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Kindler von Knobloch, Julius ; Badische Historische Kommission [Editor]
Oberbadisches Geschlechterbuch (Band 1): A - Ha — Heidelberg, 1898

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https://doi.org/10.11588/diglit.1467#0420
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416

Fuli — von Gachnang.

in Dießenhofen, woselbst sein Sohn Franz Martin den alten Stamm beschlossen haben soll. Die von
Rüger, dem Verfasser der Schaffhauser Chronik, dem Jkr. Hans Wilhelm gewidmete «Fulach'sche
Historie» befindet sich in der Stadtbibliothek Schaff hausen. Wappen gespalten: vorn in G. ein r. Löwe,
hinten in B. ein abnehmender s. Halbmond; H.: ein Flügel mit dem Schildbilde; Hd.: r. g. und b. s.
(Rüger's Chronik; Siebmacher I, pag. 201, No. 2.)

Fuli. Jacob F. zog 1342 mit den Geschlechtern aus der Stadt Konstanz.

Fulleder. Ein im Neuweierer Thale begütertes Bürgergeschlecht der Stadt Baden. Berthold F.
1370 Gasthalter der Herberge «das Briden Bade», Lehen des R.'s Ott von Seibach. Heinrich F. von
Baden und Berthold F., Pfarrvicar zu Steinbach, stifteten 1422 mit Anderen die St. Barbara-Pfründe
in der Pfarrkirche zu Steinbaeh. Heinrich Fulledir 1452 Student auf der Universität Erfurt. (Gef.
Mitth. des Herrn Pfarrers Reinfried in Moos.)

Funk. Apollonia F. aus Konstanz, f 1633. 21. 11., war 1608 bis 1615. 18. 2., wo sie resignirte,

die letzte Aebtissin von Engelberg. Es ist fraglich, ob dieselbe dem Patriziergeschlechte der Funck

von Senfftenau in Augsburg, Memmingen, Kempten etc. angehörte, welches sich

mehrfach mit den Konstanzer und Ueberlinger Geschlechtern von Tettikofen,

Kreuzer, Grimmel, Stebenhaber u. A. versippte.

Fnnckhart. Der ehrenveste Caspar F., Bürger in Breisach, 1586.
Fundel. Konrad F., 1473, 1474 Rathsherr in üeberlingen, führte im
Schilde drei (2, 1) Kannen mit Henkel, von denen 1 und 3 nach rechts sind, 2
nach links gekehrt.

Funkli. Jacob F. aus Konstanz, n. 1522, war 1548—1550 Pfarrer in
Taegerweilen, von da ab in Biel, wo er 1565 starb.

Furtenbach. Frau Barbara F. machte milde Stiftungen in Konstanz
1596. Dieselbe gehörte dem im Königreiche Bayern noch blühenden, aus Feld-
kirch stammenden, in mehreren Linien in den Reichsadelstand (1548. 6. 2.;
1614. 30. 6.; 1618. 10. 11. und 1623. 10. 3.) erhobenen Geschlechte an.
Fuß. Eberhardt Fuoß 1384 Bürger in Konstanz.
Fustung. Cunradus Fustungus 1246 Bürger in Konstanz.
Tybelin. Jörg V. 1469 Stadtschreiber in Offenburg.
Fyg. Conrad F. 1466 Bürger in Konstanz.

Fundel.

G.

von Gachnang. Das Stammhaus dieses alten Adelsgeschlechts, jetzt Gachlingen, ist zwar im
Thurgau, auf der linken Seite der Thur unterhalb Frauenfeld, gelegen, aber das Geschlecht erscheint
so vielfach auf Oberbadisehem Gebiete, daß es hier nicht übergangen werden darf. König Arnulf ver-
lieh den Kirchort G. 888 dem edelen Manne Cuno als Reichslehen; später gehörte G. der Abtei
Reichenau, die ihn durch Meier verwalten ließ, deren Nachkommen wohl die Dienstmannen v. G.
waren. Als die ältesten Sprossen des Geschlechts kommen vor: Gerungus de Kachenang 1163; Wal-
therus de Gachinang 1263. Walter und Konrad 1282. Walter v. G. 1316; dessen Witwe Margaretha
(von Wesperspüel) 1324, 1326. Sein Sohn Hartmann, R., 1348, zeugte: Walter, Erbe der von Wes-
perspüel; er kaufte 1330 den Sitz Meiersberg, erwarb 1339 die Vogtei und Herrschaft Wittenwil, war
1346 Vogt zu Rotenburg bei Luzern. Von seiner Gattin Margaretha, 1363, hatte er folgende Kinder:
A) Hans oder Hans Walter, 1368, f 1384, Herr zu Meiersberg und Gachnang; seine Gattin Elsbeth,
Tochter Herrn Heinrichs von Randeck, 1368, 1404, gebar ihm: a) Hans zu Meiersberg und Gachnang,
1384, 1433; er vermachte Gagnang 1417 seinem Oheim Ulrich von Schinen. b) Konrad, 1384, 1406,
Schwager des Eberlin von Boswil, 1405 nebst seinem jüngeren Bruder mit der Stadt Konstanz ver-
glichen, c) Heinrich gen. Münch, 1405, 1438, war auf dem Konzil zu Konstanz, Oesterreich. Rath
und Vogt zu Altkirch 1420, 1434. Wohl seine Nachkommen sind Friedrich Münch v. G., 1458, der
mit der Stadt Konstanz verglichen wurde, und Hans Münch v. G., 1457, 1479, welcher durch seine
Gattin Verena von Eptingen in den Besitz der Dörfer und Vesten Wilden-Eptingen und Ober-Dietken
etc. gelangt war, die er 1457 verkaufte. B) Margaretha, Gattin des Konrad von Schinen zu Schroz-
 
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