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Badische Fundberichte: amtl. Nachrichtenbl. für die ur- u. frühgeschichtl. Forschung Badens — 21.1958

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https://doi.org/10.11588/diglit.43788#0063
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Anhang: Verzeichnis der Funde der Höhensiedlung bei Munzingen

57

Anhang
Verzeichnis der Funde
Bei keramischen Funden erfolgen Angaben über Magerung, Brand und Tonfarbe nur in Sonder-
fällen; über die gewöhnliche Ware vgl. man den Beitrag Schmid. Ebenso wird auf die Ergänzung
der Gefäße nur dann eingegangen, wenn diese aus der Abbildung nicht hinreichend ersichtlich ist.
Die Stellung der Scherbenprofile ist nicht immer gesichert. Bei den sog. „Backtellern“ wird die
glattere Seite als Oberseite betrachtet. Unbestimmbare Knochenfragmente wurden ausgeschieden.
Abkürzungen: Fr 54/1 und folgende = Inventarnummern des Mus. f. Ur- u. Frühgesch. Freiburg
i. Br.; H. = Höhe; T. = Tiefe; L. = Länge; Dm. = Durchmesser; Mü.-Dm. = Mündungsdurch-
messer; Bo.-Dm. = Bodendurchmesser; erg. — ergänzt.
Grube 1:
Grubenform: Grundriß rundlich. Dm. 2,00—3,00 m; T. 0,60—0,70 m.
Funde:

Fr 54/1:
Halsfragmente von drei flaschen- oder amphorenartigen Gefäßen (Taf. 2, 1. 2. 4).
Davon zwei Stück mattglänzend geglättet, außen gelb und im Bruch schwarz ge-
brannt. Das dritte Stück (Taf. 2, 2) grob gemagert, rauh, blaugrau gebrannt. Mü.-Dm.
etwa 19 bzw. 17 cm.
Fr 54/2:
Schulterbruchstück eines sehr großen, wohl amphorenartigen Gefäßes (Taf. 2, 3).
Fr 54/3:
Dickwandiger, verstrichener, glockenförmiger Topf (Taf. 2, 5). Boden erg. H. 26 cm;
Mü.-Dm. 18 cm.
Fr 54/4:
Bruchstücke von Ober- und Unterteil zweier ähnlicher, rauher Gefäße (Taf. 2, 7. 9).
Zeichnerisch nicht ergänzbar.
Fr 54/5:
Randstück von großem dickwandigen Vorratsgefäß mit gemagertem Schlickauftrag
(Taf. 2, 13).
Fr 54/6:
Zahlreiche Bruchstücke eines großen, geschweiften Vorratsgefäßes mit gemagertem
Schlickauftrag (Taf. 2, 12). Mü.-Dm. etwa 24 cm.
Fr 54/7:
Vier Randscherben weiter, steilwandiger Gefäße mit jeweils verschiedener Rand-
verzierung (Taf. 3, 7—10). (Taf. 3, 7) geglättet, (Taf. 3, 10) glatt, die beiden anderen
Stücke rauh bzw. geschlickt.
Fr 54/8:
Mehrere Randstücke, davon (Taf. 2, 10. 11).
Fr 54/9:
Unterteil eines kleinen, dickwandigen Gefäßes mit scharfem Bodenumbruch (Taf. 2,
6). Bo.-Dm. 6 cm.
Fr 54/10:
ösenscherbe (Taf. 2, 8), wohl von Umbruch eines kleinen Schälchens o. dgl.
Fr 54/11:
Zwei Bruchstücke eines bauchigen, in Schulterhöhe mit eingesattelten Bandösen be-
setzten Gefäßes (Taf. 3, 5). Dünnwandig. Aus eisenschüssigem Ton, stark gemagert
und hart gebrannt: rotbraun, im Bruch schwarz.
Fr 54/12:
Bruchstücke zweier halbkugeliger, geglätteter Schalen (Taf. 3, 2. 3). (Taf. 3, 3) mit
Ansatz einer waagrecht durchstochenen Öse unter dem Rand. Mü.-Dm. etwa 20 bzw.
Fr 54/13:
d cm •
Zwei Randstücke einer geglätteten halbkugeligen Schale mit senkrecht durchstochener
Schnuröse auf der Schalenwölbung (Taf. 3, 4). Mittel gemagerter, gelbrot bis schwarz
gebrannter Ton, Bruch schwarz.
Fr 54/14:
Bruchstücke von zwei sorgfältig geglätteten Trichterrandgefäßen mit scharf bzw. flau
abgesetztem Rand (Taf. 3, 1). Mü.-Dm. des abgebildeten Stücks etwa 36 cm.
Fr 54/15:
Zwei rot gebrannte, stark mit Glimmer (Muskovit) und Kalkspat gemagerte Wand-
scherben.
 
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