Argos, oder der Mann mit hundert Augen — 3.1793 [VD18 90283848]

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vorzüglich vom Wucher. Der Verlust dch
Assignaten hatte seine Höhe erreicht; die ge-
wöhnlichen Gesetze, welche ihm abhelsen soll-
ten, wurden schlechterdings nicht auögeübt,
weil die Geschwomen des Criminalgerichts
entweder durch die Finger sahen, oder selbst
Aheil am Verbrechen nahmen. Lius dem
Lande litten die Friedensrichter, die Munici-
Palbeamten, die Herabwürdigung der Natio-
nalmünze, ohne zu strafen. Als der Feind
hereinbrach, erhoben die Fanatiker stolz ihre
Köpfe, Bösewichter im Dienst der Emigran-
ten oder keutscher Prinzen unterhielten schänd-
lichen Briefwechsel, und suchten die Geisten
Vorzubereiten zur Contrerevolution.
In dieser Zeit ward ich zum Commissar
bei der Revolutionöarmee ernannt, diese exi-
stirt im Grunde nicht; allein schon ihr Name
hak den so seigen als verracherischen Conkrere-
voluzern Furcht und Schrecken eingejagt. Mi-
litärische Detaschementer machten die Revo-
lmions Promenade, dieß galt für eine Revo-
lukionsarmee , ohne der Republik besondere
Kosten zu verursachen. Da Strasburg von
jeher die Quelle des Verderbens, der Wohn-
sitz des Wuchers gewesen war; so bestrebte
ich mich, die reichen Kaufleute dieser Stadt
zum Gehorsam gegen das Gesetz zu bringen.
Die Commission hat gegen diese Blutsau-
ger des Volks mit Strenge und Nachdruck
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