Gesellschaft für Vervielfältigende Kunst [Hrsg.]
Die Graphischen Künste — 5.1883

Seite: 107
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LOUIS JACOBY

Ein Lebensbild


N dem Augenblicke, wo wir unsere bedeutendste bisherige Publication, den von unferen Mitgliedern längft
mit Ungeduld erwarteten Stich nach Raffael's „Schule von Athen" auszugeben in der erfreulichen
Lage find, ziemt es fich wohl, unserem alten bewährten Gebrauche, die für unsere Gesellschast thätigen
Künftler durch biographifche Mittheilungen unseren Mitgliedern bekannt zu machen, in umsassender Weise zu
huldigen. Ist diefer Stich, welcher schon bei feiner Beftellung das Interesse aller Liebhaber der graphifchen Künste
wachries und sie zum Eintritte in unfere neu begründete, noch durch keine Leiftung beglaubigte Gesellschast
veranlasste, sür diese von ganz besonderer Wichtigkeit: fo ift er nicht minder bedeutungsvoll für die Laufbahn des
Kunstlers, der an ihm durch mehr als ein Jahrzehent geschafsen und ihn zum Hauptwerke seines Lebens geftaltet
hat. Was immer Louis Jacoby noch schassen, wodurch immer er feine grofsen Verdienste um die Entwicklung der
graphifchen Künste in der sür dieselben so kritifchen Epoche des dritten Viertels des XIX. Jahrhunderts vermehren
mag: sür seine Bedeutung als Stecher kann keine neue Leistung Ausfchlag gebender werden, als dieses Blatt nach
Raffael. Die Vollendung desselben ift daher der geeignetste Zeitpunkt, um aus den Entwicklungsgang Jacoby's
einen umsassenden Rückblick zu wersen.
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