Becker, Rudolf Zacharias
Noth- und Hülfsbüchlein für Bauersleute oder lehrreiche Freuden- und Trauer-Geschichte des Dorfs Mildheim — Sulzbach in der Oberpfalz, 1789 [VD18 12674052]

Page: 411
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Bekommt ein Stück Rindvieh von großer Hitze und
Durst die Blatter oder plärre, welches auch die Pest-
blatter und dieAröre genannt wird: so schneide die bley-
farbige Blase, welche an der Zunge oder am Ausgange
des Mastdarms sitzt, mit einem scharfen Messer aus,
drücke mit einem Lappen das darinne befindliche Blut-
tvaffer rein aus, und wasche die Wunde mit Essig.
Mache darauf dem Vieh einige Tage lang das Saufen
mit Vitriolspiricus ein wenig säuerlich,oder koche ihnen
einen Trank von Sauerklee oder Sauerrampfer.
Den Schafen drenc zur Gesundheit folgendes
Kräuterpulver. Sammle Duendel, Schafgarbe,
Majoran, Thymian, weinrame, Salbey,Küm-
mel, Anis und andere wohlriechende Kräuter, wenn sie
anfangen zu blühen, trockne sie im Schatten und mache
sie zu Pulver. Davon mische den Schafen erst ein we-
nig, bis sie es gewohnt werden, und hernach ein Drittel
unter das Salz zum Lecken, und gieb ihnen recht oft Salz.
Dabey behüte sie vor stehenden Wassern, verschlemmten
Futter, und heißen dumpfigen Ställen. Wenn eirr
Schaf von Klee oder anderm weichen Futter, worin« es
sich überfrißt, aufiäuft: so stecke ihm ein Strohband ins
Maul und binde es über dem Kopfe zusammen, welches
die Schäfer aufzaumen nennen, und dabelx laß es frey
herum springen, bis es den Klee heraus wirft.
Schweine dürfen, wenn sie noch jung sind, nicht
beiß, und nicht zu gut gefüttert werden, müssen auf
dem Stalle immer trocken liegen, und wöchentlich ein-
mahl eine Handvoll Büchen - Äsche unter das Fressen be-
kommen. Es darf ihnen nie an Saufen fehlen und im
Sommer muß man sie an heissen Tagen nicht auötreiben.
Wer sie so hält, verliert keines an der Bräune. Wi-
der diese Krankheit ist das beste Wittel, sogleich im An-
fänge dem Thiere etlichemahl Ader zu lassen. Das
Rankkorn oder Gerstenkorn, welches die Schweine
von
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