Becker, Rudolf Zacharias
Noth- und Hülfsbüchlein für Bauersleute oder lehrreiche Freuden- und Trauer-Geschichte des Dorfs Mildheim — Sulzbach in der Oberpfalz, 1789 [VD18 12674052]

Page: 341
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in ein laulichtes Fußbad, zu dem nach und nach mehr
inarmes Wasser zuaegoffen wurde. Der Wundarzt
schlug jedem eine Ader am Halse. Man hielt ihnen
Essig und starken Brandtwein unter die Nase, auch
Hirschhornsvirituö und dergleichen. Man blies ihnen
aufs neue Luft in die Lunge, und als einer Zeichen des
Lebens von sich gab, spritzte man ihm wieder frisches
Wasser ins Gesicht und fuhr lange damit fort. Auf
solche Art kamen nach einer halben Stunde zwey von
den Leuten wieder zu sich selbst. Diese kleidete man
nun warmer an, führte sie ein wenig herum, daß sie
in Bewegung kamen, gab ihnen viel Wasser mit Es-
sig und ein wenig Salpeter vermischt zu trinken, und
ließ sie hernach einnehmen, was der Doctor verordnete.
Mit den andern beyden dauerte es langer. Endlich
brachte man sie durch Tabakökkystiere wieder zum Leben.
Siebliebenaber alle viere noch etliche Tage krank, mch
einer davon starb den dritten Tag.
Man hat auch Exempel, daß Leute im Reller er-
sticken, wenn Bier, junger Wein, oder Aepfel- und
Birn-Most darinne liegt und in der Eährung ist.
Da geht aus dem Getränke, durch die innerliche Be-
wegung, eine Art Dunst - Luft heraus, welche die
Lichter auslöschet und Menschen und Thiere ersticket.
Eben dieses geschiehst bey den Beckern und Schmie-
den, wenn sie ausgedampfte Sohlen im Keller auf-
schütten. Aus solchen Exempeln ist nun der Aber-
glaube gekommen, daß gewisse Geister und Gespenster
den Leuten die Lichter ausblasen und ihnen den Hals
umdrohen sollen; welches der liebe Gott gewiß nicht
zulassen würde. Man kann aber einem solchen Un-
glücke auf folgende Art zuvorkommen. Man laufe
nicht gerades Weges in einen Keller hinein, wo zäh-
lendes Getränke oder dunstige Kohlen sind: sondern
man werft/ ehe man hinunter steigt, angezündetes
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