der Universität, und die bearbeitung des-
selben ward am 10. ianuar 1881 mir übertragen. Als gehülfen
wählte ich mir einen früheren schüler, herrn dr. A. Koch aus Mutter-
stadt, letzt assistenten an der Universitätsbibliothek und dozenten,
und es ist wesentlich seiner bis zum ende des iahres 1883 dauernden

mitwirkung

und

seinem Verständnisse für die gestellte aufgäbe zu

danken, wenn die bewältigung des, wie man sehen wird, ganz ausser-
ordentlich reichen und zum theil recht spröden materials in verhält-
nissmässig kurzer zeit gelang.

Neben dem, was die Universität selbst sich an archivalien gerettet
hat und von dem noch weiter zu sprechen sein wird, waren auch
auswärtige archive und bibliotheken heranzuziehen, welche in folge
der wechselvollen Schicksale und schliesslichen Zersplitterung der Pfalz
eiue fülle der werthvollsten materialien sowohl für die Pfälzische
geschichte überhaupt als auch im besonderen für die der Universität be-
herbergen. Obenan steht in dieser beziehung natürlich das general-
landesarchiv in Karlsruhe, in welches die archive der früheren ober-
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