Chronik der Stadt Heidelberg — 21.1913 (1915)

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II.

Bauliche Cntwirklrrng.

Der baulicheik Enttoickllmg werden die Linien durch die Ge-
staltung deü Ort4bauplaneä gezogen, der im Süden der Stadt nach
Rohrbach zu durch die Ernchtung der neuen Bahnhofe für den Güler-
und den Personenverkehr und damit in Zusammenhang durch die
Anlegung neuer Eisenbahnlinien »ach Würzburg und Karlsruhe ein
verändelteü Gencht bckam. Da die Bahnkiöse meit in die südliche
Ebene vorgcichobekl muroen, so wuroe bekannUich hier das sreie Bau-
gelände bedeutend erweitert, das sich einmal mit Häusern ansüllen
soll, die an den neuen VerkehrSadern der Stadt licgen. Hier galt
es, ducch dieS ganze Gebiet Stmßenlrnien festzrrlegcn und allnrählich
so anüzubauen, daß sie den Bedürsnisien deö VerkehrS und der An-
wohner genügen, Waiser- und GaSleitung vorzubereiten und die
Kanalisation hinzuleiten. Es galt aber auch, die» neue durch Eisen-
bahndämme eingeschlossene Gebiet an die älteren Baubezirke anzu-
glrcdern. Irr der Lerlängerung der Nönier-, dcr Diagonal- und der
Ringsiraße solltcn Verbindungsbrücken gebaut werden, und später soll
durch dies Gelände eine Strasienbahnlinie gesührt werden, die in
Kirchheim enden soll.

Tiese Verbiudicngübrücke, wclche zwischeu der Lessing- und
Matthisonüraße für die Überführung der Ringi'trasie erbaut werden
sollte, erregte m der Westsiadt etwas Sturm, als man hörte, daß
die Brücke in Eisenkonsiruklion ausgesührt werden sollte, deren hoch-
ragende Pfeiler und Träger einen käfigartigen Eindruck zu machen
uud die Larrdschaft wieder einrnal zu verschandeln drohten. Alö
Rufer im Streit erhob sich zunächsi der Vorsitzende im Verein für
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