Deutsches Archäologisches Institut / Abteilung Athen [Hrsg.]
Mitteilungen des Deutschen Archäologischen Instituts, Athenische Abteilung — 41.1916

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WILHELM VON MASSOW

hatte, wofür ich ihm meinen ehrerbietigsten Dank sage. Blinken-
berg geht auf mehrere Fragen nach Form und Technik der
Kypseloslade näher ein. Da dieselben aber von mir schon
alle und größtenteils im gleichen Sinn behandelt waren, glaubte
ich, weil mit ganz anderen Aufgaben vollauf beschäftigt, mich
auf die Berücksichtigung des Kernpunktes seiner Ausführungen,
über Hypnos und Thanatos, beschränken zu dürfen. Auch
das Einfügen von Zitaten aus dem großen Werke von Pfuhl
und aus K. Friis Johansen, Vases Sicyoniens glaubte ich meistens
unterlassen zu können. Öfter hingewiesen wurde noch auf
die 1924 erschienene, kurz zusammenfassende Behandlung der
Kypseloslade durch Q. Lippold bei Pauly-Wissowa-Kroll, Realen-
cyklop. Xll 1, 121 ff., mit der meine Arbeit in wichtigen Dingen
zusammentrifft.
Herrn Prof. Studniczka in Leipzig bin ich für die Anregung
zu dieser Arbeit und unermüdliche Beihilfe verpflichtet, Herrn
Prof. A. Körte für mancherlei Hinweise und rege Anteilnahme.
In Leipzig half mir viel mit Rat und Tat auch noch Herr
Dr. A. Rumpf. In Berlin erfreute ich mich besonders der
Unterstützung der Herren am Museum, namentlich von Herrn
Direktor Prof. R. Zahn, der mir in liberalster Weise die Be-
nutzung der Vasensammlung gestattete. Wertvolle Hinweise
hat Herr Prof. Karo beigesteuert. Ihnen allen sage ich meinen
wärmsten Dank.
Ob die Beschreibung des Pausanias ganz auf Autopsie oder
teilweise auf einem älteren Gewährsmann (Polemon?) fußt,
scheint für die daraus zu gewinnende bildliche Vorstellung kaum
irgendwo von Belang zu sein, weswegen diese Frage erfahrenen
Philologen überlassen werden darf. Auch eine Erörterung, ob
am Anfang der Beschreibung eine Lücke anzunehmen sei, und
was in ihr gestanden haben könnte, fördert unsere Untersuchung
nicht. Außer Pausanias verrät uns eine gelegentliche Erwähnung
durch Dio von Prusa (or. XI 45) wichtige Einzelheiten. Damit
aber ist die Überlieferung erschöpft. Sie gilt hauptsächlich dem
Bilderschmuck, doch ist dessen Verständnis von einer Ansicht
über das Ganze und die Technik bedingt, in der er ausgeführt
war; wir haben also wie die früheren Bearbeiter diese Fragen
voranzustellen.
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