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Ernst Múzeum <Budapest> [Editor]
Gróf Teleki Sámuel hagyatéka, valamint Dr. Bakonyi Károly gyüjteményéböl és más magánbirtokból származó festmények és mütárgyak: aukció: 1926, évi március 18-tol 20-ig (Katalog Nr. 31) — Budapest, 1926

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https://doi.org/10.11588/diglit.33573#0012
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VORWORT.

Das altadelige Geschlecht der Teleki's hat dem Vaterlande manche bedeutende Männer ge-
schenkt. Der hervorragendste unter ihnen war Graf von Szek, der berühmte, all-

mächtige Kanzier des Fürstcn Michael Apaffy von Siebenbürgen. Er führt als Erster den Grafen-
titel. Geboren zu Nagyvärad (Grosswardein) im Jahre 1634, fiel er im Jahre i6$o in der Schlacht
bei Zernyest. Der hochgebildete Mann kam im Jahre 1661 zum ersten Male nach Wien. Von seinem
grossen Reichtum zeugen hcute nur wenige Goldschmiedearbeiten, Sattel u. s. w., sämtlich Kunst-
werke von edelstem Geschmack.

Einige Gegenstände aus dem Besitze des grossen Kanzlers kommen mit dem Nachlass eines
seiner Abkommen, weiland Graf Samuel Teleki bei der jetzigen Versteigerung zum Verkauf. Das
hervorragendste Stück unter ihnen ist ein der mit seinem prachtvollen Drahtemail und reichen

Edelsteinschmuck zu unseren schönsten heimischen Denkmälern gehört (Nr. 176). Die Wappen
Michael Teleki's und seiner Frau Judith von Veer zieren ein (Nr. 10) aus der Hand des

berühmten Hermannstädter Goldschmiedes Sebastian Hann und elf Stück sechseckige, getriebene
und vergoldete (Nr. 164—16p). Unter den Satteln und Waffen stammt wohl noch man-

ches Stück aus seinem Besitz.

Der verfeinerte Geschmack vererbte sich im Geschlecht weiter. Aus dem Besitze eines Enkels
des Vorigen, des Grafen &37%MgJ (geb. 1739), siebenbürgischen Hofkanzlers, stammt eine

prächtige, etwa 80 Stück zählende Sammlung von TUygM, unter ihnen mehrere in Gold ä deux und
ä trois couleurs, oder aus den verschiedensten Halbedelsteinen geschliffene und in Gold gefasste
Stücke. Er war auch der Gründer der reichen Teleki-Bibliothek in Marosväsärhely. Nach Kazinczy's
Angabe verwendete er über 800.000 Gulden für wissenschaftliche Zwecke. Er starb in Wien im
Jahre 1822.

Weiland Graf Samuel Teleki, der letzte Besitzer dieser Sammlung, wurde hauptsächlich durch
seine Entdeckungsreisen in Afrika berühmt; er war ein Freund des Tronfolger's Rudolf, ein Anden-
ken an diese Freundschaft ist der PmcAf&ggM (Nr. 184) mit einer Toledo-Klinge und reichem Sil-
berschmuck.

Die Sammlung enthält nicht nur wertvolle einheimische, sondern auch beteudende künstle-
rische Gegenstände des Auslandes von musealem Wert. Der &M^&g E//gM&7MAM7MpgM (Nr. 133)
mit schöner Reliefszene, ist auch durch seine Fassung ein hervorragendes Stück der Goldschmiedekunst;
den W^Mg (Nr. 31) kennzeichnet die aussergewöhnliche Form; der WMMV^M (Nr. 32) zeigt

reich getriebenen Dekor; der niedrige WM7M/igM (Nr. 21) ist durch seine besonders kraftvolle Form ein
nennenswertesStück. SelteneStückesind^H g^MC^H^ P<?^M/g, der Eine (Nr. i54)einäIteresStück
der Teleki-Sammlung von Jeremias Ritter, eine hervorragende Arbeit des Nürnberger Meisters des
XVII. Jahrhunderts (1605 — 1646). (Eine Arbeit desselben Meisters befindet sich imDresdener Grü-
nem Gewölbe, drei Werke in der Rothschild-Sammlung zu Frankfurt.) Der andere Pokal (Nr. 155)
stammt aus dem Nachlass Johann Orth.

Die Meister der Renaissance und des Frühbarock fassten mit grosser Vorliebe verschiedene
Naturseltenheiten in edles Metall; in diese Serie reiht sich die (Nr. 158) aus einer Hum-

merschere gebildet, mit Silberbeschlag im Character des Frühbarock. Ein schönes Beispiel der Jagd-
andenken ist das (Nr. 60) mit den vollen Namen des Wiener Goldschmiedes signiert.

Hervorragend in verfeinertem Geschmack ist die kleine, mit Goldemail und Edelsteinen gezierte
Nach der Überlieferung ein Andenken des Herzogs von Walvech an den Kanzler Graf
Samuel Teleki.

Ein Meisterstück derWiener Goldschmiedekunst representiert das g<?/&M^ (Nr. 65),

das AG&/^Mf in Gold (Nr. 66) ist eine hervorragende französische Arbeit..

Die Sammlung weiland Graf Samuel Teleki war grösstenteils im Jahre 1884 in der
einzig dastehenclen ung. historischen Goldschmiedekunst-Ausstellung vorgeführt.
 
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