Aurenhammer, Maria; Österreichisches Archäologisches Institut [Editor]
Forschungen in Ephesos (Band 10,1): Die Skulpturen von Ephesos: Idealplastik I — Wien: Verl. d. Österr. Akad. d. Wiss., 1990

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9 Zur Verwendung der Attribute in römischer Zeit Söldner 321 ff., bes. 328 ff.
10 Vgl. die Statuen im Konservatorenpalast, Söldner 609 f. Kat. 25 Abb. 9—12 und in Venedig, Söld-
ner 615 Kat. 35 Abb. 19.
11 Söldner 268.
12 Jobst a. 0. 59 f.

75 Eros- oder Knabenköpfchen Selguk, Efes Müzesi 14/25/75
Fundnr. H 1/63/5/8
Taf. 54 a
H 1; 1963
Grobkörniger hellgrauer Marmor, z. T. leicht gelblichbraune Patina
H 0,169 m. Gesichtsh. 0,102 m (Haaransatz bis Kinnspitze). Kopfh. 0,135 m. Kopfb.
0,103 m. Köpft, erh. 0,093 m.
Rs. des Kopfes und unten am Hals abgeschlagen. Abplatzungen am Gesicht über dem 1.
Auge, an Nase, den Wangen, über dem r. Auge, an der r. Halsseite. Haarschopf und 1.
Kopfseite verbrochen, Haar an r. Kopfseite bestoßen.
Gesicht mäßig geglättet. Mundwinkel vertieft.
Spätere Kaiserzeit
Unpubliziert
Dieses kleine, stark beschädigte Knabenköpfchen, eine bescheidene Arbeit, zeigt
ein rundliches Gesicht mit hoher Stirn, vollen Lippen mit herabgezogenen Mundwin-
keln, kleinem Kinn, vergleichsweise flachen Wangen und von fast horizontal abschließen-
den Unterlidern sowie breiten Oberlidern bedeckte Augen. Über der Stirn sitzt der cha-
rakteristische Schopf, das an den Schläfen abwärts gestrichene Haar — mit Löckchen
vor den Ohren — ist nur gekerbt und geritzt.

76 Eros- oder Knabenköpfchen (Erg.)

Selguk, Efes Müzesi o. Inv.
Fundnr. ST 6/80
Taf. 54 b

Südtor der unteren Agora, Südkanal, Sondage im Planquadrat 1/79; 1979
Mittelkörniger hellgrauer Marmor
H 0,055 m. B 0,054 m erh. T 0,049 m erh.
Erh. r. Kopfhälfte und Hinterkopf. Oberfläche etwas verwaschen, wenig bestoßen. Ein
Lockenauge gebohrt. Locken sonst nur geritzt und gekerbt.
Spätere Kaiserzeit
Unpubliziert
Dieses winzige Fragment eines Eros- oder Knabenköpfchens — möglicherweise auch
von einem Relief (Sarkophag) stammend — läßt gerade noch die charakteristische Fri-
sur mit den an der rechten Kopfseite herabfallenden gedrehten Locken sowie die Schei-
telsträhnen erkennen. Die Locken sind bis auf ein gebohrtes Lockenauge gekerbt und
geritzt. Die Ansätze von Wange und Hals sind sichtbar. Der Hinterkopf ist nur summa-
risch ohne Lockenangabe gearbeitet.
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