Becker, Rudolf Zacharias
Noth- und Hülfsbüchlein für Bauersleute oder lehrreiche Freuden- und Trauer-Geschichte des Dorfs Mildheim — Sulzbach in der Oberpfalz, 1789 [VD18 12674052]

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ganzes Land müßte bald grünen und blühen, wie ein
Paradies, wenn alle, die darin wohnen, Hohe und Nie-
dere, sichs angelegen seyn ließen, alle Tage besser zu
werden. Die Erfahrung bestätigt dieses dadurch, daß
es wirklich schon viel schöner und besser auf der Erde
geworden ist, als es vor alten Zeiten war. Vor etli-
chen tausend Jahren waren noch in Deutschland faß
lauter ungeheure Waldungen und Sümpfe und Mo-
raste, wo jetzt die schönsten Getraidefelder, Wiesen und
Städte und Dörfer sind. Bären brummten und Wöl-
fe heulten, wo jetzt Kühe und Schaafe blöcken. Alle
Bauern waren sonst elende Sclaven, und konnte fie
der Edelmann nach Gefallen todtschlagen und ihnen
Haabe und Gut abnehmey, ohne daß ein Hahn dar-
nach krähte. Auf den Landstrassen war kein Mensch
seines Lebens sicher vor Mördern und Räubern, wovon
noch hier und da die alten Bergschlösser und Wart-
thürme zeugen. Das ist nun jetzt alles so viel besser und
wird mit Gottes Hülfe noch besser werden, daß endlich -
kein Mensch mehr an seiner Nothdurft Mangel leide,
oder gedrükt werde. Hat man doch sogar aus den wil-
den Äepfeln und Birnen durchs Verpflanzen in besseres
Erdreich so vielerley und kostbare Obstarten gezogen.
Man hat die Vieharten hier und dadurch fremde Zucht
vergrößert und verbessert. Man hat sogar dem Blitz
und Donner vorgeschrieben, wie er laufen soll, daß er
keinen Schaden thue; wie ihr das an dem Blitzablei-
ter an unserm Kirchthume seht. Es sind fast hundert
Jahre, daß man bey uns nichts mehr von der Pest hört:
weil die lieben Obrigkeiten darauf bedacht sind, daß
diese Seuche nicht aus der Türkey ins Land gebracht
werde. Es sterben heutzutag wenig Leute mehr an
dem Friesel, der sonst so gefährlich war. Geschickte
Aerzte curiren jetzt Has kalte Fieber oft in wenigen Wo-
chen, womit man sich vor Alters Jahre lang schleppen
mußten

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