Kindler von Knobloch, Julius ; Badische Historische Kommission [Hrsg.]
Oberbadisches Geschlechterbuch (Band 2): He - Lysser — Heidelberg, 1905

Blatt: 367
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Krebsenbach — Freiherren - von Krenkingen.

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1694 Kgl. Französ. Capitaine, 1702—1713 des Raths in Straßburg, 1731 Herr zu Weitersheim, damals
vermählt mit Maria Magdalena von Berckheim. Kinder: a) Georg Ignaz von Krebs zu Weitersheim,
1732 Stättmeister zu Hagenau, dürfte der Letzte des Mannesstammes gewesen sein, ß) Maria Fr an eise a
Baronesse von Krebs, 1750, verm. 1729. 2. 3. an Theodor von Vorstadt, Witwer von Anna Catharina
von Cuplet, Stättmeister zu Hagenau, der 1733. 17. 3. in der St.-Georgen-Kirche in Hagenau bei-
gesetzt wurde. Wohl gleichfalls Sohn Adolfs war 7) der 1731 als
Pathe aufgeführte Ferdinand Baron von Krebs. Der erstgenannte
Johann Adolf schreibt d. d. Speyer 1669. 30. 7. als J. A. Krebsle
von Bacht und d. d. Baden 1671. 7. 5. als J. B. (Baron?) Krebs
von Bachten an seinen «Schwager» Johann Wilhelm von Göll und
nennt in dem ersteren Briefe (Freiherrlich von Ulm'sches Archiv in
Heimbach) — leider ohne Nennung der Vornamen — seine Kinder:
1) ein Sohn, Professor Theol., Societatis Jesu in Mainz; 2) Sohn,
Kaiserlicher Sequester zu Ladenburg, verm. mit einer von Gayl;
3) Sohn, zu Oberwössing,, verm. mit einer von Spilding; 4) ein
Sohn, Jesuit; 5) eine Tochter, deren Gemahl der Baron Herissem,
Amtmann zu Baden, Hofrath und Kammerjunker, ist. (Gef. Mitth.
des Herrn Camillo Freiherrn von Althaus zu Freiburg.) Der Adel
der Familie ist ohne Zweifel auf einen Kaiserlichen Gnadenakt zurück-
zuführen, da das Wappen sowohl bei Siebmacher IV, pag. 104, No. 8
unter den Geadelten aufgeführt ist und auch im Wappenbuche des
K. K. Adels-Archivs zu Wien II, 88 (hier mit schmalem gr. Schildrande)
sich findet. Die Adelsakten sind nicht mehr vorhanden. Wappen:
In B. ein in zwei Pfahlreihen zu 14 Plätzen s. ^ geschachter Pfahl;
gekr. H.: zwei s. b. bez. s. ^ getheilte Büffelhörner; Hd.: ±j: s.
bez. b. s.

Krebsenbach, Zinken im B.-A. Offenburg. Oberlinus dct. Krebessembach et uxor ejus Elena, de
Offenburg, verkauften ihr Haus in Oberkirch. Das Mortilogium des Klosters Allerheiligen auf dem
Schwarzwalde nennt unter dem 1. Juni: Fridricus dct. Krebsenbach et Engla, uxor ejus, et Metza,
mater ejus.

von Kregelbach. K., ein Weiler im B.-A. Waldkirch. Berhtolt und Cunrat von Kreckelbach
die Löwen im 14. Jahrhundert.

Krell. Heinricus dct. Krelle, Mönch von St. Blasien, Propst des Klosters Weitenau, B.-A. Schopf-
heim 1284, 1291. Hermann Crelle, Z. Urk. St. Blasien 1310. Heinrich Krelle, Einsammler einer
Kollekte zum Aufbau einer neuen Kapelle in Freiburg 1324. Heinrich Krelle, Ek. im Kinzigthale
1330. Peter Krell, Träger eines von Wartenbergschen Lehens für die Klause Thalheim 1338.

Der Domherr Jobann Julius Krell von Praunstein war 1662 Pathe in Markdorf.

Kremmer siehe Kraemer.

Krench. Hans K., Bürger in Markdorf 1455. Peter Krenchel, Bürger in Lindau, 1623, führte
im Schilde einen wachsamen Kranich, auf dem Turnierhelme zwei Büffelhörner.

Freiherren von Krenkingen. Wohl selten ist die Geschichte eines bedeutenden Edelherren-
geschlechtes bisher so wenig klar gestellt wie diejenige der Freiherren von Krenkingen, welche des
gleichen Wappens wegen zweifelsohne als Stammesgenossen der Freiherren von Regensberg (R. nörd-
lich von Zürich) anzusprechen sind. Den Namen Krenkingen führen das Dorf Krenkingen im B.-A.
Bonndorf, ferner die Schlösser Altkrenkingen an der Steinach, östlich dieses Dorfes, Neukrenkingen bei
Riedern am Sand und Gutkrenkingen bei Dietlingen, beide im B.-A. Waldshut. Von den hier zu
behandelnden Freiherrengeschlechtern kommen in Betracht :

A) Die Edelherren von Weißenburg, welche früh erloschen sind. Da Siegel von ihnen nicht vor-
handen sind, bleibt es fraglich, ob sie nicht etwa zu den Schweizerischen Herren v. W. im Simmen-
thaie gehören, welche einen mit drei Sparren belegten Pfahl im Schilde führten. Notger (Nogge)
von Wizzenburch 1091 Z. Urk. des Klosters Allerheiligen bei Schaffhausen, 1092. Sein Bruder
Liutoldus de Wizzenburch, advocatus in Rheinau, zwischen 1100 und 1125, soll kinderlos verstorben
sein. Liutoldus de Wizinburc, carnali legitimo herede cassatus, wird im Cartular von Rheinau in einer
undatirten Urkunde — wohl nach 1106 — erwähnt. König Konrad III nahm d. d. Konstanz 1152.
7. 1. die von dem liber homo et nobilis Marcwardus (angeblich einem Freiherrn von Weißenburg)
uxore orbatus ac liberis 1111 gestiftete, im 13. Jahrhundert nach Riedern am Sand verlegte Zelle
zu Detzeln im Steinachthaie in seinen Schutz und übertrug die Vogtei derselben an Cunradus de
Creinchingen und seine Nachkommen nach dem Rechte der Erstgeburt.
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