Beilage zum Diözesan-Archiv von Schwaben — 1893

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Gulden, zu 4°/o verzinslich. Der Großkeller meint, daß
fragliches Ansuchen vom Prälaten von Ochsenhansen wegen
verschiedenem Bauwesen wohl abschlägig werde beschieden wer-
den und teilt mit, daß in diesem Falle 2000—2500 Gülten
zu 4°/o von Johann Jakob Weltin, Ochsenhansischem Hof-
meister in Herschberg, gegen genügende Sicherheit zu erhalten
wären. Pap. in. Lacksiegel. 664.

1723. Septbr. 15. Sale m. Ordinariatskvnsens
des Abtes Stephanus von Salmansweiler, als Vicarius 6s-
neralis des Cistercienserordens durch Oberdentscbland, zu
einem durch die Aebtissin Maria Magdalena zu Baindt von
dem Fürstlich Heiligenbergischen Landrichter und Kloster
Ochsenhansischen Hofmeister zu Herschberg, Johann Jakob
Weltin, entlehnten ablöslichen Kapital von 3000-Gulden zu
40/0, welche die Aebtissin „anß abgang dermahligen aigenen
paaren Mittlen" zur Bestreitung des versprochenen Anlehens
von 3350 Gulden ans das Gut Hagendorn in der Land-
vogtei Schwaben, welches Matthäus Bücher versieht, und
zur Ablösung aller darauf ruhenden Schulden, verwendet.
Pap. m. Lacksiegel des Abts. 665.

1723. Septbr. 15. Salem. Ordinariatskonsens
des Abtes Stephanus von Salmansweiler für die Aebtissin
von Baindt zur Abzahlung und Auslösung der auf dem Hof-
gut zu Hagendorn verbrieft gewesenen Schulden, dem der-
maligen Besitzer desselben 3350 Gulden zu 5°/o vorznleihen
und solche bei der Landvogtei Schwaben genügend sicher zu
stellen. Pap. m. Lacksiegel des Abts- 666.

1723. April 12. und 1725. Febr. 23. Obli-

gationskonzept auf 3000 Gulden gegen Johann Jakob Weltin,
Kloster Ochsenhansischer Hofmeister zu Herschberg und mu-
tandis gegen Johann Baptist Reiter des ReichSgotteShauscS
Weingarten Rat und Rentmeister. 667.

1724. Dezbr. 5. Herschberg. Quittung des Jo-

hann Jakob Welti», Landrichters für das Kloster Baindt,
über 120 Gulden eines auf Allerheiligen 1724 fällig ge-
wesenen 40/gllgen Zinses aus 3000 Gulden Kapital. — <§.
Der Aussteller. Pap. m. Lacksiegel. 668.

1744. Zwei Repertorien über die Acla des verganteten
und im Jahr 1744 von dein Fischbacher Ammann Wagen-
häuser jure pragmaticali retrahierten Hofes Hagedorn, per
3450 Gulden. ^ _ _ 669.

Sine die et anno. Verzeichnis der zum Hof HarraS-
heim gehörigen Grundstücke. 670.

1744. Mai 4. Altdorf. Schreiben des Altdorfer
Ammanns an Johann Georg Kanzlenther, Kloster Baindti-
schen Rat und Oberamlmann, eine abgeschlagene Appellation
betreffend. Pap. m. Lacksiegel. 671.

1695—1712. Acta die Holzweisung oder Stocklosnng
der Kloster Baindtischen Waldungen in der gräflich Wolf-
eggischen Gerichtsbarkeit betreffend. Nr. 1—21.

672—692.

1698—1716. Akten und Briefe, die Reparierung der
Kirche zu Haisterkirch und den vom Kloster Baindt durch Abt
Martinus von Roth verlangten Beitrag zu den Baukosten
wegen des Zehenten zu Adelshofen betreffend. Nr. 1—23.

693—715.

1744. März 1. Baindt. Relatio cum annxa
specie facti des Hofes zu Hagedorn mit 15 Beilagen. Nr.
1—16. “ “ ^ 716-731.

1708—1747. Akten und Briefe, den Hof zu Hagedorn
betreffend. Nr. 1—84. 732—815.

Ende des 17. Jahrhd t s. (sine dato.) Lehen-
brief für den bereits genannten Kloster Baindtischen Hofmeister

Hans Michael Thanner, als Lehenträger der Aebtissin sMaria
Anna der Priori» und des Konvents von Baindt, für den
wiederholt bezeichnet?» halben Weiheranteil im Altdorfer Wald,
verliehen durch den Truchsessen Sebastian Wunibald voichWald-
bnrg. —■ S. Der Aussteller. Perg. Orig. in. Siegel. 816.

1801. Jan. 15. Altdorf. Schreiben deSsK. k. öster-
reichischen Oberamtes zu Altdorf an daS ReichSstift Baindt,
die Verteilung des Baindtischen Schweinmerwaldes an die
Lehenträger betreffend, wonach die für dieselben bestimmte
Waldhälfte nicht, wie früher angeordnet, in 16 Schläge ein-
geteilt werden, sondern an einem Stück belassen bleiben, den
Lehenhnbern aber davon ihr lehenkontraktmäßiges Brenn- und
Bauholzquantum angewiesen werden solle. Gez. v. Arand.
Pap. m. Oblatensiegel. 817.

Repertorium der ehem. Kloster Baindtischen Besitzungen.

1373—1793. Acta daö Lehengnt zu Adelshofen betr.
(Filial von Unterschwarzäch, OA. Waldsee). Nro. 1—40.

1657—1734. Acta die Baindter Wiesen betreffend.
Nro. 1 — 18.

1689— 1795. Acta das Lehengut zu Eggmannsried
betr. (Filial von Untersebwarzach, OA. Waldsee). Nro. 1 — 12.

1653—1750. Acta den Lehenbof zu EhrensbergJFilial
von Haidgau, OA. Waldsee) betr. Nro. 1—21.

1690— 1804. Acta das Lehengut zu Einthürnen (OA.
Waldsee) betreffend. Nro. 1—21.

1646— 1729. Acta über Entirsberg, gen. Moschren
(b. Wslpertswende). Nro. 1—25.

1678—1795. Acta die Güter zu Haidgau (St. Bern-
hardus und St. Antonius) (OA. Waldsee) betr. Nro. 1—28.

1756—1800. Acta die Besitzungen zu Haisterkirch

(OA. Waldsee) betreffend. Nro. 1—7.

1644—1771. Acta das Gut zu Himmenweiler (Filial
von Oberessendorf, OA. Waldsee) betreffend. Nro. 1 — 10.

1358—1778. Acta das Gut z» Hunnnertsried (OA.
Waldsee) betreffend. Nro. 1—3.

1348—1805. Acta die Mauchenmühle (Fil. v. Unter-
schwarzach, OA. Waldsee) betreffend. Nro. 1 — 25.

1672—1804. Acta über das Gut zu Mochenwangen
(Fil. von Wolpertschwendi, OA. Ravensburg). Nro. 1—19.

1590—1712. Acta das Gut zu Muthmannshofen be-
treffend. Nro. 1—3.

1694—1774. Acta über das Lehengnt zu Nehmetsweiler
(Fil. von Zogenweiler, O.A. Ravensburg). Nro. 1 — 16.

1736---1770. Acta daö Lehengütchen zu Oberessendorf
betreffend. Nro. 1 —6.

1647— 1801. Acta die Besitzungen zu Steinach (OA.
Waldsee) betreffend. Nro. 1—8.

1573—1747. Acta über das Gütchen zu Unterthenringen
(Fil. von Obertheuringen, OA. Tettnang). Nro. 1 — 3.

1584— 1791. Acta das Gut zu Wengen (Fil. von
Haidgau, OA. Waldsee) betreffend. Nro. 1—15.

1567—1801. Acta über die Besitzungen zu Wolperts-
heim (Fil. von Unter-Urbach, OA. Waldsee). Nro. 1—11.

Titterarisches.

D er August in er mönch Johannes Hoffmeister.
Ein Lebensbild aus der Reformationszeit. Von Nikolaus
P a n l u s, Priester deS Bistums Straßbnrg. Freiburg im
Breisgau. Herder. 1891. 444 S. Preis 4 M. — 2.40 fl.

Wer an dein roten Faden einer Monographie die erste Periode der
Reformationszeit durchwandern will, um ein tieferes Verständnis der-
selben zu gewinnen, der greife nach diesem Buche. Johannes Hoff-
meister, ein Augustiner-Eremit, tritt da als Augenzeuge auf und urteilt
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