Zimmermann, Karin   [Hrsg.]
Die Codices Palatini germanici in der Universitätsbibliothek Heidelberg (Cod. Pal. germ. 1 - 181) — Wiesbaden, 2003

Seite: 290
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COD. PAL. GERM. 123
COD. PAL. GERM. 122
Feuerwerkbuch

Papier ■ 51 Bll. ■ 28,1 x 20,5 • Bayern • 15. Jh.1

Lagen: (1-1)'* + 4 VI48 + I50 ; vorne und hinten je ein modernes Vorsatzbl., ungezählt. Foliierung des 17. Jhs.:
1-46. Bll. I*, 47*- 50"" mit moderner Zählung (Schneider [s. Lit.] erwähnt vorne noch drei Vorsatzbll.). Wz.:
Ochsenkopf mit einkonturiger Stange mit Blume (verschiedene Varianten): a.) Piccard 2, Typ XII/121 (Augs-
burg u.ö. 1424-1429); b.) Piccard 2, Typ XII/415 (Greifenstein, Landshut u.ö. 1424-1428). Schriftraum:
18,3-19,8 x 11,4; 23 Zeilen. Zeilengerüst vorgezeichnet. Bastarda von einer Hand, Überschriften in Rot. 30v, 31r
I-Initialen mit cadellenartig verzierten Fleuronneestäben. Rote Lombarden über drei bis fünf Zeilen, teilweise
mit Fleuronneeausläufern (unter anderem 13r). Cadellen. Zeilenfüllungen. Übliche Rubrizierung. Vier Falz-
streifen aus Pergament (größte erhaltene Breite 27,9; Schriftraumbreite 8-9,5; Bastarda von einer Hand, Anfang
15. Jh., lateinisch; rote Versalien; übliche Rubrizierung). Pergamenteinband des 17. Jhs. (römisch), Rückentitel:
122)'Munitü'onum/bellicarumi'uariai'Collecta (17.Jh.). Gelb-grünes Kapital. Restaurierung um 1971 (Walter
Schmitt): Spiegel und Vorsatzblätter erneuert. Rundes Signaturschild, modern: Pal. Germ. 122.

Herkunft: lr alte römische Signatur: 2112; Capsanummer: C. (Nummer abgerissen). Unter der auf Bl. lr ange-
gebenen Signatur (2112) war die Hs. 1671 und 1672 von dem deutschen Kardinal Friedrich II. Landgraf von Hes-
sen-Darmstadt (1616-1682; EST N.F. 1/2, Tafel 248) aus der Vaticana entliehen worden (vgl. Grafinger, Vati-
kanische Ausleihe, S.271f. Nr.377, S.287 Nr.401; Grafinger, Palatina-Ausleihe, S.33-35, 37t).

Schreibsprache: schwäbisch.

Literatur: Bartsch, Nr. 77; Wilken, S.350f.; Kat. HSA-BBAW (Ludwig Schneider, Juni 1939, 8 Bll.); Volker
Schmidtchen, Bombarden, Befestigungen, Büchsenmeister. Von den ersten Mauerbrechern des Spätmittelalters
zur Belagerungsartillerie der Renaissance: Eine Studie zur Entwicklung der Militärtechnik, Düsseldorf 1977,
S. 198; Berg/Friedrich, S.177.

lr-46r FEUERWERKBUCH. [Einleitung:] WElkh fürst Sinne herre Ritter knechte oder Stette
besorgent vor her vynden ... [Text:] T >Die erst fraug ist.<. Ob das für den stain vß der buchßen
trybe oder der dunst ... 46r Vnd lauf es da bi beliben. liestu es gar plaw werden, so wurd es zu
waich. Das ,Feuerwerkbuch' des Cod. Pal. germ. 122 gliedert sich in zwei Teile. Neben einer Vor-
rede (lr-2r), den sogenannten zwölf Büchsenmeisterfragen (2r-5r) und einer Geschichte der Er-
findung des Schießpulvers (18r-19r), enthält der erste Teil vor allem Rezepte zur Salpetergewin-
nung und -läuterung und zur Herstellung von Pulver und Feuerwerk (5r-18r; 19r-23r). Der zweite
Teil greift die Anrede aus der ersten Vorrede wieder auf und beinhaltet unter anderem drei weitere
Büchsenmeisterfragen (28v), Anmerkungen zum Können der Büchsenmeister (29v-31r) und wei-
tere Rezepte. Text auch in Cod. Pal. germ. 502, lr-42v. Zum Text s. Volker Schmidtchen (s. Lit.),
114-119; ders., in: VL2 2 (1980), Sp.728-731 (Hs. erwähnt); Berg/Friedrich, S.215-232. - l*r/v,
46v-50*v (bis auf Zeilengerüst [46v-48*v] leer.

KZ

COD. PAL. GERM. 123

Michael Ott, Jacob Preuß: Kriegsregiment (Bearbeitung)

Papier • 113 Bll. • 32,2 x 21,2 • Neuburg/Österreich (?) • 1530

Lagen: (V-l)6 (mit Bll. 1», 2», 2»») + 71^ + III65"* (mit Bll. 65*, 65**) + (VI-2)75 + 2 IV91 + VI100"* (mit Bll.
100*, 100**) + (III-2)104\ Nach Bl. 75 zwei Bll. herausgeschnitten, kein Textverlust. Regelmäßige Kustoden,

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