Deutsches Archäologisches Institut / Abteilung Athen [Editor]
Mitteilungen des Deutschen Archäologischen Instituts, Athenische Abteilung — 41.1916

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WILHELM VON MASSOW

4. Rfg. Lekythos, Berlin Furtw. 2205; Millingen, Anc.
inedited mon. Taf. 32. n. 1.
5. Rfg. Hieronskyphos, Louvre; Mon.d.l.VI/VII Taf. 19. n. 1.
6. Rfg. Hieron-Makronskyphos, Boston; F. R. Taf. 85. n. 1.
7. Rfg. Krater aus Cumä; Mon. d. Line. XXII Taf. 83, 2. n. 1.
8. Rfg. Schalenbruchstück, Akropolis, Arch. Jahrb. III 1888
Taf. 2. n. L
9. Rfg. Schale in Corneto, Mon. d. I. XI Taf. 20. n. r.
10. Rfg. Krater mit Aithra, London, Beazley Redfig. Vas. in
Amer. Abb. 30. n. r.
C. Auf einer sfg. Amphora in München mit Helenas Heim-
führung (Jahn 75) faßt Menelaos seine Gattin nicht an, sondern
sieht sich nur drohend um. Aber das kann man weder als
bereitwilliges Folgen noch als eigentliches Führen auffassen.
Höchstens könnte dieser Typus in Frage kommen, wenn ein
Schild den Zusammenhang zwischen Krieger und Frau verdeckte
wie auf der sfg. Amphora Mon. d. Lincei XVII 1906, 166 Fig. 119.
Ein solcher ist aber weder für Idas noch für Ares vorauszu-
setzen.
Endlich glaubte Perdrizet gegen Homolle auf dem ‘argi-
vischen’ Metopenblech Abb. 14 in dem linken Bruchstück unten
die Wegführung einer Frau durch einen Hopliten zu erkennen.
Doch spricht gegen eine Frau zur Rechten das bloße Bein. Der
Hoplit hält seine unbewehrte Rechte vor den Leib, ist also nicht
fertig gerüstet. Es scheint ihm eher ein Kamerad den Rest
der Waffen zu reichen, was im einzelnen zu erklären hier zu
weit führen würde.
Auf eine weitere Art konnte die Führung einer Frau kaum
wiedergegeben werden. So fragt es sich nur, ob die beiden
ersten Bildtypen auf der Lade denkbar seien? Das ist zu be-
jahen, denn Typus A ist durchaus archaisch und paßt zu der
Vorliebe der korinthischen Vasenmaler für Frauenbilder mit
übergezogenem Kopftuch, während das Alter des Typus B durch
die geometrische Schüssel aus Theben bestätigt wird, auf der
eine Frau sjcI x<xqjto) in ein Schiff geleitet wird (J. H. S. XIX 1899
Taf. 8; Arch. Jahrb. XV 1900, 92; Robert Hermeneutik Abb. 24).
Beweisen kann man natürlich das Vorkommen dieser beiden
Typen nicht. Umsoweniger kann der folgende Versuch einer
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