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Kindler von Knobloch, Julius ; Badische Historische Kommission [Editor]
Oberbadisches Geschlechterbuch (Band 2): He - Lysser — Heidelberg, 1905

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https://doi.org/10.11588/diglit.2032#0098
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96

Holzapfel.

war 1442 Reichsschultheiß in Hagenau. Hans H. zu Lengenfeld 1445, Heinrich 1457, 1478 Lichten-
berg. Mannen; ersterer wurde nebst seinem Bruder Jacob H. v. H. 1451 bei Reichshofen in dem Kampfe
zwischen dem Grafen Schaffrid von Leiningen mit den Herren von Lichtenberg von diesen gefangen.
Die Brüder Heinrich und Jacob H. v. H., dieser 1465 Schultheiß zu Weißenburg, wurden 1459 auf
12 Jahre zu Castellanen des Schlosses Berwartstein (Baerbelstein) bestellt. Heinrich und Hans 1463
Mannen der Abtei Weißenburg. Heinrich H. 1575 Administrator der Abtei Münster im Gregorienthai.
Hang Jacob H. v. H., Vogt in Lauterbach, 1591 Pathe in Sulzmatt. Hans Wilhelm H. v. H. 1613

vom Bischof von Speyer belehnt. Philipp Johann, 1662 Amtmann zu
Lauterburg, Fürstlich Speyer. Rath und Oberjägermeister. Siehe die
Stammtafel Seite 94. Wappen: getheilt, oben in S. neben einander
zwei r. Holzäpfel an kurzen gr. Stielen, unten b. ohne Bild; IL:
zwei außen in der Mitte mit je einem r. Plolzapfel besetzte s. b. ge-
theilte Büffelhörner, zwischen denen ein dritter Apfel steht; Hd.: b. s.
(Pfalz. Lehnsbuch, I, fol. 46; Codex Reiber, fol. 21; Wappencodex
des Vereins Herold, pag. 342, No. 1.) Ohne die äußeren Aepfel an
den Hörnern bei Bueheler, fol. 28a. Im jüngeren Miltenberger Codex,
fol. 250 sind die Aepfel im oberen Schildestheile und innerhalb des
s. Theiles der Büffelhörner golden. Das Wappen der H. v. H. ist
wohl darum, weil sie damals noch blühten, trotz der im Diplom
d. d. 1682. 1. 8. ausgesprochenen Wappenvereinigung nicht in das
vermehrte Wappen der Reichsgrafen von Falkenhayn gelangt, in
dessen 1 und 4 b. Felde des gevierten und mit einem Herzschilde
belegten Schildes drei g. Aepfel schrägrechts gestellt wohl den Namen
Holzapfel andeuten sollen.

Holzapfel. Außer dem vorher behandelten Pfälzischen Adels-
geschlechte kommt der Name Holzapfel am Oberrhein vor. So ver-
Holzapfel von Herxheim, kaufte 1313 ein Straßburger Bürger Heinrich H. mit seiner Gattin

Katharina Reben im Banne von Rosheim. Der Kaiserliche Pfalzgraf
Wilhelm Boecklin von Boecklinsau verlieh im Jahre 1556 dem Baltser Holtzapffel, Magister zu Frei-
burg i. Bj\, ein Wappen, dessen Beschreibung in der Pfalzgräflichen Registratur leider fehlt, so daß
nicht festgestellt werden kann, ob dieser Baltser etwa der Vater der Brüder Albrecht und Ulrich ist,

mit denen die auf Seite 95 ge-
gebene Stammtafel beginnt. In
dieselbe nicht einzureihen sind:
Matthäus H, heirathete Rheinfelden
1651. 13. 5. Verena Eggs, welche,
wohl verwitwet, ebendaselbst 1665.
26. 7. Johann Adam Schnork-
mueller ehelichte. Israel H., Kam-
merrath in Ensisheim, nach von
Stetten unverehelicht verstorben, ist
wohl jedenfalls identisch mit dem
J. U. Dr. Georg Israel H., Advocat
und Vorderösterreichisch. Kammer-
procurator in Ensisheim, welcher
noch 1632 lebte und in Rhein-
felden die von seiner Gattin Anna
Maria Felgner geborenen Söhne: Jo-
hann Georg 1622.25.4. und Johann
Ulrich 1624. 12. 2. taufen ließ.

Das dem Dr. Albrecht 1588.
25. 9. verliehene adelige Wappen
zeigt einen gespaltenen Schild,

vorn in i± ein g. Löwe, hinten in TT , ..

Holzapfel. . . ~ . Holzapfel.

R. ein mit drei r. Holzäpteln mit

gr. Stielen und Blättern belegter
breiter s. Balken; gekr. H.: ein wachsender g. Löwe zwischen zwei r. ij^ r. getheilten, in den Mund-
löchern mit je drei r. Holzäpfeln sammt Stielen und Blättern besteckten Büffelhörnern; Hd.: g.
 
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