Kindler von Knobloch, Julius ; Badische Historische Kommission [Hrsg.]
Oberbadisches Geschlechterbuch (Band 1): A - Ha — Heidelberg, 1898

Seite: 15
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zum Angen

von Anweil.

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für den Burgundischen Kreis (Schreiber). Er hatte 1502 noch kein Siegel, führte aber 1516 als einer
der Pfleger der Stiftung und Ordnung armer Studenten in Freiburg, genannt die Sapienz, ein solches,
nämlich im Schilde einen gekrönten Adler und auf dem offenen Helme einen gekrönten Adlerhals.
zum Angen. Ein in Badischen Urkunden oft genanntes Baseler Geschlecht, dessen Wappen in der
Zur.Wappen-Rolle No. 239 im g. gerandeten r. Schilde einen i+ Pfahl zeigt; auf g. Topfhelme zwei mit dem
Schilde belegte, mit Pfauenspiegeln besetzte r. Stierhörner. Wernherus de Angulo, miles, 1213; Cuenzinus zem
Angen junior 1305. Claus zum A. gen.Vinsterli, Bürger in Kleinbasel 1345. Der fromme Hanmann zem A.,
Bürger in Basel, kaufte 1398 Zinse auf der Stadt Thiengen. Richard v. A. gen. Vinsterlin, 1400
Supprior, 1403, 04, 09, 15 Prior, 1391, 92, 97—99, 1416, 19, 21 Procurator des
Augustiner Klosters in Basel. Siebmacher III, p. 186, No..9, gibt das Wappen ähn-
lich: im g. gerandeten ±j: Schilde ein r. Schrägbalken; H.: zwei mit dem r. Balken
belegte ^ Büffelhörner; Hd.: fl: w.

Angerer, Burkhard, 1470 Geistlicher in Geisingen. Adam A., 1543 Kanzler
der Stift. Reichenau, führte 1554 als Obervogt derReiche-
nau im Schilde einen Balken, darauf eine Lilie zwischen
zwei Sternen und auf dem Stechhelme zwischen zwei
Büffelhörnern eine auf einem Sterne aufstehende Lilie.
Angli. Johannes Angli, Bürger in Thiengen (im
Klettgau) 1285.

Angnelin. J. Angnelin, 1298 Bürger in Waldshut,
Angst. Mathildis vidua de Friburc, uxor quon-
dam Rodgeri cognomento Angist, vergabte an St. Peter
pistrinum in urbe Friburg. Zeugen dieser Schenkung waren: HenrieuB
qui dicitur Angist et Hermannus, fratruelis ejusdem (Rot. S. Petr.).

Anhorn. Rudolf Anhorn oder Ainhorn 1368 Rathsherr in Konstanz,
in diesem Jahre im Kampfe bei Bassersdorf
und bei einem Stechen in Zürich. Wappen:
gespalten, vorn in Silber ein fünf blätteriger grüner Lindenast, hinten in
Silber ein rother Löwe; auf dem Helme ein dreiblätteriger grüner Lindenast
mit ^ Hahnenfederbusche darauf. Hd.: gr. W. (Wappenrolle der Katze).
von Ankenreut. Ankenreut im O.-A. Waldsee. Discretus vir
Heinricus de Ankenrüte 1288 Zeuge einer
Salemer Urkunde. Ulrich Ankenreuter oder
Ankelrüter wurde vom Herzog Sigismund v.
Oesterreich am St. Matthäustage 1468 nach
dem erblosen Tode seines Schwagers, des
Herrn Bernhard Schnewlin im Hof, mit Zins-
gütern in Mördingen, Auf hausen, Haslach,
Sölden und Weitenau belehnt, welche nach
ihm 1489 seine Söhne Friedrich der Jüngere
und nach dessen Tode 1497 Ulrich empfing.
Nach dem erblosen Absterben des 1520 be-
lehnten Gilg Ulrich von Anckhenreit fiel das Lehen 1528 heim. Jungfrau
Apollonia v. Nanckenrit, des Gilg Ulrichs sei. Tochter, 1541, verkaufte 1588
als verwitwete v. Stadion die von ihrem Vater ererbten Zinse in Bischoffingen.
Wappen: In Roth und auf dem Helme mit r. w. Decken zwischen offenem
r. Fluge ein aufrechter silberner Feuerhaken oder Lanzenspitze (Siebmacher
I, p. 107, No. 13; auf dem Siegel Ulrichs 1497 der Haken auf dem Helme mit einer Pfauenfeder besteckt).
Die achtfelderige Ahnentafel Philipps v. Nankenreut, 1579—1590 Domherrn zu Wuerzburg, bei Salver
p. 490; Bruchstück einer Stammtafel dieses Geschlechts bei Biedermann, Erzgebirge, Tafel 340; ein
Artikel Ankenreuter bei Wißgrill, Schauplatz des Nieder-Oesterreich. Adels, I, p. 135—136.
Ton Ansbach. Niclaus v. Anspach, Vierer in Lahr 1320.

TOn Anselflngen. Anseifingen, B.-A. Engen. Ernestus de Anselvingen 1100. Melchior v. A.
empfing 1417—20 Lupfen'sche Lehen in Neuhausen.

Anszely. Meister Adam A., Bürgermeister in Breisach, 1517.

TOll Anweil. Stammsitz auf den Burgen Alt- und Neu-Ainwil (Eimvil, Andwil, Anwil), eine
Stunde östlich von Buergeln im Thurgau. Zuerst erscheint Berthold 1102 als Domherr in Konstanz.
Hesso de Annewilaer, Ministeriale des Bischofs von Konstanz 1169 und sein Sohn Rudolf als Ministeriale
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