Becker, Rudolf Zacharias
Noth- und Hülfsbüchlein für Bauersleute oder lehrreiche Freuden- und Trauer-Geschichte des Dorfs Mildheim — Sulzbach in der Oberpfalz, 1789 [VD18 12674052]

Page: 107
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auf das fleißige Rühren an, daß es nicht anbrenne.
Je dicker man es kocht, desto länger halt sichs, und je
reifer die Pflaumen sind, desto besser schmeckt es.
Zur Würze ist es genug, ganzen Ingwer und klein
geschnittene Zitronenschalen hinein zu thun. Die Zitro-
nenschalen aber erst gegen das Ende, wenn es bald dick
genug ist; sonst wird es bitter davon. Auch kann
man ein Dutzend ganze Welsche Nüsse mit der grünen
Schale in den Kessel thun und mit kochen. Die grüne
Schale macht das Muß schwarz und dauerhaft, und
die Nüsse helfen verhindern, daß es nicht anbrennt.
Sie schmecken auch gar gut, wenn man sie im Muße
wieder findet.
Beym Aufbewahren des Mußes ist zu merken,
daß man die Fässer und Töpfe, wenn man es hinein-
thut, etlichemahl rüttele, daß es sich überall recht fest
anlege.
Im Kessel darf man es nicht kalt werden lassen,
es auch nicht mit einem blechernen oder kupfernen Löffel
herausschöpfen, sondern mit einem hölzernen. Es be-
kommt sonst einen Übeln Geschmack, ist der Gesund-
heit schädlich, und hält sich nicht. So darf man auch
aus einem angebrochenen Topfe nichts mit einem
blechernen Löffel oder einem Messer herausnehmen:
sonst verdirbt es leicht. Was sich am längsten halten
soll, kann man in breite Töpfe thun, die sich in den
Backofen schieben lassen, und solches mit dem Brode
backen lassen: da es denn noch dicker wird und oben
eine trockne Rufe (Rinde) bekommt, unter der es sich
lange hält. Sonst gießt man oben auf die Töpfe,
wenn sie etliche Tage gestanden haben, geschmolzenes
Pech, oder Talg, (Ünschlitt) oder Butter. Wer die-
ses nicht hat, nimmt trockne Wallnußblätter und belegt
die Töpfe oben überall damit, und streicht sie alsdann
mit Lehm (Leiwen) zu, der ordentlich mit Spreu ein-
gemengt
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