Deutsches Archäologisches Institut / Abteilung Athen [Editor]
Mitteilungen des Deutschen Archäologischen Instituts, Athenische Abteilung — 42.1917

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Die praehistor. u. frühgeschichti. Funde a. d. Burghüge! von Paros 25

inv. Nr. 39, oberer Durchmesser 6,5 cm. Der hellbräunliche Ton
außen ganz, am Rand auch innen braunrot gefärbt,
p") Deckel einer solchen Pyxis (inv. Nr. 38), der
flachen Form (Abb. 17), zur Hälfte erhalten.
Ob. Durchmesser 9,5 cm. Am übersprin-
genden Rand Durchbohrung. Rot gefärbt
und gut geglättet,
y) Auch der Deckel konischer Form, wie er unten bei den Vasen mit
Glanzfarbe (Abb. 30) und in der Gattung mit Ritzornamentik
(inv. Nr. 118) begegnet, ist hier mit einem Fragment vertreten (inv.
Nr. 38 a). Außen- und Innenseite hochrot gefärbt, die Außen-
seite auch poliert. Auf der einen Seite noch das Loch zur Be-
festigung am Gefäß erhalten.
c) Ungefärbte Tongefäße.
Zusammengefaßt wird unter diesem Titel die ohne jede Pfiege der
Oberfiäche belassene und auch in der Form sehr nachlässig behandelte
Topfware, meistens kleine unscheinbare Gefäße des täglichen Gebrauchs.
Der Ton ist meist schlechter gereinigt und schlechter gebrannt als bei
den eben betrachteten Klassen, in der gleichen primitiven Herstellungs-
weise und fast mit demselben Typenvorrat tritt diese Gebrauchsware
des täglichen Lebens fast an allen frühzeitlichen Ausgrabungsstätten
zutage: in Melos (Phyiakopi T. XXXV u. XXXVi), in Zahns Ausgra-
bungen in Akrotiri auf Thera, auf der Aspis (vgl. Vollgraff, Buli. corr.
hellen. XXX 1906 S. 8 ff.), in Aphidnai, in Troja i, H und Vi, inTsuntas'
Grabungen auf den Kykladen und an vielen anderen Stellen. Sie ist
auch nicht auf griechisches Gebiet beschränkt, auch zeitlich nicht be-
grenzt. Neben handgefertigten Stücken tritt Scheibenarbeit auf, eine
Verschiedenheit, die z. T. wenigstens auf verschiedenartiger Behandlung
gewisser Formenklassen beruht. So sind von den nachstehend auf-
gezähiten Typen die Becher durchgehends mit der Hand, die Schüsseln
fast ausschließlich auf der Scheibe hergestelit.
1. Z?ecAey der umstehenden Form 6,5—7,5 cm hoch (inv. Nr. 41—46,
doch vieie Bruchstücke nicht aufgenommen), s. Abb. 18 a. Derbe Gefäße
mit unregelmäßiger Wandung, wenig geglätteter Oberfiäche. Einmal als
Verzierung nahe dem oberen Rand ein plastischer Knopf (vgl. Voil-
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