Rechtemanagement

Bei der Online-Stellung der Zugangsbücher und Bestandsverzeichnisse müssen gesetzlich vorgeschriebene und damit notwendige Einschränkungen der Zugänglichkeit berücksichtigt werden. Zu beachten sind der Datenschutz, Persönlichkeitsrechte und das Urheberrecht.
In einer kleinen Ad-hoc-Arbeitsgruppe, die vom Legal Helpdesk von NFDI4Culture begleitet wird, wurde eine "Entscheidungshilfe" erarbeitet, um die entstehenden Fragen kompetent beantworten zu können, um die entstehenden Fragen kompetent beantworten zu können, so z.B.: Für welche Erwerbungsdaten ist die DSGVO einschlägig? Welche Art von Daten betreffen die Persönlichkeitsrechte? Wie lange laufen urheberrechtliche Schutzfristen, zum Beispiel bei Abbildungen?
Die in den Partnerinstitutionen bereits vorliegenden Erfahrungen und "Best Practices" flossen selbstverständlich in diese Überlegungen mit ein.
Die Veröffentlichung erfolgte in zwei Teilen: einem „Entscheidungsbaum“, der zugunsten einer klaren Struktur schematisch nur die Kernpunkte darstellt, und einem vollständigen Gutachten (auch mit Nennung der Ausnahmen).
Oliver Vettermann / Grischka Petri: Handreichung zur Risikobewertung bei der Open-Access-Veröffentlichung digitalisierter Zugangsbücher und Bestandsverzeichnisse (Entscheidungsbaum), Heidelberg: arthistoricum.net, 2025
DOI: https://doi.org/10.11588/artdok.00009725
Oliver Vettermann / Grischka Petri: Handreichung zur Risikobewertung bei der Open-Access-Veröffentlichung digitalisierter Zugangsbücher und Bestandsverzeichnisse (Gutachten), Heidelberg: arthistoricum.net, 2025
DOI: https://doi.org/10.11588/artdok.00009726
Informationen, die auf der Grundlage dieser Risikoabwägung nicht oder erst später online gestellt werden dürfen, müssen in den digitalen Faksimile der Zugangsbücher und Bestandsverzeichnisse individuell geschwärzt werden. Dies betrifft z.B. ggf. Namen von Privatpersonen oder Kontaktinformationen.
Die UB Heidelberg hat hierfür ein technisches Verfahren entwickelt, um das Rechtemanagement bezüglich der Inhalte weitgehend automatisiert auf die dynamisch zu gestaltende Organisation der Präsentation der Scans übertragen zu können (z.B. regelmäßig zu aktualisierende Bildversionen aufgrund von individuellen Ablaufzeiten von Schutzfristen bei den Schwärzungen).