Allgemeine theologische Bibliothek — 9.1778 [VD18 90309928]

Seite: 193
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über den Charakter Jesu. 19z
so einzurichten, daß sie leicht Eingang finden und
aufmerksame Gemulher gewinnen können. Er
läßt es sich angelegen seyn, die Gottseligkeit und
Tugend jederzeit als liebenswürdig und als zu
unserer Glückseligkeit unentbehrlich vorzussellen.
Er zeiget Key einer Geschichte ihre Glaubwürr
digkeir, erläutert die vornehmsten Umstande der-
selben und leitet daraus nützliche Folgen her.
Bey den Wundern bemerkt er die eigentliche Ab-
sicht derselben und beweiset, daß sie Gorc anstän-
dig und nolhwendig gewesen sind.
Wenn er von den Wundern, welche bey dem
Tode Jesu sich zuirugen, handelt, druckt er sich
also aus S. 652: "In dem Augenblicke, da Je-
sus stirbt, verliert die Sonne ihren Schein, der
Vorhang im Tempel zerreißt, die Erde erbebt, die
Felsen zerspringen, die Gräber ösnen sich, und
verschiedene von den verstorbenen Heiligen zeigen
sich den lebendigen. Ich kann es leicht vermur
then, daß viele durch dies Außerordentliche dieser
Begebenheiten sich bewogen finden werden, au
der Richtigkeit und Wahrheit des Berichts, den
Wir davon haben, zu zweifeln. Aber wenn das
gelten soll, so wird gewiß auch die ganze evangeli-
sche Geschichte verdächtig werden müssen. Davon
hängt doch die Wahrheit einer Begebenheit nicht
ab, daß wir sie nicht gesehen haben, und daß sie
Theol.Bibl./I'. B. N nicht
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