Deutsches Archäologisches Institut / Abteilung Athen [Hrsg.]
Mitteilungen des Deutschen Archäologischen Instituts, Athenische Abteilung — 41.1916

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WILHELM VON MASSOW

Aufteilung auf die Bilder von Idas-Marpessa und Ares-Aphro-
dite mehr bedeuten als eine Rechtfertigung des zeichnerischen
Herstellungsentwurfes, der doch eine Entscheidung verlangte.
Nehmen wir für beide Typen die übliche Richtung an, so
kommt für Ares und Aphrodite nach der Wortstellung des Pau-
sanias B in Betracht, d. h. die Göttin wird nach links exl xaQxa
geführt. Wenn dann A für Idas und Marpessa verwendet sein
soll, so bedarf hier allerdings die Wortstellung einer Erklärung.
Idas ist offenbar unter dem Einfluß der metrischen Beischrift,
die in den meisten Fällen die Reihenfolge der Beschreibung
bestimmt, zuerstgenannt. Diese Vorwegnahme korrigiert dann



Abb. 15. Von dem korinthischen Krater im Louvre E 629, Phot. Alinari 23672.

Pausanias, indem er mit exeofrcu das einzige Mal ein Verbum
benutzt, das eine abhängige Handlung bezeichnet (vgl. S. 29).

5. Zeus und Alkmene, 18,3.
Die Zeichnung von Jones bedarf auch in diesem Bilde
einiger Nachbesserungen. Wenn Pausanias ausdrücklich sagt,
Zeus halte die Kylix in der rechten Hand, so soll man sie ihm
nicht in die linke geben. Außerdem kennt die korinthische
Keramik, soweit uns bekannt, die Form des Kantharos nicht.
Der Topf des Handwerkers auf dem Pinax Ant. Denkm. I
Taf. 8, 12 erinnert höchstens entfernt daran, während in den
korinthischen Vasenbildern (außer den sicher nicht xvht- zu
nennenden Hörnern) nur folgende Formen von Trinkgefäßen
dargestellt Vorkommen.
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