Kindler von Knobloch, Julius ; Badische Historische Kommission [Editor]
Oberbadisches Geschlechterbuch (Band 2): He - Lysser — Heidelberg, 1905

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He.

Hebenstreit. Geschlecht in Konstanz. Benedikt H., Kaiserlicher Trabant, empfing d. d. Brüssel
1549. 15. 11. einen Wappenbrief mit Lehenartikel: In dem durch einen schmalen r. Balken ge-
theilten g. Schilde oben ein rechtsgekehrt schreitender Hahn mit r. Kamm und Lappen, unten aus
dem Schildesfuße wachsend die Büste eines nackten Mohren mit w. Kopfbinde und abfliegenden Bändern;
Stechhelm mit r. g. b. s. Wulst: die Mohrenbüste wie im Schilde;
Hd.: r. g. und b. s. Im alten Wappen war der Schild b. und
der «geschmälerte» Balken p:. Benedict Hebenstreit, Fähnrich
(wohl der Vorige), und sein Bruder Christoph erhielten d. d. Wien
1553. 9. 8. eine Wappenbesserung durch offenen Helm: In einem
durch einen schmalen r. Balken getheilten s. Schilde oben ein
wachsender p: gekleideter Mohrenrumpf mit abfliegender r. Kopf-
binde, unten der schreitende Hahn; H.: zwischen zwei s. :j± bez.
r. s. getheilten Büffelhörnern der Mohrenrumpf; Hd.: p: s> ur>d
r. s. — Andreas von Hebenstreit, Fürstbischöflich Konstanz. Ge-
heimer Rath und Hofkanzler, wurde d. d. Wien 1795. 29. 5. mit
dem Ehrenworte «Wohlgeboren» in den Reichsfreiherrenstand er-
hoben : durch einen schmalen s. Balken getheilt, oben in R. der
rechtsgekehrte Rumpf eines Jünglings in enganliegendem g. Kleide
mit p: Kragen und abfliegender s. Kopf- und ±t Leibbinde; unten
in G. der schreitende p: Hahn mit r. Kamme und Lappen; Frei-
herrnkrone mit zwei gekrönten Helmen: 1) ein Schwert schwingen-
der geharnischter Arm; 2) der Jünglingsrumpf; Hd.: r. g.

Heberlinger. Katharina H., «Ahne» Johanns des Saltz-
manns, Bürgers in Freiburg 1315. Hug H., des Raths in Frei-
burg, 1337, 1345. Henni IL, des Raths in Wäldkirch, 1345. Hebenstreit.

Heby. Peter Heby 1416, 1417 im großen Rathe zu Konstanz.

Hecker yon Ohlungen. Der Name Hecker. (Haecker, Heger) bedeutet einen kleinen Lehnsmann
oder Aufseher eines Waldgeheges. Bürgerliches Geschlecht in Hagenau. Matthias H. aus Hagenau
und Marcellus H. aus Brumat wurden 1496. 23. 6. bez. 1498 als Studenten auf der Universität
Heidelberg immatriculirt und 1498. 16. 1. bez. 1499. 10. 7. ebenda baccalaurei artium. Gabriel Hecker
von Ölungen (Ohlungen, Dorf, Kreis Hagenau), Stättmeister von Hagenau, wurde unter Bestätigung
seines bisher geführten Wappens und Besserung desselben durch einen offenen Helm statt des Stech-
helmes von Kaiser Karl V d. d. Spe}rer 1544. . . . (Datum in den Acten des K. K. Adels-Archivs zu
Wien nicht angegeben; der Kaiser hielt sich in Speyer vom 30. Januar bis zum 10. Juni 1544 auf)
in den rittermäßigen Adelstand erhoben. Er empfing 1546 für Karl von Armsdorf Lehen von den
Herren von Lichtenberg und war 1566 sammt seiner Gattin Magdalena Schmalz verstorben. Kinder:

a) Daniel, 1564, 1574, war 1566 Schöffe in Hagenau; seine Witwe Amalia von Falkenstein f 1607.

b) Karl, 1564; uxor: Johanna von Muellenheim, wiedervermählt an Eberhard von Keppenbach. Söhne:
a) Wilhelm H. v. 0. wurde 1580. 29. 4. Satzbürger in Freiburg und kaufte 1581 um 10141 flor. von
den Degelin von Wangen das Schlößchen Wangen, das er um 1621 Schulden halber abtreten mußte.
Markgraf Philipp von Baden und Hochberg belehnte d. d. Baden 1587. 15. 9. die Gebrüder Hans
Caspar und Wilhelm Haeckher von Ölungen zu Wangen mit dem Wasserhause und Hofstattzinsen zu
Mahlberg, sowie Gülten und Zinsen in Kippenheim. Wilhelm empfing 1587 im Namen seines Bruders
Hans Caspar als des Vogtes ihres Stiefbruders Hartmann von Keppenbach dessen Stift Gengenbach'sche

Oberbad. Geschlechterbach. IT. l
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