Deutsches Archäologisches Institut / Abteilung Athen [Editor]
Mitteilungen des Deutschen Archäologischen Instituts, Athenische Abteilung — 48.1923

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ATTISCHE INSCHRIFTEN

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kann auch kein Zufall sein, daß vor dem sjtl z?p — allemal 1 2
(auch Z. 85) 2 slörpsyxsv steht.

Sollte der Zusatz sjtl z>)v Xqvötjv usw. nur bedeuten, daß
jenes Gerät von der Behörde dem Konto der Xqvö?] usw. zu-
geteilt war? Dann hätte man sich kürzer fassen können, und
statt des Relativsatzes geschrieben: cato zrjg Xqvö?]q usw. Viel-
mehr wird der Einliefernde selbst das Gerät ausdrücklich fiir
das betreffende Schiff bestimmt haben; und vielleicht bedurfte
es der in Z. 73 berichteten Bewilligung des Rates, um es fiir
ein anderes zu verwenden. Man pflegte und schonte also nach
Möglichkeit, um die Steuerfreudigkeit anzuregen, die Beziehungen
zwischen dem Steuerzahler und dem von ihm ausgestatteten
Schiffe. In Z. 45 — 49 fiihrt Apollodor auf seinem Schiffe
hängendes Gerät, das sein Vater teils slö/psyxs teils ccjtsdcoxs 3.

Zu dem mittleren Abschnitt 4, in dem nur das Gerät, aber
nie seine Herkunft verzeichnet wird, ist kaum etwas zu be-
merken. Z. 66f. ist zu lesen: ävzl ös zov xcojts\\aq

sXaßs HH, coövs (unter der Bedingung, daß) äjtoöovvai zctQQov
(vgl. Z. 69/71). Sundwalls Lesung zovzoov fiihrt zu einem sinn-
losen Satz (‘vom Steinmetzen verdorben’ S.) und ergibt zwei
Stellen zu wenig. Auf dem Abklatsch sehe ich kein Q, sondern
ein klares Dreieck vom A, und von dem N oder P nur den
Strich I. Zur Schreibung zov vgl. syovöi Z. 40. 44.

Als Zeit der Urkunde setzt Sundwall 365/64 an. Denn sie
fälit sicher vor 361; andrerseits sei von der Tätigkeit des Chares

1 Z.74Ende: VerbumbeimZeilenwechsel ausgelassenoderabgekürzt.

2 Offenbar gilt die Überschrift von Z. 73 bis hierher und weiter. —
Z. 79/80 ist ZU schreiben: —]drj[vos J., Stv. II. • ov\rot n:aQtl\aßov aal
ixnejiXtvnaaiv i’yovrt\s v/v Schiffsname.]. (—og Xol. und JtonX. U. gehören
zum folgenden loxiov xrl.) Die beiden haben von anderen Trierarchen,
gemäß dem Z. 73f. angeführten Ratsbeschluß, ein Schiff nebst hängen-
dem Gerät iibernommen. Zum Sprachausdruck vgl. 791, 16 ol'yvtT\a[i\
s%(üv TTjv ''AfjuXkav, Z. 17 slyy. o\ßLyvt\rat s\y]ojv — wie wir nun ergänzen
können, und Xen.'Avaß. 5, 1, 15. — Hinter RAAAH Z. 79 ist I 1 (der
zweite Strich hoch in Mittelstellung, also von I, 0 oder Y) kenntlich.

3 Schade, daß sich nicht feststellen läßt, wer nachträglich die noch
fehlenden Tontia und ein weiteres Segel tloijvty/.tv.

4 y.lr]Q\o]y\a]Qy/bvTojv 51 wird von Leon. bestätigt.
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