Kindler von Knobloch, Julius ; Badische Historische Kommission [Editor]
Oberbadisches Geschlechterbuch (Band 3): M - R — Heidelberg, 1919

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Oswald — Ott.

Mathis von Büttikon von ihrem Großvater Pantaleon von Wessenberg die von dem f Ulrich von
Ülingen an ihn vererbte Pfandherrschaft in Oberalpfen 1383. Dorothea von 0. kommt aus dem Kloster
Unterlinden in Golmar in das Steinenkloster in Basel zur Einführung der strengeren Observanz und
wird dort Priorin 1423—1425.

W. Gespaltener Schild, rechts drei Balken (Siegel des Heinrich von 0. 1275).

Oswald. 1) Angesehenes Bürgergeschlecht zu Überlingen. Hans 0., Vogt zu Ittendorf 1440.31.8.,
1448.21.6., 1454. Ludwig O., der 17. Abt zu Salem, gewählt 1462, f 1471.8.8. Der Bruder des
Abtes Lorenz 0., Bürger zu Überlingen 1467, Zunftmeister 1473, Lehensherr zu Ittendorf 1482; des
Rates 1483, 1485, 1488, als Bürgermeister genannt 1484, 90, 96, 97, 98, 99, 1501 Pfleger des Heiligen
Geist-Spitals. in Überlingen 1491; t 1505.30.8. Dr. Georg 0., katholischer Pfarrer zu ^Geislingen
1527, vertrieben 1531 (s. Hist. pol. Blätter V, H. 1), dann zu Günzburg, Pfarrer zu Überlingen,
j Überlingen an der Pest 1542 oder 1541. Hans 0. wird als deutscher Schulmeister von der Stadt
Überlingen angenommen 1577. 14. 6. Johann 0., erster Propst zu Überlingen, f 1611. 21. 10. Wohl
zu dieser Familie gehört Hans Owschwalz 1468. 14. 2. (Siegel eine Taube oder Ente). Christoph 0.,
Doktor der Medizin und Bürger zu Konstanz, verkauft Besitzungen zu Golderich, Salach, Auen, Buch-
berg, Brunach, Schlopferin und zu Bermatingen an Kloster Salem um 2225 fl. 1577.

W. Taube mit Ölzweig im Schnabel (Siegel des Bürgermeisters Lorenz 0. 1473, 98, 99 und
des Hans 0., Vogts zu Ittendorf 1454).

2) Zu Überlingen als Bürger und Vogt zu Ittendorf erscheint Andreas 0. 1608, 13, seine Gattin
Agathe Offner t 1608. 19.4., sep. in der Kirche zu Ittendorf. Jacob 0., Stadtammann zu Mark-
dorf 1502.

W. Drei Bäume auf drei Felsen (Siegel des Andreas 0.) 1613.

3) In Engen treten auf: Henni 0. von Engen 1443; Hans 0., Bürger
in Engen, der für sich und die Gebrüder Lienhard und Bartholomaeus 0.
von Jörg von Almishofen mit dem 1/ä großen und kleinen Zehnten zu Äsen,
den Hans 0. von Hans Engeshamer, Altbürgermeister in Villingen, gekauft
hat, belehnt wird 1492.25.5.

4) Es ist nicht festzustellen, welchem Stamme zugehören: Elisabeth
0., die mit ihrem Gatten Ott dem Schüler zu Meningen die Burg zu Me-
ningen mit Zugehör verkauft 1391. 29. 11. Hans 0., Vogt zu Bermatingen
1464. 26. 2. Johann 0., Leutpriester in Bermatingen 1468. Anton 0., Pfarrer
in Waldshut 1565. Oswald war Beinamen der Nachkommen des Oswald von
Tottikofen (s. Bd. I, S. 237).

von Otilehusen siehe Ötlahusen, pag. 265.
Otscher siehe unter Ötscher, pag. 266.

Ott. 1) Im Breisgau auftretendes Geschlecht. Hans 0., Sohn Hansens,
Zwölfer in Bühl 1345. 16. 10. Rudi 0. von Freiburg schließt mit der Stadt
Konstanz einen Soldvertrag 1429. 13. 12. Heinrich 0., Zeuge zu Offenburg
1469, Schultheiß daselbst 1513. 22. 11. Johann 0., Dr. phil. et med. in
Untermettingen 1682.

W. Aufgerichteter Otter, der einen Fisch im Maule hält, H.: aus
Wulst der Otter wachsend (Siegel des Johann 0. 1682).
2) In der Bodensee-Gegend genanntes Geschlecht. Heinrich und Konrad, die 0. von Mengen,

Bürger zu Überlingen und Friedrich 0., Bürger in Mengen 1345. 15. 6, Herr.....0. und Meister

Oswald 0. empfangen vom Abte von Reichenau des Bleichers Hof in der Owe zu Lehen 1344. Am-
brosi 0. am Hard empfängt vom Abte von Reichenau den von Burkhard von Salenstein angefallenen
Siglinshof 1345. Burkard 0. hat ein Gut in der Reichenau 1350; ist durch den Tod Burkards 0.
ein Rebgut in der Reichenau ledig geworden 1360. Otto am Hard der Alte, Dienstmann der Reichenau
1360. Johannes 0., Propst zu St. Agnes in Schaffhausen 1420. Barbara 0., Gattin des 1513 ge-
borenen Daniel Kröll von Grimmenstein. Andreas 0. im großen Rate zu Konstanz 1664—1671.
Michael Otten, Stadtschreiber in Waldsee, und Hans Jacob 0. werden in den Reichsadelstand erhoben
1620. Michael Ott erhält vom Hause Österreich 50 fl. Dienstgeld 1482; Feldzeugmeister, erhält die
Pflege Sigmundskron und 200 fl. auf dem Amte Bozen, nach seinem Tode soll seine Witwe Clara
von Westerstetten 50 fl. Provision erhalten 1510.

W. In Schwarz eine weiße Rübe mit grünem Kraute. H.: Schildbild (Züricher Wappenrolle,
No. 427 unter: «Ot a. dem Rand» — dieses ist das Wappen der Ott am Hard, s. Bd. I, S. 535).

Ott.

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