Robert, Carl [Hrsg.]; Matz, Friedrich [Hrsg.]; Andreae, Bernard [Hrsg.]; Robert, Carl [Hrsg.]
Die antiken Sarkophagreliefs (3,2): Einzelmythen: Hippolytos - Meleagros — Berlin, 1904

Seite: 368
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ANHANG

Abbildungen: R. SCHÖNE a.a.O. Danach Jahreshefte des
Öesterreichischen archaeologischen Institutes in Wien I 1898 S. 18
Fig. 15.

Litteratur: R. SCHÖNE a.a.O. S. 30f.; R. Kekule Das aka-
demische Kunstmuseum zu Bonn 1872 S. 68; H. DÜTSCHKE Antike
Bildwerke in Oberitalien IV 1880 S. 145; L. von SYBEL Katalog der
Skulpturen zu Athen 1881 S. 70 Nr. 370; p. WoLTERä Gipsabgüsse
antiker Bildwerke 1885 S. 733; E. petersen Mittheilungen des Römi-
schen archaeologischen Instituts V 1890 S. 72; p. VON BlENKOWSKl
a. a. O. S. 18; C. Robert a. a. O. S. 397.

Das Fragment Fig. Iii stammt von einer Replik, die
offenbar mehr Verwandtschaft mit 11 als mit 1 hatte.
Erhalten ist ein Theil des ersten Schiffs, das hier keinen
Reliefschmuck gehabt zu haben scheint, der hineinkletternde
Jüngling zum grössten Theil und von dem vermuthlich ein
Segeltau aufwickelnden Jüngling, der hier mehr nach rechts
geneigt ist, als auf 11, die Brust und der linke Arm.

IV) F. Aquileja, Museum. Fig. iv. L. 0,95. H.0,45.
Weisser Marmor. Nach Jahreshefte des Oesterreichischen
archaeologischen Institutes in Wien I 1898 S. 19 Fig. 16.

„Im Jahre 1895 in Venedig erworben" VON BlENKOWSKl.

Abbildungen: Mittheilungen der k. k. Centralcommission für
Erforschung und Erhaltung der Kunst- und historischen Denkmale
XXIII Neue Folge. 1897 S. 80 Fig. 1. — Jahreshefte des Oester-
reichischen archaeologischen Institutes a. a. O. (nach einer Zeichnung
von FLORIAN GOLDBERG). Danach Hermes XXXVI 1901 S. 396 und
Fig. iv.

Litteratur: Mittheilungen der Centralcommission a.a.O.; p. VON
Bienkowski a. a. O. S. 18f.; C. Robert a. a. O. S. 396f.

Auf diesem Fragment Fig. iv ist die Schiffstreppe mit
dem Körper des rückwärts hingesunkenen Achaeers, der
vielleicht Periphetes zu benennen ist, erhalten. Man sieht
hier, dass er sich mit der Rechten am Rand der Schiffs-
treppe zu halten sucht. Rechts das rechte Bein und die
rechte Hand des Hektor, der ihm das Schwert in die
Brust stösst. Auch vom linken Oberschenkel des Hektor
ist noch ein kleiner Rest vorhanden. Unter der Schiffs-
treppe der gestürzte Lykophron, der hier an den Füssen
kurze Stiefel trägt. Rechts von ihm ist das Meer ange-
deutet. Links unten ist ein kleiner Rest des schmucklosen
Sockels erhalten.

„Geringe Arbeit" Bienkowski.

V) F. Aquileja, Museum. Fig. v. L. 0,33. H. 0,44.
Nach Jahreshefte des Oesterreichischen archaeologischen
Institutes in Wien I 1838 S. 19 Fig. 17.

„Gefunden 1895 bei den Grundmauern einer altchristlichen Kirche
zu Monastero bei Aquileja" VON BlENKOWSKl.

Abbildungen: Jahreshefte des Oesterreichischen Archaeologischen
Institutes a. a. O. (nach einer Zeichnung von Florian Goldberg).
Danach Hermes XXXVI 1901 S. 396 und Fig. v.

Litteratur: p. von Bienkowski a. a. O. S. 19; C. Robert
a. a. O. S. 396 f.

Auf diesem Fragment Fig. v ist ein Theil der Schiffs-
treppe mit dem Unterleib und den Beinen des gestürzten
Achaeers sowie von Hektor das rechte Bein und die
rechte Hand mit dem Schwertgriff erhalten. Zwischen den
Beinen des Hektor war noch ein Gefallener angebracht,
von dem jedoch nur der fast bis zur Unkenntlichkeit zer-
störte nackte Torso erhalten ist; vgl. vil.

VI) F. Candia, Museum (146). Fig. vi und in unten
stehender Textabbildung. L. 0,34. H. 0,75. Der Hinweis
auf dieses Fragment wird O. Benndorf verdankt, der auch
die den beiden Abbildungen zu Grunde liegende Photo-
graphie zur Verfügung zu stellen die Güte hatte. Der
gleiche Dank gebührt Luigi Savignoni, von dem wir einen
Katalog des Museums zu Candia zu erwarten haben, für
die freundliche Uebersendung seiner im Jahre 1899 an-
gefertigten sorgfältigen Beschreibung.

Gefunden in Gortyn.

Der obere Rand des Fragments Fig. vi ist mit Ranken-
werk verziert, aus dem mancherlei Gethier zum Vorschein
kam, ein an dieser Stelle ungewöhnliches, aber öfters für
den Sockel verwandtes Ornament; s. II 21a. 110. 110b.
III 152 b. vil. vilb. An der linken Ecke ist von diesem
Gethier das Hintertheil eines fliehenden Rehes (so Benn-
dorf zweifelnd; eines Hasen Savignoni) und das Vorder-
theil eines seine Spur am Boden suchenden Hundes er-
halten. Unter der Randleiste ein lesbisches Kyma.

Die Reste der figürlichen Darstellung sind stark zer-
stört. Links das Schiff des Aias, das an seinem Rumpf
wieder mit einer Darstellung von Seegottheiten geschmückt
ist; man erkennt den Körper
einer Nereide, die einen Mantel
um ihre Beine geschlungen hat
und auf dem Rücken eines nach
rechts schwimmenden Tritons
gelagert ist. Singulär ist, dass
rechts von diesem Schiff keine
weiteren Schiffe folofen. Un-
verständlich ist ein von dem
Schildchen am Aphlaston nach
rechts laufender stabartiger
Gegenstand, der hinter dem
erhobenem Schilde des rechts
folgenden Kriegers verschwin-
det, aber jenseits davon wieder
zum Vorschein zu kommen scheint und zwar in zwei Stäbe
gegabelt. In dem Schiff sind die Bänke für die Ruderer
angegeben; links davon ist der Rand vom Schild des Aias
erhalten. Unten die Schiffstreppe mit dem rückwärts hin-
gestürzten Achaeer, von dem hier auch der weit hinten-
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