Becker, Rudolf Zacharias
Noth- und Hülfsbüchlein für Bauersleute oder lehrreiche Freuden- und Trauer-Geschichte des Dorfs Mildheim — Sulzbach in der Oberpfalz, 1789 [VD18 12674052]

Page: 138
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in die benachbarten Wirthshäufer, sondern bleiben
hübsch daheim und laben sich mit ihren lieben Weibern
und Kindern an dem Getränke, und danken Gott und
dem Nickel Rode dafür, bis auf den heutigen Tag.
Dieses Getränk, welches sie Brodbier heissen, machen
sie auf folgende Art. " Sie kneten geschrotenes Malz
mit ein wenig grobem Roggenmehl und Kleye, wozu
kaltes Wasser gegossen wird, zusammen, und machen
kleine Z bis 4 Pfund schwere Brode daraus. Mehl
nehmen sie nur so viel dazu, daß der Teig zusammen-
hält: auch wird ein wenig Hopfen, klein zerrieben,
mit hinein geknetet. Der Teig darf nicht aufgehen:
sondern die Brode werden gleich in den Backofen ge-
schoben, wenn sie fertig sind. Sie richten es aber so
ein, daß sie die Malzbrode machen, wenn sie eben or-
dentliches Brod gebacken haben. Wenn dieses heraus
kommt, schieben sie dieselben hinein. Wenigstens eini-
ge dieser Malzbrode müssen eine schwarze etwas ange-
brannte Rinde bekommen: daher die Stelle, wo die
Kohlen beym Streichen des Brodes gelegen haben,
abgeräumt, und einige Malzbrode darauf geschoben wer-
den. Während des Backens setzt nun die Hausmutter
den Brauständer oder Bottig (Kufe) zurecht und füllt
ihn mit abgekochtem und wieder verschlagenem Wasser.
Darauf werden die Malzbrode, wenn sie gahr und
braun gebacken sind, aus dem Ofen gezogen, und so-
gleich, ehe sie erkalten, in Stücken etwa einer Wal-
nuß groß, auch noch größer zerbrochen und noch ganz
heiß in den Ständer geschüttet. Dieser wird zugedeckt
und bleibt zwey bis drey Stunden stehen. Alsdann
wird die Würze abgezapft/ in einen Zober (Trog,
Kübel) gethan, mit Hefen (Bärme) angestellt, und wenn
die Gährung geschehen ist, so wie gewöhnliches Bier
gefastet: da es dann bald klar wird und getrunken wer-
den kann. Zieht man es vom Fasse auf Flaschen, so
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