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Friedländer, Ernst
Ostfriesisches Urkundenbuch (Band 1): 787 - 1470 — Emden, 1878

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https://doi.org/10.11588/diglit.1950#0399
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378 1432.

siner borch de vorsichtegen raanncs her Johan Dannow, viearies in der kerken to Bremen, unde
Memmo van Langwerden, ratgever to Bute Jade, vulmechtich der stad Bremen, umme to ramende
unde degedingende ene stede, vaste, ewige sone unde unvorbroken to holdene twuschen deme
ersamen Sybete unde sinen vrenden unde der stad Bremen, welker sone geramet, degedinget unde
vulmechtich besloten is in desser nagescr. wise: dat de ersame Sybeth unde sine vrendes van der
enen syden unde de rad to Bremen van erer unde erer stad wegene van der anderen syde scholen
unde wyllen komen vulmechtich uppe de Jade to Dowensee') myt achte sonesluden, vere van der
enen syde unde vere van der anderen syden, de mechtich to wesende an beden tziiden by to
settende, schedende unde to endegende in fruntschuppe offte in rechte alle twydracht, schelinge
unde sake, de de is offte gewesen hevet in vortiiden twuschen den ersamen Sybete unde der stad
Bremen, went dat kumpt to wedersdagen unde erer en deme anderen den des vorlanget den
dach wytlyk to donde achte dage edder verten dage tovoren, utgesecht pentleke notsaken, de
den dach hinderen mochten. Desse sone is to beiden tziiden angenomen stede, vast to ewigen
tijden unvorbroken to holdene sunder alle argelist, intoge unde hulperede, utgenomen den schaden,
den Elze unde de gesellen, de van des ersamen Sybetes wegene to der seewart sin, dan hebben
offte don, er se wedder komen in des ersamen Sybetes havene unde sine macht dan na den tijden
den Bremeren nicht to schadene, dewyle dat he orer mechtich is unde umme sinen wyllen wyllet
don unde laten. In orkunde unde merer tuchnisse desse vorg. sone stede unde vast to holdene
alze gude cristene lüde, so hebbe ik Sybet myn ingesegel und wy borgermester und radmanne
der stad Bremen unser stadingesegel to dessem breve ghehangen. Geven in jare unde dage alz
boven gescreven steyt.

Das Stadtsiegel von Bremen ist erhalten.

409.

Meude AddeJcans zu Diele verkauft mit Einwilligung seines Sohnes und des Gatten seiner Gross-
nichte dem Johanniterhause zu Jemgum 3 Gras Landes im Holtgaster Felde bei Soliborg.

Nach dem Orig. Kom. Jemgum. Urk. Nro. 6.

29. October 1452.

Kundich unde openbaer zet allen guden liuden, de dessen breff zet offte hören lezen, dat
ik Meude Addekans tho Dyle') myt dem rade myner kynderen, alzo Fomma mynes zones, unde
ik Menna Zyans zone tho Krytzum,2) dar ghenomen hebbe Frouwen, dochters dochtere Meudes
suster tho ene echten wyve, dat wy hebben vorkofft vry unde velech 3 votes) landes in den velde

408. ') Dauens ist in der Antonifluth 1511 von den Wellen verschlungen. Dauensfeld, der letzte Rest der Ge-
gend, ist im heutigen Wilhelmshaven aufgegangen.
40i». ') Diele, an der Südgrenze des Reiderlandes.

a) Critzum a. d. Ems, nordwestlich von Jemgum.

») Eine Rückschrift lautet: Een kopbrief van 3 gras landes; vielleicht ist rote = Ruthen zu lesen.
 
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