Becker, Rudolf Zacharias
Noth- und Hülfsbüchlein für Bauersleute oder lehrreiche Freuden- und Trauer-Geschichte des Dorfs Mildheim — Sulzbach in der Oberpfalz, 1789 [VD18 12674052]

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2. Beym Feueraufschlagen habe Acht, daß Zun-
der und Schwefel recht ausgelöscht wird. Thue nicht
zu viel Schwefel oder Zunder ins Feuerzeug, und beym
Zunder - Einbrennen nimm nur einen kleinen Lappen
auf einmal)!; thue es auch lieber des Morgens als des
Abends. Machst du mit Schwamm Feuer: so behalte
das ganze Stück, von dem du abreissest, nicht in der
Hand beym Aufschlagen, und stecke ein Stückchen, das
schon gebrannt hat, nicht wieder in die Tasche; laß es
auch nicht liegen, ohne es auszulöschen.
Z. Ein brennendes Talglicht (Unschlitt - oder Gol-
licht), einen Span, oder Holz-Schleisse laß nicht lange
allein, und wenn du des Nachts Licht brennest, so setze
es in einen irdenen Topf oder Schüssel, und so, daß
Hunde, Katzen und Mäuse nicht dazu kommen können.
Ein Hängelicht hänge nicht an Bindfaden, sondern an
Eisendrath auf, und drehe die Flamme allezeit abwärts
von dem Balken, an dem es hängt. Wenn du Holz-
Schleiffen brennst, so setze ein Gefäß mit Wasser dar-
unter, daß die Schnuppen (Kohlen) hinein fallen. Am
Oehllicht und Talglicht laß die Schnuppen (Tochten oder
Putzen) nicht zu groß werden: sie platzen sonst ab und
springen leicht an gefährliche Oerter. Beym Abputzen
siehe zu, wo die Schnuppen hinfallen und tritt sie aus.
Wirf auch die Schnuppen aus der Lichtscheere (Putz-
scheere) nicht zum Fenster hinaus ins Dorf.
4. Mit einem bloßen Licht gehe nicht in Schemen,
(Städel) Ställe, auf den Dachboden oder an andere Or-
te, wo Flachs, Wertig, Garn, Stroh, Heu, Grummet,
TannemReißig, Hobelspäne, Federn und dergl. liegen,
oder unter Strohdächer und mit Strohwischen ausgefüt-
terte Ziegeldächer. Nimm dazu eine Laterne; aber keine
von Papier und keine, wo Scheiben daran fehlen.
5. Muß im Stalle geräuchert werden, so setze
den Kohlentopf in einen ngssen Eimer. Setze auch
sonst

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