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Badische Fundberichte: amtl. Nachrichtenbl. für die ur- u. frühgeschichtl. Forschung Badens — 21.1958

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https://doi.org/10.11588/diglit.43788#0258
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252

Fundschau 1954—1956: Hallstattzeit

Schwörstadt (Säckingen) „Rebhalde“. — Grab.
1954: In der Baugrube des neuen Schulhauses wurde ein Grab angeschnitten. Die sehr
mürben Scherben eines kleinen, unverzierten Gefäßes mit geschweiftem Profil befanden
sich zwischen Muschelkalkbrocken (Steinschutz?). Leichenbrand wird nicht erwähnt; es
sind aber einige tierische Knochenreste vorhanden, darunter der Dorn eines Rinder-
wirbels und die Ulna eines jungen Schafes oder einer Ziege (Sä 54/88) (s. unter „Urnen-
felderzeit“).
Mittlere bis späte Hallstattzeit (Hallstatt C/D).
Mtbl. 160/8413 Säckingen. — Verbleib: Heimatmuseum Säckingen.
(Em. Gersbach, Seewald)
Wahlwies (Stockach) „Hardt“, 2 km N. — Grab.
1954: Auf dem Acker des Landwirts Forster kamen unter einer lockeren Steinschicht in
ca. 0,40 — 0,50 m Tiefe verzierte Scherben von verschiedenen Gefäßen zum Vorschein,
die der Alb-Hegau-Keramik angehören. Außerdem fanden sich ein kleines Stückchen
Kohle und — wie der Fundberger „mit Bestimmtheit“ glaubt — ein „Stück eines ver-
moderten Knochens“ (verschollen). Mittlere Hallstattzeit (Hallstatt C).
Unter den nicht mehr wiederherstellbaren Gefäßen ließen sich Scherben von folgenden
Stücken feststellen:
Funde: 1. Schulterstück einer Urne, auf der Schulter mit kleinen, quadratischen
Einstichen gefüllte und leere Metopen abwechselnd, ferner Reste eines eingeritzten, ver-
tikalen Grätenbandes, rot, Spuren von Graphit; fraglich, ob dazugehörig: Scherben eines
Halsfeldes (?) mit eingestempelter Punktkreisverzierung (Sto 54/1) (Taf. 72,6). —
2. Schulterteil einer größeren, dickwandigen Urne, dunkelroter Überzug, darauf Win-
kelbänder aus Graphit (Sto 54/2) (Taf. 72, 12). — 3. Wandungsstück einer ähnlichen
Urne mit tief eingedrückten, dreireihigen Rillenbändern, die rot überzogene und gra-
phitierte Zonen voneinander trennen (Sto 54/3) (Taf. 72, 16). — 4. Wandstück eines
Henkelgefäßes, außen graphitiert (Sto 54/4) (Taf. 72, 8). — 5. Randstück eines Bomben-
topfes, verziert mit Rauten, die teils graphitiert, teils rot überzogen, teils durch ein-
geritzte, ineinandergeschachtelte Rauten gefüllt sind, senkrechte eingeritzte Trenn-
bänder, unter dem Rand strichgefüllte, hängende Dreiecke, Rand graphitiert (Sto 54/5)
(Taf. 72, 3). — 6. Rand- und Wandungsstück eines Bombentopfes, durch tief einge-
drückte, vertikale Rillenbänder in graphitierte und mit horizontalen Wellenlinien ge-
füllte Felder aufgeteilt (Sto 54/6) (Taf. 72, 1.2). — 7. Wandungsstücke eines bauchigen
Gefäßes, verziert durch tief eingeritzte Rautenmuster, Zwischenfelder abwechselnd rot
überzogen oder graphitiert, dazwischen Dreieckmotive, gefüllt mit horizontal angeord-
neten Stempeldreiecken (Sto 54/7) (Taf. 72,15). — 8. Wandungsscherben einer Urne (?),
die erhaltene Verzierung zeigt einen Graphitstreifen, darüber Rest eines aus Ritzlinien
bestehenden Rauten(?)winkels (Sto 54/7) (Taf. 72, 17). — 9. Wandungsscherben eines
mit drei Horizontalrillen, dazwischen waagrechten Stempeldreieckreihen und Zickzack-
motiven versehenen Gefäßes, rot, Graphitspuren (Sto 54/8) (Taf. 72, 14). — 10. Ähnlich
verzierter Scherben wie 9. (Sto 54/8) (Taf. 72, 18). — 11. Randstücke dreier Schalen,
innen verziert mit Rauten, die rot überzogen, graphitiert oder mit eingeritzten Gitter-
 
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